HC013 SEO ist tot: Warum ChatGPT dein Unternehmen in 3 Jahren unsichtbar macht | Gast: Gerdt Fehrle
Shownotes
Die alte SEO-Welt ist tot. Wer glaubt, dass Kunden in Zukunft noch brav blaue Links auf Google anklicken, verpasst den größten Shift der digitalen Geschichte. Generative KI wie ChatGPT und Co. recherchiert heute selbst und baut Antworten direkt zusammen. Das Problem? Die KI liest nur, was absolut fundiert und relevant ist. Wer hier nicht stattfindet, wird für den Markt in den nächsten drei Jahren schlichtweg unsichtbar.
In dieser Folge von Hard Calls spricht Multi-Unternehmer, Philosoph und PR-Profi Gerdt Fehrle Klartext über den drohenden Sichtbarkeits-Exitus des deutschen Mittelstands, radikales Vertrauen in der Führung und die Tücken des eigenen digitalen Vermächtnisses.
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00:00:00: Hard
00:00:00: Calls, der
00:00:01: Podcast über Entscheidungen die wirklich zählen.
00:00:04: Mein Name ist Gert Ferle.
00:00:06: ich bezeichne mich selber als PR-Berater, als Verleger und als Galarist.
00:00:14: Ich bin Zertifizierter Business Coach.
00:00:18: Ich habe eine NLP Ausbildung, ich bin NLP Master und nebenbei auch noch Autor von schön geistiger Literaturgedichten und Sachbücher.
00:00:27: Ja, das ist eine ganz schöne Wiede.
00:00:29: Was war denn dein
00:00:30: erstes Buch?
00:00:32: Mein erstes Büch war ein Gedichtbändchen im zarten Alter von Zweiundzwanzig.
00:00:37: Ganz großes Thema.
00:00:39: memento mori bedenke dass du sterben musst.
00:00:42: Was hat die dazu bewegend?
00:00:44: Ja
00:00:44: mit Zwei und zwanzig!
00:00:46: Naja also ich war nicht immer so fröhlich.
00:00:48: ja und ich bin nicht zusammen mal so nicht mit dem goldenen Löffel geboren.
00:00:53: Das meine jetzt aber mehr psychisch als materiell Und entsprechend Düster war eigentlich meine Stimmung damals.
00:01:01: Ich möchte sagen, mein Lebenstief war ich zwischen zweiundzwanzig und sechsundzwannzig.
00:01:06: Ich war nie älter als damals.
00:01:10: Gab es besonders einen Anlass, den du teilen willst?
00:01:13: Oder
00:01:14: warum ich jetzt das geschrieben habe oder was das
00:01:17: so... Wir sind ja hier bei Hard Calls.
00:01:19: Jetzt geht's ja immer um harte Entscheidungen und Wendepunkte.
00:01:24: Na ja, also tatsächlich war das sozusagen den sich... Den angehäuften Kummer.
00:01:31: Den ich jetzt tatsächlich nicht näher erwähnen will, familiär Eltern und so weiter.
00:01:35: Das kennt auf... In Spielarten kennen das viele leider.
00:01:41: Der Wendepunkt war tatsächlich es dann in Gedichtform zu fassen und schreiben war, obwohl ich eigentlich ein Musiker war.
00:01:48: Ich habe ja Konzertgitarre gespielt und spiel immer noch Kongas.
00:01:52: Schreiben ist trotzdem ein Metier, das ich da entdeckt habe.
00:01:54: Und ich hab mir sozusagen damals mein Koma von der Seele geschrieben indem ich Gedichte geschrieben haben die dann irgendwann mal auch veröffentlicht wurden unter dem Titel Bedenke dass du sterben musst.
00:02:07: Aber du hast ja das zu dem Zeitpunkt hast du noch studiert richtig?
00:02:10: Ja, ich war da glaube ich im dritten Semester oder so im vierten.
00:02:16: Germanistik und Philosophie tatsächlich.
00:02:18: Und abgeschlossen, bei Philosophien muss man das dazusagen weil Philosophies der Studiengang der am allermeisten abgebrochen wird.
00:02:25: nur zehn Prozent aller Erstsemester machen das Examen.
00:02:28: Weißt du warum?
00:02:31: Es ist Es scheint sehr unkonkret, würde ich mal vermuten.
00:02:35: Es ist langatmig und viel anstrengender als man denkt.
00:02:38: Philosophie ist kein Architeenfach sondern es ist schon ein Hardcore-Thema der sicherlich mit Informatik oder Jura gleichzusetzen ist wenn er es erfolgreich zu Ende führen will.
00:02:51: Es wird unterschätzt schätze ich.
