HC022 Schluss mit Jammern! Wie Frauen sich in harten Männerdomänen durchsetzen | Gast: Sylke Mokrus

Shownotes

Frauen in der Tech-Branche brauchen keine Opferrolle, sondern Allianzen, Fachkompetenz und den Mut, sich den Ellenbogen-Mythen zu widersetzen. Sylke Mokrus, Vice President Innovation bei Securitas Deutschland, zeigt seit Jahren, wie man sich in harten Männerdomänen durchsetzt – ohne zu jammern, sondern durch Leistung, Psychologie und klare Haltung.

In dieser Folge spricht sie gewohnt schonungslos ehrlich über ihren außergewöhnlichen Werdegang: Wie sie mit einer Kombination aus Pädagogik, BWL und Psychologie den Krankenstand im Callcenter auf Null senkte, warum sie Einstellungsgespräche anstrengender findet als Kündigungen und wie sie ein Pilotprojekt mit Sicherheitsrobotern nachts auf einem Friedhof gegen alle Widerstände durchsetzte.

Außerdem nimmt Sylke kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Thema Vereinbarkeit geht: Wie bändigt man 600 Mitarbeiter, Führungspositionen und ein Kind – während man an der roten Ampel mit pulsierender Halsschlagader gegen die Schließzeiten der Kita kämpft?

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00:00:00: Ja, einen wunderschönen guten Tag.

00:00:01: Mein Name ist Silke Mokros.

00:00:03: Ich bin zurzeit Vice-Präsidentin Innovation bei der Sikuritas in Deutschland und Vicepräsident Innovation hat sich ja schon mal so ganz gewuchtig an.

00:00:15: aber was mache ich da eigentlich?

00:00:18: Ich bin verantwortlich dafür mit meinen Team gemeinsam spezielle Lösungen für Kunden zu erarbeiten die es vielleicht heute auch noch nicht gibt oder in der Kombi nicht gibt die aber nix sind, ohne die Anforderung des Kunden.

00:00:32: Das heißt wenn der Kunde eine Drohne will wir sind aber der Meinung das macht eigentlich ein Kamerasystem mehr Sinn als der Drohner dann ist es natürlich klar dass wir immer die beste Lösung für den Kunden empfehlen Und ich arbeite zurzeit tatsächlich an verschiedenen Roboterlösungen, in der Kombiometronen und es ist wie Legoland.

00:00:53: Also ich bin ja am schwedischen Konzern und für mich ist das so wie Legaland.

00:00:57: Ich kann also in so einer Riesenspielwiese alles kombinieren was es gibt Und was ich in Deutschland nicht finde, fasse ich hin nach Europa oder ist ein globales Unternehmen fragt in den Staaten an.

00:01:10: Also das macht schon Spaß!

00:01:12: Es sind keine Grenzen gesetzt außer natürlich regulatorische Grenzen aber es ist schon ein geiler Job kann man sich alles sagen.

00:01:20: Ich bin viel auf Reisen und viel bei Kunden.

00:01:23: Bin die Woche zwei drei Tage weg Entweder bei Mitarbeiter, die ich dann auch noch schwule oder beim Kunden und das ist schon eine ehrenvolle Aufgabe.

00:01:38: Klingt auch super spannend!

00:01:39: Wir kommen gleich nochmal drauf zurück... Aber Sekke, du hast ja – ich kenne dich eigentlich aus dem Netzwerk und damals hast Du halt so Deine Story erzählt.

00:01:47: Und gerade in dem Bereich, in dem Du bist, bist Du natürlich auch oft die einzige Hau.

00:01:52: Dann hast Du natürlich die spannende Story da erzählt und ursprünglich deine erste Führungsposition war eher Teamlead.

00:02:00: Wie kam es denn dazu?

00:02:03: Ich habe eigentlich studiert, ich bin Ökonompädagogin Studierter und hab mit intellektuellen und sozial benachteiligten Jugendlichen gearbeitet.

00:02:12: Und im Abendstudium Betriebswirtschaft studiert weil ich nicht den das Gefühl des Erfolges hatte wie ich es brauchte.

00:02:20: Mit diesem BWL Abschluss bin ich in die Wirtschaft gerutscht und zwar tatsächlich als Teamleiterin für dreißig Mitarbeiterinnen Und das war so, muss ich dir vorstellen.

00:02:32: Ich war also die Jüngste und die Damen waren ein bisschen schon gereifter und älter und wir waren – ich möchte fast sagen – fünfzehn oder mehr vielleicht auch zwanzig Teamleiter hatten einen riesen Aufbau eines Unternehmens damit.

00:02:46: es war gerade die Kostünderbranche im Buhmen und ich hatte also dreißig.

00:02:52: Operator hießen wie und in dieser Zeit habe ich gemerkt Mensch Betriebswirtschaft ist schön, aber mein Pädagogikstudium war eigentlich ganz gut.

00:03:02: Weil ich auch viel mit denen gemacht habe und weil es mir nicht gereicht hat, habe ich noch Psychologieabend studiert.

00:03:09: im Abendstudium festgestellt die Kombi ist es eigentlich.

00:03:13: also wenn du verstehst wie der Mensch steckt und welche Zahlen am Ende rauskommen müssen kann man das vielleicht prima zusammen bringen.

00:03:21: und Ich hab Stressbewältigung im Beruf studiert Und habe denen dann auch meinen Mitarbeiterinnen geholfen, dass sie mit diesem Druck den wir hatten klarkommen.

00:03:32: Ich muss dir vorstellen die hatten in einer Schicht sechs Stunden dreihundert Sozialkontakte also dreihundert ganz kurze Kontakte am Telefon und das stresst einfach unheimlich.

00:03:42: Da hab ich mir den Fantasieraisetrans gemacht usw.

00:03:45: Und die fanden dann auch... Sie fanden eine Möglichkeit sich zu entspannen weißt du?

00:03:52: Und ich hatte keinen Krankenstand mehr, wir hatten viel Spaß.

00:03:56: Vor und glücklich arbeiten musste ihr an jedem Unternehmen.

00:03:58: also kannst du es so oder

00:04:00: so

00:04:00: machen.

00:04:00: und ich habe gesagt okay lass uns mit Freude tun.

00:04:02: ja das war mein erster Führungsposition

00:04:05: Ja, ich wollte nämlich gerade sagen.

00:04:09: Also meistens kommt man ja auf Ideen weil man irgendwie vorher eine Herausforderung oder ein Problem hatte.

00:04:14: Das heißt

00:04:15: wenn du jetzt quasi in deiner Führungsrolle gewesen wärst und alle wären happy gewesen und super gut drauf dann wirst du nicht auf die Idee kommen nochmal Psychologie zu studieren richtig?

00:04:24: Hat das hier nicht miteinander zusammen muss sondern das hat dich sowieso schon angefangen Aber die Fachrichtung da drinnen, also es ist mich um Stressbewältigung im Beruf.

00:04:33: Dass ich da meine Abschlussarbeit geschrieben habe das schon weil ich gesehen hab wie gestresst sie waren und dass sich so mit lieben Worten und guten Zeugs ja gar nicht daran kommen konnte an diesen Wie kann man Stress auch wieder abbauen?

00:04:46: Dass Sie auf ja mit ihrer Situation und auch mit der beruflichen Situation klarkommen Weil in so einem Callcenter-Geschäft hast du auch einen relativ hohen Krankenstand und die Leute müssen immer freundlich sein, egal was zu Hause ist.

00:05:01: Und dann wird Qualität gemessen und das ist schon Druck den sie haben und da waren wir das wichtig etwas zurückzugeben und das passt ja dann auf dem Punkt.

00:05:13: Hattest du damals das Gefühl dass es auch genauso immer angenommen wurde?

00:05:16: oder haben dich vielleicht auch ein paar belächelt mit Fantasiereisen und Entspannung?

00:05:21: aggressives Muske-Relaxing und autogenes Training?

00:05:24: haben die da noch mit mir gemacht.

00:05:26: Ja, ich denke die anderen Teamleiterinnen haben das so ein bisschen argwünnisch betrachtet.

00:05:34: Und ich glaube damals habe ich angefangen zu leben dass es mir egal ist was andere von mir denken.

00:05:41: bei meinem Team Meinem Team ging es gut.

00:05:45: Die hatten dann einmal in einer Woche oder zweimal mal das, kamen sie mit ihrer Kuscheldecke und ihren Socken an.

00:05:51: Wir hatten ein Team-Meeting und haben im Ints-Team-Meetings immer eine so eine Übung gebaut, sodass Sie auch was hatten, was Sie zu Hause mitmachen konnten um mit dem Schichtdrutmusklieren XXVII klarzukommen.

00:06:03: Und dann haben wir festgestellt unserem Team geht's einfach wunderbar!

00:06:09: Das hat mich so eine Flügel.

00:06:11: Ich bin dann Abteilungsleiterin geworden, hatte dann drei Teamleiterinnen und hatte hundertzwanzig Mitarbeiter.

00:06:18: da ging das nicht mehr.

00:06:20: aber zu meinem eigenen Team habe ich immer noch einen guten Draht gehabt.

00:06:26: ja also ich bin wirklich die Hühnerleiter.

00:06:34: Was waren für dich so die unterschiedlichen Herausforderungen einmal von der Teamleiterrolle zur Abteilungszeit?

00:06:40: Hast du das direkt für dich gemerkt, dass du andere Herausforderungen hast?

00:06:42: Ja.

00:06:44: Absolut!

00:06:44: Ich war vorher ja die Kollegin von den Teamleitern und dann war ich deren Vorgesetzte.

00:06:51: Das war eine echte Herausforderung weil sie natürlich nun auch so ein Stückchen sich anders verhalten haben.

00:06:59: Mir ging über Sie waren nicht mehr mit mir auf einer Ebene.

00:07:01: also die war jetzt so die verstummt sind, wenn ich dazu gekommen bin.

00:07:06: Aber es hat sich schon bemerkbar gemacht dass du nicht mehr ihr gleichgestellter Kollege bist und das war für mich neu.

00:07:14: dieses Gefühl, dass du irgendwie dann anfängst allein zu stehen.

00:07:19: Weißt du was ich mein?

00:07:20: Vorher warst du Teil eines Ganzen und dann warst Du alleine dafür verantwortlich Und da bin ich dann quasi in die Rolle reingewachsen.

00:07:28: aber es war ein komisches Gefühl.

00:07:33: Hat es da irgendwie ein Mentor oder irgendwen zum Reden?

00:07:35: Oder wie bist du damit für dich umgegangen.

00:07:38: Nee, ein Mentore hatte ich nicht.

00:07:40: Ich wurde auch relativ schnell stellvertretende Niederlassungsleiterin und hatte dann sechs Hundert Mitarbeiter und die ganzen Teamleiter.

00:07:49: Ich bin mit mir sehr ehrlich gewesen und habe selbst reflektiert mich gefragt was brauche ich davon?

00:07:57: Brauch ich diese kollektive Liebe, die Du hast wenn Du auf einer Ebene bist wo Du miteinander zwar vielleicht auch Konflikte hast, aber doch eher geschützt bist durch viele.

00:08:08: Oder brauche ich das nicht?

00:08:09: Und wie ist es eigentlich wenn man auf einmal da so steht und ich musste wirklich reinwachsen und auch das Gefühl Ich möchte geliebt werden loslassen dieses ich möchte doch mit allen gut freund sein Mit allen Gutfreunden sein musste ich los lassen ja muss halt auch mal eine Entscheidung treffen, die dann vielleicht gegen einen ehemaligen Kollegen bedeutet.

00:08:35: Ja.

00:08:39: Das

00:08:42: ist unangenehm, aber wenn man das... Thema des Äpens?

00:08:44: Ja!

00:08:44: Ist unangenersehmer, wenn man es

00:08:46: dann

00:08:50: gemacht hat und steht.

00:08:51: Es ist ja sicherlich nicht leicht gefallen, aber man sagt ja quasi bei Frauen, dass wir Frauen uns ein bisschen schwerer tun quasi, die anderen dann Dass sie einen nicht lieben, dass wir so ein bisschen loszulassen.

00:09:04: Würdest du das unterschreiben wenn du die Männer an deiner Umgebung betrachtet hast?

00:09:10: Absolut ich habe mal in einer Rolle da war ich schon Geschäftsführerin den HR Manager entlastet.

00:09:16: Das war meine erste Geschäftsührerrolle und vorher waren ja HR Manager mir eigentlich so.

00:09:21: diese sind in so einem Firmenkonstrukt im Konzern jemanden sehr weit oben und Entscheidungen in alle möglichen Richtungen treffen.

00:09:30: Und da war das so, da habe ich mich wirklich ein Dreivierteljahr mit rumgeschlagen, dass sich diesen HR-Manager entlassen muss.

00:09:38: Es musste aber auch sein der war für die Aufgabe nicht befähigt, die dort erfüllen sollte.

00:09:44: Aber so dieses Ich muss einem anderen Menschen wehtun.

00:09:48: Ich muss in dieses.

00:09:50: Das war ja ein festes Team.

00:09:52: Ich kam neu dazu.

00:09:54: Und diese Entscheidung treffen hat mich sehr gequält.

00:09:59: Die damalige Gesellschaft war ja eine angestellte Geschäftsführerin, die haben dann immer versucht mir – das waren so ältere Herren, meine Mentoren wenn du so willst – die gesagt haben es ärtig dass du dich damit herum schlägst, dass du Entscheidungen nicht einfach so triffst und damit die Existenz eines Menschen beendest vielleicht oder zerstörst, zumindest ein jetzigen Karrierefahrt.

00:10:26: Andererseits bitte schau dir an was Dörfs Opfer ist dafür wenn du es nicht tust und das hat mir dann auch die Kraft geben dieses professionell dieses Gespräch professionell vorzubereiten und das Gespräch zu führen alles zu beenden und dann mich nicht schlecht zu fühlen weil ich gesehen habe mit dem neuen Manager wie schnell sich das alles verbessert hat.

00:10:52: Aber ich hatte wirklich eine lange Zeit damit zu tun, da gebe ich dir recht!

00:10:58: Ja also ich kenne das... Ich finde für mich... Also man sagt mir nach, ich bin relativ tough, aber es sind Kündigungsgespräche, die sind das Allerschlimmste.

00:11:10: Königungs-Gespreche sind aber das Allerschlimmeste weil Also am Ende klar, also es gibt ja Menschen die sagen naja im Kündungsgespräch geht man einfach rein dann lässt man den Satz los und dann alles andere erklärt man ihr später weil in dem Moment ist eher das so emotional.

00:11:25: Aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen ich war schon in Kündungss Gesprächen die waren in Ordnung weil irgendwie es war geklärt dass es irgendwie auf einer fachlichen Ebene ist.

00:11:34: aber wenn das vorher schon relativ emotional wurde Dann ist das Kündigungsgespräch ja, der absolute Horror.

00:11:43: Man möchte am liebsten einfach raus.

00:11:46: Aber man kann nicht!

00:11:47: Man muss es durchziehen.

00:11:49: Ich finde eigentlich Kündigungss Gespräche nicht mehr Horror.

00:11:54: Wenn man an dem Punkt ist, dass man sich trennen will, habe ich für mich alles so durchdacht und bin wirklich abgeklärt, ein Akt ist, der mit viel Ethik und mit viel Kontinence über die Bühne gebracht wird.

00:12:10: Viel schlimmer finde ich Einstellungsgespräche.

00:12:13: Finde ich schlimmer?

00:12:14: Weißt du warum?

00:12:20: Du musst ja versuchen den Menschen, der da vor dir sitzt und dir irgendwas erzählt... also in die wahren Motive, in die Karten zu gucken.

00:12:28: Und jeder hat eine hinten Agenda und das finde ich deutlich schwieriger in diesen kurzen Einstellungsprozessen wo du ja doch immer nur kurze Sequenzen von dem siehst diese Entscheidung zu treffen.

00:12:40: was davon ist Wahrheit und was davon es trainiert.

00:12:45: fürs Vorstellungsgespräch Das find' ich deutlich schwerer als nach einer gescheiterten Arbeitsbeziehung sage ich mal den Schlussrecht zu ziehen, weil dann ist auch alles schon klar auf dem Tisch.

00:12:57: Das finde ich einfacher muss sagen.

00:13:01: Es betrifft mich emotional nicht aber dem Prozess zum Schluss des letzten Stück find'n ich einfacher als diese ganze Einstellungsgeschichte wo du versuchen musst den besten Kandidaten so finden und es ist nicht so ganz easy immer den richtigen hinter die Stirn zu schauen.