00:02:53: Okay aber natürlich wie immer was du anfängst bringst du zu Ende
00:02:59: Stimmt, aber es war ein ganz schönes Gewürge wenn ich das mal ganz ehrlich sagen darf.
00:03:03: Also es hat seine Zeit gebraucht.
00:03:05: Gab's einmal einen Moment wo du darüber nachgedacht hast hinzuschmeißen?
00:03:08: Ja also ich bin ja ein rennitenter Charakter.
00:03:11: Ich habe sowohl eine schwierige Schulzeit als auch eine relativ schwierige Studienzeit und ich hab tatsächlich im siebten Semester durfte... bis zum sieben Semester praktisch nichts gemacht und habe dann auch aufgrund meiner poetischen Tätigkeiten mit einer Sondergenehmigung fertig studieren dürfen, aber dann aber mit Vollgas.
00:03:32: Also ich hab ziemlich gebummelt und in der Zeit einfach zwei, drei Gedichtbändchen geschrieben und ein kleiner Roman.
00:03:38: Also ihr habt nicht nichts gemacht, aber ich bin parallel zum universitären Betrieb gefahren sozusagen.
00:03:47: Und wie ging es weiter nach dem Studium?
00:03:50: Nach dem Studium, also meine Oberfläche nicht gesehen ist mein Wertegang eigentlich sehr konsistent.
00:03:56: Das hat immer mit Sprache zu tun und immer mit Kommunikation, immer mit Denken.
00:04:00: Ich habe dann durch eine Freundin... Also ich hab in Konstanz studiert.
00:04:03: Es war eine tolle Uni gewesen.
00:04:05: Man spricht sowohl in Philosophie als auch in der Literatur von der Konstanzer Schule, von der so genannten.
00:04:12: Das war gut.
00:04:13: aber Konstanz ist natürlich... Und ich glaube da beleidigt man keine Konstanz per Provinz!
00:04:18: Abgesehen von der Uni, extreme Provinz.
00:04:20: Man findet keine Jobs.
00:04:21: Es ist wunderbar lebenswert aber man findet keine jobs.
00:04:24: das heißt ich musste.
00:04:26: es war mir immer klar Ich muss da weg und ich wollte dann auch weg.
00:04:30: Und eine Freundin hat mir einen ersten HIV Job in einer PR Agentur hört hört Vermittelt und da durfte ich dann die allererste Zeit kopieren, Botengänge machen.
00:04:42: Das
00:04:43: klingt so spannend!
00:04:44: Das klingt wahnsinnig spannend bis sich dann tatsächlich gefragt wurde.
00:04:48: Du hast nicht eine Idee, kannst du nicht mal einen Text machen?
00:04:51: Du bist doch Philosoph... Das habe ich gemacht, er hat auch gleich Erfolg gehabt.
00:04:56: und dann habe ich die ersten Konzepte geschrieben.
00:04:57: Neue Kunden.
00:04:59: Tatsächlich agviriert.
00:05:00: mein Praktikums oder ja meinen Hivi da sein war zu Ende und nicht wurde per Berater.
00:05:05: Und das bin ich bis heute geblieben.
00:05:08: Was hatte ich dahin geführt?
00:05:11: Das wissen wir jetzt.
00:05:12: aber was hatte ich dazu geführt dort zu bleiben?
00:05:14: Was finde du daran spannend?
00:05:15: Das
00:05:16: ist eine sehr, sehr gute Frage.
00:05:19: Ich habe mir zwei Dinge vorgenommen im Studium ich will auf gar keinen Fall Journalist werden und auf gar kein Fall PR-ler.
00:05:24: Warum?
00:05:27: Ja weil ich natürlich sehr hochdrabende Pläne hatte und unter Poet hätte ich sie selbst in meiner Vorstellung nicht gemacht.
00:05:36: das Leben hat mich aber eingeholt und zwar auf eine angenehme Art jetzt nicht auf ne krasseart und ich bin dabei geblieben unter anderem, weil Kommunikation einfach sehr spannend ist.
00:05:46: Ich habe dann nach ein paar Jahren meine eigene Agentur gegründet und das weißt du vielleicht selber.
00:05:52: es ist eine fatale Entscheidung fatal im Sinne von Schicksalhaft ein eigenes Unternehmen zu gründen.
00:05:58: Es gibt vielleicht Charaktere die verlassen die eigenen Unternehmen leicht Die verkaufen auch leicht ich nicht Und ich bin unter anderem deswegen bei ihr geblieben.
00:06:07: Ich habe tolle Kunden, es hat sich schön entwickelt und dann hab' ich immer andere Sachen nebenher gemacht.