00:13:16: das finde ich deutlich anstrengender.

00:13:19: Kannst du jetzt nachvollziehen dass sich

00:13:21: das so rumfindet?

00:13:25: Ja, ja.

00:13:26: Das stimmt schon!

00:13:27: Also es ist natürlich auch immer so... Komm doch drauf an für welche Rolle du gerade suchst, wenn du weißt wie eng wirst du mit dieser Person zusammenarbeiten oder dass du eine Rolle schon mehrfach falsch besetzt hast und dann einfach schon fast so wer soll's jetzt noch werden?

00:13:49: Genau, ich bin in den Trennungsprozessen.

00:13:53: Der ist dann ja schon früher gestartet, war schon verändert.

00:13:59: Wie gehst du in einem Bewerbungsgespräch vor?

00:14:02: Also was ist dir wichtig für alle die sich mal bei dir bewerben

00:14:05: wollen?

00:14:07: Authentizität also ich krieg sowieso raus wenn einer faked man merkt das relativ schnell Dann doch lieber wie in einer Liebesbeziehung oder in einer eher die Karten auf dem Tisch

00:14:19: packen.

00:14:20: und beide haben wir immer beide haben fünfzig Prozent der Entscheidung, wer es wird.

00:14:27: Ich vielleicht dann einundfünfzig?

00:14:29: Aber trotzdem macht das keinen Sinn was zu spielen also dieses vorzuspielen und man passt dann gar nicht auf die Rolle und hofft irgendwie da durchzukommen.

00:14:39: Das wird schon meistens wird's eben nicht.

00:14:42: Dann muss man schon und dass ich mache stelle viele Fragen.

00:14:48: Du weißt, dass ich auch Psychologie noch studiert habe.

00:14:50: Das heißt, ich beschäftige mich mit Motiven und mit Fragestellungen.

00:14:56: Was kann die Daten sagen?

00:14:57: Warum und wann und wie?

00:14:59: Und bin dann eigentlich inzwischen ganz gut Body Language zu lesen was zusammenpasst und was nicht Und damit würden wir uns alle Zeit sparen, sag ich mal.

00:15:11: Du passt nicht drauf und das ist nicht so dass man hundert Prozent auf eine Stelle passen muss.

00:15:16: Man muss das Potenzial haben da reinzuwachsen ja?

00:15:19: Das auch wollen!

00:15:20: Da finde ich heute in den Vorstellungsprozessen ziemlich lange einen Show trennen die finde ich nicht so gut.

00:15:30: also auch als Arbeitgeber Sag ich die Wahrheit, wenn mein Team ist gestresst.

00:15:35: Kann ich so sagen?

00:15:36: Mein Team arbeitet viel!

00:15:38: Wir versuchen auch, dass sie immer wieder ihre Stunden abbauen und dass sie auch wieder zur Erholung kommen.

00:15:44: Ich kümmere mich als Vorgesetzte da auch drum.

00:15:47: Aber wir sind trotzdem gestreszt weil wir viele Dinge... Gleichzeitig machen, wir wollen auch viele Dinge gleichzeitig mal.

00:15:52: Wir rennen immer vor an die Front.

00:15:54: als Innovation Team musst du ja vor dem Markt eigentlich seid und dadurch sind wir auch immer gestresst Und das versuchen wir zwar mit Lachen und so aber wenn du das nicht abkannst dann gleich weinen muss Wenn alles schlimme ist.

00:16:07: es gibt diese Tage da passt halt nichts Dann passt du nicht zu uns und da finde ich sollte man bisschen in Richtung Ehrlichkeit wieder gehen und nicht sehr auf Show.

00:16:18: Das ist mir wichtig dass auch Das zu sagen, dann kürzt für alle den Prozess.

00:16:25: Du siehst bei uns das Schöne sind Wetter, ne?

00:16:26: Ich hab tolle Sonne!

00:16:31: Aber ich finde das super spannend.

00:16:32: Ich glaube, ich habe das noch nie so ehrlich von jemandem gehört dass jemand im Bewerbungsgespräch wirklich da auch das einfach mal sagt weil oft ist es ja so.

00:16:41: Ja also Es gibt doch mal stressige Phasen.

00:16:44: aber Also wir achten ja wirklich auf alles sonst hier muss keiner kaputt arbeiten und bla bla bla.

00:16:49: aber wenn du halt jemanden suchst der immer Vollgas gibt Dann ist das natürlich nur ehrlich.

00:16:55: Das von Anfang an sozusagen Wenn du jetzt zum Beispiel Wenn, ich sag mal so du bist jetzt Kandidatin.

00:17:00: Du suchst jetzt eine Stelle aber du weißt einfach so okay.

00:17:03: also nach siebzehn Uhr möchte ich eigentlich am liebsten in den Feierabend oder keine Ahnung zum Sport was das immer machen möchte als Mensch Aber du quasi dann nachher als Vorgesetzer wartest wenn du halt um acht zehn neunzehn uhr schreibst dass da noch eine Antwort kommt Dann wirst du ja immer unzufrieden sein.

00:17:22: Also beide Seiten

00:17:24: Ja, also ganz so ist es auch nicht, dass ich erwarte, dass die Kollegen rund um die Uhr verfügbar sind.

00:17:30: So ist das nicht.

00:17:31: aber wenn wir vereinbart haben, dass wir Reisezeiten haben und Kundenpräsentationen haben dann wissen die auch, dass das ziemlich taf ist.

00:17:40: Und in den anderen Phasen achte ich drauf, dass wir sie... Dass ich sie ja nicht kontaktiere oder

00:17:45: sie...

00:17:46: Wissen Sie?

00:17:46: Brauchen wir nicht Antworten wenn ich noch was schreibe!

00:17:49: Also da sind wir aber sehr fair miteinander und gehen damit so um, dass jeder auch trotzdem leben kann und seine Familie haben kann weil du kannst ja nicht nur Kollegen haben Das ist ja auch wirklich gesund auf Dauer.

00:18:01: Aber es gibt eben diese stressigen Zeit wo Wir alle Gas geben, wir von einer Veranstaltung zu der nächsten hetzen und alle unser Equipment ein Packen mitnehmen.

00:18:11: Überall Grundpräsentation machen Und da guckt keiner jetzt auch so siebzehn Uhr Jetzt ist es vorbei.

00:18:18: Sondern da richten wir uns natürlich auch nach dem Kunden und das muss man dann auch wollen.

00:18:22: Da kann man nicht sagen ach nee ich gehe heute zum Yoga.

00:18:26: Das würde in einem kleinen Team Bedeuten dass die anderen mehr belastet sind.

00:18:31: Also wir stimmen das schon, muss man gut aufeinander abstimmen?

00:18:38: Du hattest dann deine erste Geschäftsführerrolle und von da aus ging ja die Leiter weiter.

00:18:44: Was hast du danach

00:18:44: gemacht?

00:18:47: Also so schön war es nicht!

00:18:48: Ich bin das nur über Sprung.

00:18:49: Vorm Abteilungsleiter wurde ich stellvertretender Niederlastungsleiterin, dann wurde ich in... Bin ich nach Hamburg gezogen habe dort eigentlich ein... Ja wie gesagt, das war Kommunikationscenter-Leiter Und dann war ich General Manager in einem anderen Unternehmen und habe in Hamburg noch meinen Sohn bekommen.

00:19:09: Er ist noch Hamburger geworden, bevor wir ins Rheinland gezogen sind.

00:19:13: Und im Rhein-Land war ich eher so Direktorin in Ebene – also was ist das?

00:19:19: Über Abteilungsleiter zwischen Abteilungsteilter und Geschäftsführer.

00:19:25: Ich hab dort eine Notruf- und Serviceleitstelle geleitet und war.

00:19:30: dafür waren ungefähr dreieinhalb Mitarbeiter, siebzig Tausend Aufschaltungen.

00:19:36: Also es war ein toller Lerneffekt für mich als im technischen Lerneffect.

00:19:42: Und in diesen sechs Jahren habe ich so viel gelernt über technische Sicherheit.

00:19:46: Muss ich sagen dass ich immer heute noch stolz darauf bin das gemacht habe und das liebe ich immer noch sehr.

00:19:53: also ist mein Ding.

00:19:56: Von dort aus wurde ich Geschäftsführerin von dieser Position aus.

00:20:02: Ja, das war mein erster

00:20:06: Scherz.

00:20:08: Wie zuhörig hast du das alles unter einen Hut bekommen?

00:20:11: Mama geworden... Trotzdem

00:20:13: ist die Servierenleiter

00:20:14: weiter hoch!

00:20:15: Wie hast du es

00:20:16: hingekriegt?!

00:20:18: Das frage ich mich heute rückwirkend selbst.

00:20:20: Mein Kind war ein gutes Kind, das freitags krank geworden bis Sonntagabend und man wurde wieder fit.

00:20:26: Es hatte so eine Arbeitgeberkrankheit also freundlich Ich war sehr gut organisiert einmal.

00:20:35: Ich habe mich selber nicht so wichtig genommen, sondern wenn meine Arbeit beendet war.

00:20:40: ich habe sehr früh morgens angefangen zu arbeiten und ich abends zu Hause war.

00:20:44: mein Kind an erster Stelle habe ich gespielt, getanzt gelacht spüle gedreht mit dem also der beim Sohn hatte eine Kindheit die immer auf einem sehr hohen Niveau.

00:20:57: Er hat nicht so das Gefühl gehabt, dass ich nicht da war.

00:20:59: Ich bin immer über ihm geschwebt.

00:21:01: also ich war gut organisiert das Netzwerk.

00:21:05: Ich brauchte Freunde, ich brauchte jetzt meine Putzhau musste sich manchmal einspringen.

00:21:12: stelle vor ich steige in den Flieger nach München und pass gerade zu dem Schritt Bein in den fliegern.

00:21:17: dann kriege ich eine Worte von meinem Sohn, ich habe Bauch wie ich kann heute nicht in die Schule gehen.

00:21:20: was machst du?

00:21:21: Ja, da kannst du nur noch schnell drei Telefonate führen.

00:21:24: Hallo?

00:21:24: Geh mal bitte hin!

00:21:25: Guck dir den an, schick mir ein Bild und dann sitzt du im Flieger und bebrast.

00:21:28: Eine Stunde siehst du hörst du nix.

00:21:31: Und steig's dann aus und dann kriegst du so ein Ding.

00:21:34: ja er hat Bauchwee, Erdenthe gekriegt, der kann jetzt hier... ich gehe nochmal gleich gucken.

00:21:39: aber das ist schon krass.

00:21:40: ja und das war Ich habe mich immer zerrissen gefühlt.

00:21:45: Also du gehst morgens aus dem Haus, die eine Hälfte möchte gerne einen geilen Job machen weil ich auch Spaß macht und die andere Hälfe, die anderen fünfzig Prozent, möchte bei deinem Sohn bleiben.

00:21:55: Und wenn es andersrum ist beim Kind, möchte ihr die anderen Fünfzig Prozent gerne zum Job.

00:22:02: also ich war einmal zerrissend.

00:22:03: Und ich hab die Hälften nie so richtig gut zusammengekriegt.

00:22:07: mit diesem Druck innerlich muss man sich dann leben.

00:22:11: inzwischen ist er einundzwanzig Und das habe ich jetzt nicht mehr als komplett selbstständig für sein eigenes Leben.

00:22:18: Aber wenn du dich abhetst, ich wusste, ich musste ihn vom Kindergarten abholen und fahre in Ratingen los über die A-Drei immer stau.

00:22:29: Ich hab so eine pulsierende Halsschlagader gekriegt, rote Flecken, weil ich wuste, ich komme zu spät.

00:22:34: Ich stehe zu späts am Kindergat.

00:22:37: Dann stehen sie mit ihm halt auch schon draußen um siebzehn Uhr eins.

00:22:42: Machen wir entsprechend den Vorwurf, warum ich so spät komme.

00:22:46: Als würde ich das mit Absicht machen und kann mir aber auch nicht die Straße freischießen.

00:22:50: Und mit diesem schlechten Gewissen bin ich halt auch permanent eigentlich rumgelaufen.

00:22:54: Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen.

00:22:57: Aber wie gesagt es geht irgendwann weg wenn die Eltern sind.

00:23:06: Ich bin deshalb gut in meinem Job gewesen, weil ich mich extrem gut organisieren musste.

00:23:34: Ja, das ist schön.

00:23:36: Ich stelle mir das jetzt mal gerade so vor.

00:23:37: Also ich kenne es jetzt nur von meinen Freundinnen und Familie-Friends, die dann vielleicht aber auch mal den einen oder anderen Spruch hören.

00:23:46: Es ist ja quasi egal wie du's machst.

00:23:48: Wenn du zu Hause bist, dann geht dir auch nochmal arbeiten.

00:23:51: Und wenn die Arbeiten sind, dann sagst du mal, also so früh schon im Kindergarten abgingen.

00:23:55: Also dafür kriegt man keine Kinder.

00:23:57: Ist für dich das auch begegnet?

00:24:00: Permanent, ja im Kindergarten schlimmer noch als in der Schule.

00:24:04: Ich habe nichts dagegen gegen Vollzeitmütter, habe ich gar nichts.

00:24:07: aber dass die bewerten das dein Leben anders ist also ich hatte kein Annäherer, der uns das Leben finanziert hat musste ich selbst tun und dann kommen solche Gespräche einfach auch nicht gut.

00:24:22: Also diese Lücke ist ja Karriere geil und deswegen macht sie das alles.

00:24:26: Und gleichzeitig, mein Chef, das war damals noch nicht so.

00:24:29: Dass du auch mal Home-Office machen konntest oder so hat erwartet dass ich halt rund um die Uhr für die Firma David hatte.

00:24:34: Das war das nicht so... Die waren für ihre Kinder eigentlich verantwortlich.

00:24:38: Es hat die Frau gemacht, die zu Hause saß.

00:24:41: Da war ich aber die Frau und wenn ich nach Hause kam startete ja immer eine zweite Schicht.

00:24:46: also Kind, Haushalt war dann ... Du hast ja keine Feierabend!

00:24:50: Das war schon eine Zeit, die sehr belastend war.

00:24:54: Da war ich immer kurz an der Grenze zu sagen das wird nichts mit mir, das halte ich nicht durch weil du kriegst ja auch kein positives Feedback.

00:25:03: also von den Nurmüttern nicht und von deinem Chef der sagt hey wieso musst du jetzt los es ist ja siebzehn Uhr machte Kita zu er selbst hat um neun angefangen zur arbeiten ist angeschlendert gekommen da saß ich schon zwei Stunden.

00:25:17: Verstehst du?

00:25:18: Das ist damals noch ein bisschen ungerechter gewesen als heute.

00:25:23: Und irgendwann habe ich festgestellt, mein Kind hat mir was gesagt.

00:25:27: Er hat gesagt... Ich war dann so ein bisschen knatschig mit mir, dass sich so unzufrieden waren als Mutter aber auch als Managerin.

00:25:34: und er hat dann gesagt Mama weißt Du, ich hab die cooleste Mama von allen!

00:25:38: Alle sind immer begeistert, was wir machen und was Du machst und so.

00:25:43: Da dachte ich echt okay wusste ich gar nicht

00:25:45: ne?!

00:25:46: Er hat gesagt, dass er immer sehr stolz ist und es hat mich besflügelt.

00:25:50: So dieses ist doch nicht falsch gewesen.

00:25:54: Und ich habe ihn nicht bestoffener Fähre, musste das nicht sagen!

00:26:01: Das war eigentlich das einzige was zählt so wie er sich dabei gefühlt hat, nicht über die anderen.

00:26:06: Ja da musst du erst mal hinkommen ne?

00:26:07: Weil man ja auch als Mutter wenn du das erste Mal Mutter bist, war ich ja auch verunsichert.

00:26:12: Was ist jetzt richtig?

00:26:13: Was ist falsch?

00:26:14: Das sagt der ja keiner Und irgendwann wächst man da rein, aber damit muss man sich schon auch auseinandersetzen.

00:26:23: Wie wichtig ist einem fremde Kritik?

00:26:26: Sind das Menschen von denen ich einen Rat annehmen würde?

00:26:29: Dann nimm auch Kritik an ansonsten nicht!

00:26:32: Was ist raus?

00:26:36: Was würdest du sagen treibt dich ständig an weiterzumachen und weiterzukommen?

00:26:43: Du es geht mir gar nicht um weiterkommen.

00:26:45: also jetzt sagst was dein nächster Karriere schritt.