00:06:14: Als Philosophen-Germanist eine Agentur für technische Fachpreisarbeit zu haben ist ein Spagat auf einer Art, obwohl ich Technik mag und auch liebengelernt hab', aber das waren immer die anderen Dinge, die ich parallel zu meiner PR-Gintour machen konnte, dass ich dann auch ohne größere Krisen – kleinere gab es natürlich – in dem Geschäft geblieben bin und es ist ein hochspannendes Geschäft.
00:06:43: Für uns dann mal so wirklich ein bisschen tiefer ein.
00:06:45: also PR was steht da eigentlich dahinter?
00:06:47: Und was ist von einem kleineren Unternehmen bis zu einem größeren?
00:06:52: Was machen die so an PR?
00:06:54: Also die Unternehmen selber, da muss man ja sagen dass Deutschland nach wie vor ein PR Entwicklungsland ist.
00:07:01: Kommunikation wird in Deutschland immer noch relativ klein geschrieben.
00:07:04: das sind USA oder in anderen Ländern anders.
00:07:08: was sie machen ist also wenn jetzt mal von der Technischen Fachpresse, Arbeit ausgeht ist es doch sowieso diese technischen Unternehmen.
00:07:17: Die haben jede Menge News die entwickeln ja Produkte, die entwickelten Lösungen sind Systemanbieter und unser Geräte ist Menschen kaufen nicht die besten Produkte sondern Menschen kaufen die Produkte sie sich am Besten kennen.
00:07:32: Es nützt nichts einen genialen Ingenieur zu haben der Tüftel der eine geniale Lösung findet und keiner weiß es und keiner findet's.
00:07:40: Also das ist, was für technische Unternehmen das täglich Brot ist.
00:07:45: Das muss raus und das raus also an die Öffentlichkeit in die Welt.
00:07:49: Und das in die welt bringen, das ist unser Job.
00:07:52: Wie unterscheidet sich dann PR von Marketing aus deiner Perspektive?
00:07:56: Man sagt ja PR ist eine Teildisziplin vom Marketing.
00:08:01: Es ist ja ein Teil des sogenannten Marketingmix.
00:08:04: Das Entscheidende ist, dass viele Tätigkeiten im Marketing in One-Way anzeigen.
00:08:11: Die kommuniziere ich und bezahle dafür.
00:08:14: Ich weiß genau was drinsteht, zwischendurch in einer Anzeige.
00:08:19: Ich weiss genau wo sie platziert wird – fertig!
00:08:22: Also das ist One-way und monologisch sozusagen.
00:08:26: Und PR Kommunikation ist immer dialogisch.
00:08:28: Wir treten in Kontakt mit unseren Kunden über das, was wir bieten.
00:08:32: Das ist echt der entscheidende Unterschied.
00:08:34: Was waren so bisher die größten Erfolge da?
00:08:37: oder vielleicht auch unerwartete Momente?
00:08:40: Wir haben ja auch lange, das kommt aus meiner Erstagentur.
00:08:46: Das war eine Agentur, die auf Verlage spezialisiert hat.
00:08:49: Deswegen hatten wir auch sehr lange große Verlage als Kunden.
00:08:53: Da war wirklich ein ganz sensationeller Erfolg, dass wir für einen Kunden tatsächlich auf die Titelseite des Zeitmagazins gekommen sind.
00:09:05: Das ist schon ein tolles Highlight was auch sehr schwierig ist.
00:09:08: es liegt auch an den Publikationszügeln dass wir uns in der Brigitte platzieren konnten, also solche Highlights.
00:09:18: Also ich meine das ist jetzt nicht meine Vorliebe sondern die Vorliege vom Kunden und das war schon eine großartige Sache.
00:09:27: Und würdest du sagen, dass die Unternehmen allgemein zu wenig Geld dafür ausgeben?
00:09:33: Ja, das würde ich sagen.
00:09:35: Insgesamt ist es so PR hat eine Herausforderung, wenn ein Unternehmen sich dazu entschließt PR zu machen.
00:09:44: Und zwar ist so Kommunikation funktioniert eben leider nur kontinuierlich und es ist schwierig Kunden oder neuen Kunden vor allem und Kunden mit wenig oder gar keiner Erfahrung klar zu machen, dass es nicht Beutelschneiderei ist.
00:09:59: Dass wir nicht ein Jahresvertrag verkaufen wollen oder einen zwei-Jahres Vertrag sondern das die Kommunikation bestimmten Gesetzen folgt und diese Gesetze sind sozusagen anthropologisch Das ist der Mensch.
00:10:12: ja Der Mensch wird sich zunächst mal man glaubt immer die Medien machen uns weiß Wir wollen Neuheiten Ja aber diesen Neuigkeiten sollen nur scheinbar neu sein.
00:10:20: in Wirklichkeit wollen die Neuverpackte immer gleiche, die Wiederkehr des Immergleichen.