00:26:47: sowas Da habe ich noch nie gedacht, ich denke einfach immer an viele neue tolle Projekte oder ich lerne was Neues.

00:26:54: Oder ... Ich hab Spaß dran ganz neue Dinge zu machen und das treibt mich an.

00:27:00: also mich langweilig relativ schnell Und dann bin ich für alle anstrengend da bin ich eine Plage endlich mich lang weile und die das treibt mich an Ja, und dann kommen dann so Positionen von allein.

00:27:16: Also ich hab noch nie gesagt, ich möchte jetzt das werden oder möchte ich das werden?

00:27:21: So bin ich nicht herangegangen sondern... Vorher habe ich Lust.

00:27:24: was treibt mich was hat macht mir Spaß?

00:27:27: Was ist so wo du sagst energy and passion was so positiv dich treibt.

00:27:32: Und dass habe Ich gemacht.

00:27:33: ja

00:27:35: und ich glaube wenn dich etwas positiv hast Du da einen Punkt?

00:27:41: Ich würde

00:27:42: die unterschreiben

00:27:45: Ja, okay.

00:27:46: Gut ich auch!

00:27:50: Ich würde sagen das kann ich bestätigen.

00:27:52: also es gibt ja immer so die Theorie wenn du quasi weg von was willst.

00:27:57: also so oh ich mag das nicht mehr das gefällt mir nicht mehr ich habe da keine Lust mehr drauf und dann quasi was anderes machst dann glaube ich kannst nie so gut werden wie wenn du jetzt quasi einfach hinzu möchtest.

00:28:07: Also ich hätte jetzt ein neues Projekt.

00:28:11: ach wir spannen das möchte ich auch gerne machen.

00:28:13: einfach diese positive Neugierde glaube ich finde ich ganz gut.

00:28:18: Hast du schon mal irgendwie eine Position dann angetreten, wo du dann als du da warst gedacht hast?

00:28:23: Ach Gott!

00:28:24: Das... das war ne schlechte Idee?

00:28:28: Habe ich in der Tat ... Ich habe einen Team übernommen Da hab' ich gedacht und ich habe als Geschäftsführerin natürlich auch die Haftung.

00:28:37: Und da habe ich gedacht, das ist kritisch teilweise.

00:28:40: und ich habe gedacht jetzt hast du deine schöne Karriere am Konzern an den Nagel gehangen um in einem Mittelstand jetzt hier unterzugehen.

00:28:49: Da habe ich rund um die Uhr fast gearbeitet und hatte das Gefühl, ich übernehme einen Bereich der sehr schwierig ist, der über Jahre auch vernachlässigt wurde.

00:29:02: Ich wusste wo es hin muss aber... Ich wusste nicht, wie viel Zeit wird mir bleiben um das umzudrehen.

00:29:09: Da hatte ich jede Nacht schlechte Träume und ganz schlimme Gefühle.

00:29:14: aber mir hat dann einer gesagt, das ist aber wie so ein Tipping Point du musst immer auf die selbe Stelle und dann löst sich der Knoten, dann geht er auf... Und da wird es leichter, darfst dich nachlassen!

00:29:27: Und ich habe dann gesagt, ich ignoriere das jetzt und ziehe das durch und habe aufgehört an die ganzen, wie soll ich das sagen?

00:29:37: Ist nicht Risiken ist ein schlechtes Wort.

00:29:39: Aber an diese was alles nicht so gut läuft zu denken, sondern hab tatsächlich den Punkteplan gemacht, was optimiere ich in welcher Geschwindigkeit und was hat Prio?

00:29:49: und dann habe ich das abgearbeitet wirklich stumpf abgearbeitete.

00:29:53: Und dann hast du gesehen die Zahlen verändert sich Die Themen verändern sich.

00:29:57: Ich habe das Unternehmen umgebaut Also eigentlich während des Fluges, das komplett muss ja vorstellen ein Flugzeug fliegt und während des Fluges kommt der Pilot nach hinten und baut das Flugzeug um so.

00:30:07: Und muss nebenbei fliegen.

00:30:09: Das hat aber auch Spaß gemacht.

00:30:12: Es hat mich reifen lassen es hat mir gezeigt dass alles nicht so schlimm ist wie es aussieht sondern man kann die Dinge beeinflussen und man muss ein Stückchen.

00:30:22: das böse K-Wort heißt dann Kontinuität.

00:30:25: Muss immer weiter machen.

00:30:26: Kontinuität!

00:30:28: Du kannst nicht nur einmal gut sein, sondern kontinuierlich musst du gut sein.

00:30:33: Aber die Esser-Säbiaue fasst mich jede Nacht in den Schlaf gemeint!

00:30:42: Ja... Aber ich glaube, das macht dich auch aus.

00:30:46: Alleine wenn man dir zuhört... Also die ganzen Studiengänge, die du gemacht hast, die ganzen Rollen immer dieses Durchziehen durchkämpfen und dabei immer noch positiv.

00:30:54: Ich meine, du kamst jetzt eben hier rein und guck mal!

00:30:56: Das sind die Blumen, die es da aus meinem Garten ist.

00:30:58: Man merkt einfach bei dir richtig diese Begeisterung wie Freude mit der Du Sachen machst und deshalb bist du sicherlich an dem Punkt, an dem du gerade bist.

00:31:08: Jetzt in deiner aktuellen Position erzähl mal noch so ein bisschen Wer sind eure Kunden?

00:31:15: Was macht ihr so für Projekte, also hast du es eben ein bisschen angerissen aber vielleicht noch ein bisschen tiefer.

00:31:20: Für unsere Kunden sind alle Kunden die du in einer Wirtschaft findest im Bankensektor genauso wie im Defensebereich Logistik.

00:31:30: Also es gibt KMUs.

00:31:32: Wir haben keinen Grund den wir nicht haben.

00:31:35: Es gibt jede Branche bei uns Chemie, Pharmaceutical alles und das Das ist das Coole, du lernst viele neue Leute kennen die völlig anderen Arbeits- und Erlebnisfelder haben.

00:31:48: Und dann kann ich mich da reinarbeiten und die verstehen lernen.

00:31:51: Das ist schon mal mega!

00:31:53: Und für die erarbeiten wir quasi Neulösungen.

00:31:57: Also du kennst vielleicht klassische Sicherheitsdienstleistung mit Garding einfach Meldanlagen Brandmeldanlage und so, das haben wir auch alles.

00:32:05: Und zwar richtig viel davon.

00:32:07: Wir haben ja um die zwanzigtausend Mitarbeiter in Deutschland.

00:32:11: Aber was mein Team und ich machen, ist tatsächlich innovative Lösung.

00:32:16: Und diese sind meistens speziell auf irgendwelche Kundenbedürfnisse ausgerichtet.

00:32:23: Wir versuchen diese natürlich zu standardisieren und dann das schön neue deutsche Wort skalierbar zu machen weil es zu teuer wäre oft nur für einen was zu entwickeln.

00:32:34: aber wir rollen das dann weiter aus auf andere Kunden und da brauchst du viel Transfer denken.

00:32:39: also musst die Lösung aus dem einen, aus der einen Branche durchaus mitnehmen in eine andere.

00:32:45: Die muss dann nur modifiziert werden und das ist eigentlich so der kreative Prozess den ich sehr liebe.

00:32:50: ja wo du ein neues Bild malst hast aber immer dieselben Wunsch-Stifter.

00:32:56: also ich darf natürlich auch viele neue Trends mir anschauen.

00:33:02: Ich darf teleoperierte Fahrzeuge also die halb auto, halb manuell automatisiert fahren, wo du von außen noch rein fassen kannst quasi.

00:33:12: Ich kann das gleiche auch bei Robotern sehen.

00:33:16: Drohnen machen wir ganz viele.

00:33:17: also insofern darf ich solche Lösungen bauen mit meinem Team und das ist schon cool.

00:33:23: Es ist mega!

00:33:25: Das finde ich toll und es muss nicht die Drohne sein, es kann doch was anderes sein ja?

00:33:29: Also es geht nur darum dass man sich vorstellt, dass wir uns in eine Welt rein bewegen, wo immer mehr auch hyper Also diese hybriden Sicherheitslösungen auf einem sehr hohen Niveau umgesetzt werden, mit Verhaltensanalyse KI dahinter und so weiter.

00:33:47: Es geht in eine Richtung die wir vor ein paar Jahren als Science Fiction abgetan hätten, die ist jetzt da.

00:33:53: Und es ist toll dass ich Part des Ganzen sein darf bei der Sikoritas und die auch in diese Richtung gehen also Daten basierte Entscheidungen zu treffen Deute Daten zu haben und aus den Daten musste dann was machen.

00:34:08: Und das heißt, dass es eine Wissenschaft geworden ist nicht mehr wie Sicherheit vor noch paar Jahren.

00:34:14: Aus der Eimungmeldanlage hast du eine Aufschaltung, hast einen Guard, sondern es läuft alles zusammen in integrierte Systeme.

00:34:21: Das finde ich ist ein spannendes Feld für mich geworden wirklich spannend.

00:34:28: Ja super spannend!

00:34:29: Kannst du dich so an einem Projekt erinnern wo du vielleicht erst mal so gedacht hast du, ob das überhaupt geht und ihr habt es dann doch als dem Kunden zur Verfügung stellen können?

00:34:40: Ich kann ja von einem Projekt erzählen wo ich ein bisschen gegen Widerstände arbeiten musste.

00:34:49: Das heißt, ich habe einen Roboter auf gehabt den wollte ich gerne einsetzen und ich hab niemanden gefunden der mit mir ein Pilotprojekt machen will wollte.

00:34:59: Ich habe nur einen einzigen Menschen auf der Welt gefunden, das war ein Bürgermeister eines Ortes und der wollte sein Friedhof damit abgesichert haben.

00:35:10: Das heißt ich startete mit dem Roboter nachts auf den Friedhof.

00:35:15: Da waren viele Grabschändungen und er durfte dann im Friedhof beschützen.

00:35:19: Und daraus entwickelten sich die anderen Roboterprojekte.

00:35:26: Aber erst mal wollte den keiner haben, das zwei Jahre ungefähr her und inzwischen fahren ja ganz viele Roboter schon.

00:35:35: Gespannt!

00:35:36: Aber das ist dann auch wieder ne?

00:35:37: Also gegen Widerstände Dinge machen die andere nicht für möglich halten oder vielleicht wie du eben gesagt hast so ein bisschen abtun Science Fiction und äh auch Ängste weil ich denke der ganze Bereich AI Robotics usw.

00:35:52: da ist ja viel also viele Menschen, die das schon eher ablehnen.

00:35:56: Weil sie sagen, dass ist ihnen zu gefährlich oder zu unheimlich?

00:36:00: Absolut!

00:36:01: Also Ängste sind das richtige Wort.

00:36:04: Aber wir kommen nicht mehr da drum herum.

00:36:06: also sie nehmen so viel ab Sie sind an vielen Stellen besser und manchen nicht.

00:36:11: Und in der Kombi Mensch und Maschine es ist eigentlich eine tolle Lösung.

00:36:18: Was glaubst du wie unser Alltag sich in fünf dann vielleicht nochmal in zehn oder fünfzehn Jahren verändert hat?

00:36:28: Ich hoffe, dass ich dann einen wirklichen Roboter habe zu Hause.

00:36:32: Er soll putzen und so weiter – das soll ja alles machen!

00:36:36: Leider baue ich zu allen meinen technischen Geräten die ich mag auch eine Beziehung auf.

00:36:40: Da muss er nochmal gucken.

00:36:41: also mein Auto hat Namen und mein Saugroboter heißt Eve.

00:36:46: Also insofern kann ich mir vorstellen, dass sich auch mal ein Pflegeroboter haben will.

00:36:52: Der Intelligent ist.

00:36:53: sich unterhalte mich heute schon sehr gerne mit Chessivity weil Ja, wie soll ich dir sagen?

00:36:58: Weil das Niveau auf dem wir uns unterhalten können und mir zugewandt sehr schätze.

00:37:04: Also ich glaube dass wir um uns herum viele dieser intelligenten Systeme haben.

00:37:09: Ich glaube aber auch, dass wir sehr viel mehr Videoüberwachung-Video haben werden.

00:37:16: Dafür passiert einfach zuviel auf der Welt, dass man das sich leisten kann, sag' ich mal unüberwachte... Bereiche gerade im öffentlichen Raum zu haben, wo Menschen Dinge angetan werden oder wo Sachen passieren von Drogen und Dielen usw.

00:37:33: Aber auch es gibt ja Brennpunkte, wo man einfach nie schnell genug wäre wenn man das nicht vorher schon wüsste.

00:37:39: also da wirds hingehen.

00:37:40: und im Haushalt glaube ich dass vieles was wir gesehen haben, was es gibt die miteinander dann auch noch vernetzt sind.

00:37:49: Im Guten wie im Schlechten wird das beides passieren.

00:37:52: Es gibt schon Häuser die sich selber schützen.

00:37:54: Die gibt es schon und sicherlich ist China sehr viel weiter, die Amerikaner sind weiter als wir aber auch hier lässt sich der Fortschritt nicht aufhalten.

00:38:07: Spannend!

00:38:08: Und glaubst du, dass du noch in einer Welt leben wirst wo wir mehr Roboter sind als Menschen?

00:38:16: Ich glaube, ich nicht mehr.

00:38:17: Also ich glaube das ist bei mir noch alles so.

00:38:23: ausgehen wird dass wir vielleicht fiftie-fifty sind aber ich glaube, dass für viele Tätigkeiten künftig Roboter eingesetzt werden.

00:38:37: Was rückblickend würdest du sagen bis hier?

00:38:40: Du wirst noch ganz viele neue Sachen machen Aber bisher was war dein größter beruflicher Erfolg?

00:38:51: Ein größerrufig Erfolg.

00:38:54: Ich würde schon sagen, ich habe eine kleine GmbH übernommen, der es nicht gut ging und die Eigner nicht wussten warum und die wollten auch keine Frau.

00:39:04: Sie wollten einen Mann und zwar jemand aus einem ganz anderen Bereich, der sollte zum Beispiel Koffeautomaten vertreiben ist aber ein Sicherheitsunternehmen gewesen.

00:39:13: Und der Headhunter hat dann gesagt ihr braucht aber keinen.

00:39:15: Ihr braucht sie kann das!

00:39:19: denn musste ich dort antreten und da waren

00:39:23: acht

00:39:23: Herren am Tisch, die dann und ich.

00:39:27: Und wir, also ich würde einander warnen zu werden war so'n Ding vor allem weil sie auch schon teilweise sehr viele Eltern hatten ganz anderes Rollenbild gelernt.

00:39:37: und trotzdem haben wir uns nach ein paar mal treffen dazu geeinigt wie machen das zusammen Und das Unternehmen so aufzubauen, dass ich das nach fünf Jahren verkauft habe mit wirklich traumhaften Zahlen.

00:39:52: Mit tollen Menschen und Kunden, mit tollen Prozessen... Das war mein Baby!

00:39:58: Das war mir ans Herz gewachsen und da konnte ich alles einbringen was ich je gelernt hab.

00:40:03: aus der technischen Sicherheit, aus der Psychologie, aus einer Organisationsentwicklung, aus Personalentwicklungen war da alles drin.

00:40:12: Und das war aber für mich dann so ein Schlusspunkt.

00:40:14: Als ich es verkauft hatte, war ich noch nicht sofort, so einen Jahr später damit auch fertig.

00:40:19: Also es war für mich abgeschlossen und fertig.

00:40:23: Heute würde ich sagen, dass hat alles von mir erfordert.

00:40:28: Da gab es, weißt du im kleinen Mittelstand hast ja nicht diese Riesen-Teams wie im Konzern, da kann ich immer nochmal jemand anders fragen.

00:40:34: Das hast du in dem Mittelstand nicht?

00:40:35: Dann musst du alles selber wissen!

00:40:37: Und das habe ich schon sehr beansprucht, dass ich zehn Fachteams geleitet habe und in jedem Thema besser sein musste als der Abteilungsleiter.

00:40:48: Aber es hat für mich so einen holistischen Blick auf Unternehmen gebracht.

00:40:55: Das würde ich sagen war mein spannendstes Projekt wobei ich muss mal sagen was ich jetzt mache bei der Sikoritas auch mega.

00:41:04: Ich kann gar nicht sagen, das ist toller als dass.

00:41:06: Das was ich jetzt mache gibt mir einen Freiheitsgrad kreativ und sicher als Technik zu denken den ich da nicht hatte.

00:41:12: Ist toll!

00:41:15: Ja aber ich glaube das gerade was du eben gesagt hast am Anfang also Dinge die jetzt erstmal gar nicht so gut aussehen und man weiß die Challenge ist sehr hoch und wenn man dann aber rückblickend atmen kann und sagt Puh das habe ich aber irgendwie gut drehen können das natürlich ein toller Erfolg

00:41:32: Ja.

00:41:32: Was

00:41:33: würdest du jungen Frauen raten, die jetzt vielleicht, ich sag mal Mitte zwanzig sind oder so weiter?

00:41:40: Vielleicht auch eine Karriere aufbauen wollen aber noch nicht so genau wissen wohin und wie kann ich mich richtig durchsetzen?

00:41:48: was würdest Du denen mitgeben?

00:41:51: Ach das sind ja so viele Fragen wohin?

00:41:57: wohin?

00:41:58: die meisten Frauen studieren Marketing oder Human Resources oder Finance.

00:42:05: Eine Frau, die in die Technik geht hat vielleicht einen entscheidenden Vorteil weil wir so ein Komplexitätssyndrom im Denken haben weißt du?

00:42:13: Wir denken an viele verschiedene Dinge gleichzeitig und das passt nach Technik sehr gut.

00:42:18: ich kann nur sagen gehen die Techniken ist das erste Da kannst du gut werden und hast gar nicht so viel Wettbewerb, weil es so wenig Frauen in der Technik gibt.

00:42:29: Das zweite ist was mir aber da bin ich vielleicht auch ein schlechtes Beispiel.

00:42:34: Ich bin kein Jammerlappen!

00:42:35: Ich jammer nicht rum wenn irgendwas doof ist.

00:42:38: entweder ändere ich's oder ich akzeptiere es und gucke wie ich darum was sich damit machen kann.

00:42:45: das dritte ist Bilderallianzen.

00:42:47: das heißt Wenn man in große Teams kommt und da sind viele Männer drin, die haben automatische Allianz.

00:42:56: Bille mit allen eine Allianze.

00:42:57: versuche mit Frauen und Männern Allianzen zu bilden damit man sich gegenseitig unterstützt.

00:43:03: aber habe auch deine Standards.

00:43:06: lass dich zu Das passiert mir heute immer noch, dass jemand deine Präsentation nimmt die an die Wand klebt und sagt ich bin mega also meine Sachen.

00:43:14: Und ich denke dann so rickst du dich jetzt auf oder nicht?

00:43:16: aber oft ist es mir nicht wichtig genug mich da aufzuregen Und dieses, also hab deine Standards was mit dir geht und was nicht.

00:43:25: Aber sei auch mutig, probiere neue Sachen aus und zeige dich!

00:43:29: Also wenn Frauen glauben sie sitzen irgendwo nett und dann kommt der Prinz auf dem weißen Schimmel hebt sich auf den Schimml und reitet in den Sonnenuntergang und dort kommt die Karriere.

00:43:41: das ist selten der Fall.

00:43:43: Meistens muss man selbst tun und da darf man auch mal sich die Arme hochkranken und sagen ich mach das jetzt

00:43:53: Ja, genau.

00:43:54: Ich bin ja ähnlich, aber ich weiß auch dass es dann immer wieder Frauen gibt die sagen ah du bist so hart und genau du musst mal weiblicher sein deine Weiblichkeit leben.

00:44:06: Aber ich arbeite ja auch wie du viel mit Männern zusammen.

00:44:09: Und natürlich passt man sich so ein Stück weit an, aber ich glaube das ist auch eine bisschen Typ-Sache dass man halt immer umsetzen will, sich von nichts abhalten lässt nicht wegen Ellbogen Kultur sondern weil man einfach nicht glauben kann, dass etwas nicht funktioniert.

00:44:24: Kennst du das auch?

00:44:25: Dass andere Frauen so denken?

00:44:29: Also ja, sagen's mir zumindest nicht.

00:44:31: Wenn das zu dir schon mal gesagt wurde, ich soll mehr meine Weiblichkeit leben, wüsste ich jetzt gar nicht was sie da genau meinen?

00:44:38: Was man da macht.

00:44:40: Weißt du das?

00:44:40: Ich weiß es nicht!

00:44:42: Was heißt das denn?

00:44:43: Nee, ich hab mich auch gefragt...

00:44:46: Also das kleinen Mädchenschema hilft mir, oder so, ich weiß es nichts.

00:44:50: Also ich setze um und mache und kann nicht glauben dass etwas nicht funktioniert oder nicht erfolgreich sein kann.

00:44:56: dann muss es einen anderen Weg geben.

00:44:59: Deswegen weiß ich nicht.

00:45:01: Ich kann mir aber vorstellen, dass nicht jeder so ist und das... Da kaufe ich jetzt drauf rum was du gesagt hast mit seiweiblicher.

00:45:11: Weiß ich nicht was es damit gemeint ist?

00:45:15: Also ich sehe mich immer als Teil eines Teams.

00:45:22: Ich habe ja auch drüber nachgedacht, aber ich bin ja immer so ein bisschen hin und her gerissen.

00:45:28: Ich werde ab und zu mal gefragt, ob ich auf irgendwelchen female empowerment Veranstaltungen spreche wie du ja auch.

00:45:36: So haben wir uns kennen gelernt.

00:45:39: Das mache ich gerne, aber eher mit einem Selbstverständnis... Warum nicht?

00:45:46: frag ich mich immer.

00:45:48: Aber oftmals ist man ja dann schon eher so bei Veranstaltungen, wir dürfen uns nicht unterdrücken lassen und wir müssen uns durchsetzen.

00:45:56: Und dieses Gefühl hatte ich eben noch nie.

00:45:58: Dass es sich gegen Männer durchsetzen muss.

00:46:02: Also dass man sich durchsetzten muss natürlich klar aber das gegen alle Geschlechter dieser Welt.

00:46:08: Deshalb... Ja!

00:46:09: Es gibt die ganzen Female Bewegung sicherlich auch aus gutem Grund.

00:46:17: Du, ich hab das auch nicht so erlebt wie du.

00:46:20: Also genau also wenn du in einem Team einen wichtigen Beitrag lässt ist dann ist das so nicht.

00:46:29: Ich habe mich nie unter Druck gefühlt in der Form dass ich jetzt irgendwie ein Plakat ausrollen muss oder so sondern natürlich gehen manchmal meine Projekte nicht weil die nicht genehmigt werden oder was anderes wichtiger ist.

00:46:43: aber ich spreche Konflikte.

00:46:46: Wenn ich das Gefühl habe, jemand spielt komisch mit mir.

00:46:50: Dann sage ich, du kannst ein Thema darüber reden.

00:46:54: Ich empfinde es so und so was du hier tust.

00:46:57: Ich hätte gerne aber zwischen uns eine klare Luft.

00:46:59: Also ich kann mit Schwäbenden zuständig umgehen.

00:47:02: Also wenn der mich nicht leid kann ist das für mich okay, wenn es daran liegt.

00:47:07: Aber wenn wir einen Konsens finden, zusammenzuarbeiten, dann finde ich das besser.

00:47:13: Ich hatte noch nie das Gefühl wirklich so gendermäßig unterdrückt worden zu sein.

00:47:23: Da bin ich leider keine gute Gesprächspartnerin und da kann ich nicht sagen wie es mir passiert oder so.

00:47:31: Ich habe es vielleicht nicht gemerkt.

00:47:33: Das kann auch sein!

00:47:36: Also ich würde Konflikte immer ansprechen, wo ich der Meinung bin.

00:47:41: Ich werde unterdrückt oder wenn es mir wichtig ist, würde ich sie ansprechen?

00:47:49: Ja, das handhab' ich auch so.

00:47:51: Er geht mir auch so.

00:47:53: Was würdest du denn Leuten raten die denen das Schwerfeldkonflikte anzusprechen?

00:47:57: also für mich kann das auch gut.

00:48:00: aber Das mag das ja vielleicht sein, dass jemand sagt, ach kann ich das sagen?

00:48:05: Soll ich es sagen.

00:48:06: Kann ich damit jemanden verletzen?

00:48:09: War das für dich immer schon natürliches Verhalten oder hast du das irgendwann gelernt?

00:48:14: Das ist eine gute Frage liebe Jessie!

00:48:16: Also ich glaube in meinen... vielen Psychologieausbildungen und ich habe noch ein paar andere, hab' ich's auch gelernt.

00:48:23: Aber das erste ist doch sprich in Ich-Botschaften.

00:48:27: Sagt doch nicht du hast und du bist doof und du hast das gesagt sondern sag', ich hab' kürzlich das und das gesehen'.

00:48:33: Das hat bei mir folgendes ausgelöst wie siehst Du das?

00:48:37: Also in Ichbotschafte und in Wehrfragen auf eine Fragestellung damit der Andere sich

00:48:42: erklärt.'.

00:48:43: Und dann sieht er, hört er dich gestört hat oder worum es geht und dann wirst du an den Reaktionen hier ablesen können, weil das beabsichtigtes Verletzen oder vielleicht auch ein Hastus- und Falschenheitsbekommen.

00:48:55: Also ich glaube man sollte es auch ein bisschen üben.

00:48:58: Man kann Röhrenspiele machen.

00:48:59: Ich habe mit meinen Mitarbeitern die lernen sollten Konflikte zu lösen.

00:49:03: untereinander zum Beispiel haben wir einen leeren Stuhl genommen.

00:49:07: Das ist jetzt der Mitarbeiter X mit dem du einen Konflikt hast sagt ihm das mal Und dann setzt du dich auf diesen Stuhl und lässt mal wirken.

00:49:16: Die Energie ist noch auf diesem Stuhll, und dann spürst du, wie würde es dem denn jetzt gerade gehen?

00:49:22: Ich finde wenn Du das einmal durchgesprochen hast fällt es Dir nicht mehr so schwer, das wirklich anzusprechen.

00:49:27: Dann hast Du schon Formulierungen, Du hast dir vorgestellt, wie die Situation ist... ...und dann hast Du's geübt!

00:49:33: Ich finde man kann Kommunikation auch üben und da gehört Konfliktkommunikation genauso dazu.

00:49:44: Ja, es ist so einfach eigentlich.

00:49:46: Aber ich werde auch manchmal dazugerufen wenn in Teams der Konflikt quasi so stark ist dass sich selbst nicht mehr lösen können und wenn man alleine die Geschichte hört dann ging es am Ende wirklich um nichts.

00:50:01: also das sind nicht mal Fakten basiert.

00:50:06: Der hatte, glaub ich mal das gesagt und dann vor vier Jahren da.

00:50:09: Und dann war er vor fünf Jahren bei einer anderen Abteilung usw.

00:50:13: Und am Ende eigentlich weiß gar keiner mehr um was es wirklich geht nur dass sie sich nicht mögen.

00:50:17: Ja und selbst das nicht... Jessica und selbst Das nicht!

00:50:23: Ich hatte schon oft Teams die auch in diesen Konflikten lebten und wenn du dann wirklich tief gebohrt hast dann kamen raus.

00:50:30: Also sie mögen sich nicht, weil der ist doof und stinkt.

00:50:33: Bestehst du?

00:50:33: Die können es gar nicht festmachen!

00:50:36: Und dann habe ich einfach den... die hab' ich auf ein großes Blatt gestellt und die haben da ihre Rollen gehakt und durften die Rollen dann wechseln und mal jemals anders in einer anderen Perspektive sein.

00:50:48: Ich glaube so einen Perspektivwechsel und auch mal eine Spiegelung des eigenen Verhaltens was sagst Du denn?

00:50:53: ja gerade Das tut manchmal gut, wenn die Leute sich so voran haben in irgendwelchen Emotionen.

00:51:00: Ich sage immer Verschachtelungen, aus der sie kommen Sie ja nicht mehr raus.

00:51:04: Da muss man das auch mal katten und sagen jetzt ist es sehr gut.

00:51:08: Ansonsten glaube ich dass aus Interpretationen viel viele Konflikte entstehen.

00:51:15: Weil die Leute nicht sofort nachfragen, habe ich das richtig verstanden?

00:51:19: Sondern mit dem Eindruck gehen sich dann da was dazu machen, dass einem weitererzählen der macht noch etwas zu und auf einmal hast du einen Riesen diesen Fettfleck der sich ausbreitet.

00:51:28: so ein Konflikt weiß nicht wo er endlich herkommt.

00:51:34: Hast du schon mal quasi in höherebner Geschäftsführer Vorstand wie auch immer zwei Streitähne gehabt den du geholfen hast ohne dir aufm Blatt Papier zu stellen.

00:51:46: Also ich glaube, dass wir... Ich kann jetzt ja nur von meinem jetzigen Unternehmen sprechen.

00:51:52: Ich glaube das die das lösen würden, alleine lösen würde und man nicht auf dem Papier gestellt wird.

00:51:59: In der Ebene kommt man dann nur an wenn man auch konfliktfähig ist und eine gewisse Selbstreflexion mitbringt weil du kannst nicht davon ausgehen, dass du die Wahrheit hast sondern die Wahrzeit hat viele Facetten Und deswegen habe ich das noch nicht erlebt, dass es da nötig ist oder dass ich dabei helfen musste.

00:52:20: Ich höre mir manchmal was an wenn wir jemand erzählt hat ein Konflikt mit dem und dem und sagt dann sowas ähnliches was ich dir gerade gesagt habe.

00:52:29: übe es ihnen zu sagen.

00:52:30: aber sagst ihm sagst ihn musst du nicht mehr erzählen und nicht noch zehn anderen.

00:52:34: es muss dahin zurück wo die Quelle ist.

00:52:37: Und das sage ich oft, wenn mich jemand etwas erzählt.

00:52:41: Dass es irgendeinen Konflikt gab oder so.

00:52:47: Was würdest du sagen, was deine Mitarbeiter über dich sagen?

00:52:53: Oh, unterschiedlich!

00:52:54: Ich denke mal die Jungs mit denen arbeite ich im technischen Bereich... dass sie sagen, sie hat ein technisches Verständnis.

00:53:02: Das ist schon mal toll, dass wir miteinander arbeiten können.

00:53:05: Mit dem einen arbeit ich schon fünfzehn Jahre, weil zwischen uns gut funktioniert.

00:53:10: Ich glaube, dass ich für sie grundsätzlich da bin.

00:53:14: Ich glaube aber auch das zum Beispiel meine Assistentin mit mir manchmal ganz unzufrieden ist weil sie ja bald zu schnell geht.

00:53:24: also es geht bei mir ringsherum zu schnell und sie dann das Gefühl hat sie versteht nicht mehr was wir gerade machen.

00:53:32: Aber im Innovationsbereich bist du auch schnell, sonst hast du nicht lange eine Innovation.

00:53:37: Ich glaube sie ist manchmal ein bisschen unzufrieden mit mir weil ich dann denke es muss ihr doch sehen und wissen und so.

00:53:43: Ich erwarte dann dass die Geistiges Frau schüpfen kann und da bin ich wahrscheinlich dann stressig.

00:53:49: Ansonsten glaube ich das Sie wissen wenn sich immer helfe wenn irgendwie Not am Mann ist Und dass wir viel Spaß miteinander haben und unsere Weihnachtsfeiern spektakulär sind.

00:54:00: Wir gehen dann nämlich in die Vor-Airbrille, in die Sandblocks oder machen Helikopterflüge oder sowas aber wir machen keine... einen normalen Weihnachtsfest.

00:54:10: Würdest du jetzt von mir auch nicht erwarten?

00:54:15: Nee, würde ich nicht erwarte.

00:54:16: Was war die verrückteste oder die spektakelärste Weihnachtsferie, die ihr bisher hattet?

00:54:23: Die kommt jetzt erst noch, die kommt Ende des Jahres.

00:54:26: Da haben wir uns einen Flugsimulator gebucht und werden alle gemeinsam, weil wir ja auch zusammenfliegen mit einem Flugsemulator fliegen.

00:54:32: Das wird bestimmt schön.

00:54:34: Wollten wir alle machen?

00:54:36: Ja!

00:54:39: Sehr cool.

00:54:40: Also wer ja auch was von dir lesen will du hast ja damals bei meinem Buch mitgeschrieben der kann das da machen.

00:54:47: und alle die jetzt vielleicht mehr von dir erfahren wollen oder mal mit dir unterhalten Wollen die kontaktieren ich einfach bei LinkedIn.

00:54:56: oder wie machen sie das?

00:54:58: Genau, genau.

00:55:00: Da bin ich an meinen Fasten zu erreichen.

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