00:10:27: Das heißt ich muss wenn was tatsächlich neu ist, muss sich daran arbeiten dass den Menschen das vertraut wird und erstens ihnen vertraute ist nehmen sie es überhaupt auf!
00:10:36: Das heißt bei jeder Neuigkeit habe ich drei vier Kommunikationswellen die zunächst mal ins Leere laufen und dann fruchtet's und dann nimmt ein Journalist oder die Journalistin tatsächlich wahr.
00:10:49: Und wenn diese Hürde, die erste Hürdige genommen ist dann muss man weitermachen.
00:10:56: Das heißt es ist auch dann, wenn die Medien einen den Kunden sozusagen, die kennen ja nicht uns, zwar auch aber die kennen natürlich in erster Lide durch uns die Kunden Wenn sie das gewohnt sind, dann muss mal dranbleiben und dann wird's immer leichter und leichter.
00:11:12: Und das ist so.
00:11:12: mit den Monaten und Jahren wird PR immer kostengünstiger weil sie immer effizienter wird.
00:11:18: Aber unter einem Jahr ist es eigentlich fast schon fehlinvestiert.
00:11:26: Und das wirklich seriös rüberzubringen, das ist eine Herausforderung weil die Kunden natürlich bei uns sind vorsichtig.
00:11:34: Das sind ja auch gleich... Das sind schon Summen um die es da geht und deswegen ist es eine gewisse Arbeit da den Kunden zu überzeugen dass man einfach dran bleiben muss oder es im Grunde lässt.
00:11:51: Ja, also gut.
00:11:52: Man könnte ja jetzt auch sagen... Also nehmen wir mal ein spannendes Produkt.
00:11:57: Ich hab jetzt irgendwie zum Thema Nachhaltigkeit oder habe eine neue Seife entwickelt ohne Gedöns wie es Neudeutsch so schön heißt und die will ich jetzt verkaufen und ich will mein Nachhaltigkeitskonzept kommunizieren.
00:12:14: So, jetzt würde ich bei euch anrufen und dann sagt ihr ja kostet jetzt XY und sage ich das mir zu teuer mache ich selbst.
00:12:23: Und jetzt würde mich auf die Suche machen nach irgendwelchen Journalisten oder irgendwelche Magazine und Formate, die über mich schreiben wollen.
00:12:31: Da leuchtet mir ein dass es besser ist, dass sie bei jemandem zu machen der die Kontakte schon hat!
00:12:36: Oder?
00:12:37: Ja, es ist so.
00:12:38: Also erst mal interessanterweise haben wir tatsächlich für Seifen PR gemacht.
00:12:42: Das ist jetzt ein Konsumgut.
00:12:44: Wir sind ja auch spezialisiert auf Technik.
00:12:47: Tatsächlich haben wir aber auch früher Ausnahmen gemacht und tatsächlich auch fürs Seifen...
00:12:52: Ich glaube ihr habt noch einmal was für Bücher gemacht?
00:12:54: Ja, wir haben viel für Büchere
00:12:56: gemacht!
00:12:57: Glaub ich, da hatten wir schon mal die Zusammenarbeit.
00:13:00: Stimmt, stimmt, stimmt.
00:13:02: Aber bleiben wir mal bei der Seife einen Konsum-Gut.
00:13:06: Jetzt ist es so, ich sage immer PRs keine Rocket Science ja das keine Raketenwissenschaft.
00:13:11: Das kann natürlich in Wirklichkeit jeder machen.
00:13:13: Das Problem ist Ich brauche ein gewisses Talent also ich muss reden können ich muss schreiben können okay dass können viele.
00:13:20: dann ist so ich brauch eine gewisse Ausstattung also Investitionen.
00:13:24: ich brauchen Medienverteiler.
00:13:25: und dann vor allem ich braucht Zeit.
00:13:27: Ja weil die Zeit kaufen wir dem Kunden nicht zum Spaß ab sondern wir brauchen die Zeit um das Produkt oder die Lösung zu kommunizieren.
00:13:35: Wenn ein Unternehmen eine Kraft abstellt, die das macht ist es eine Inhauslösung des aller Ehrenwerts.
00:13:44: In der Regel ist es so dass diese Person nicht so spezialisiert ist Die braucht Einarbeitungszeit.
00:13:51: Sie braucht all diese Talente, die bei der PR-Agentur schon verifiziert sind.
00:13:57: Ja wir haben diese Leute, die diese Talende haben und dann ist es so dass auch die Firmen internen Menschen ganz gern noch zweckentfremdet werden also sich nicht auf die PR konzentrieren können.
00:14:11: Wenn das der Fall ist eine Inhauslösung genauso gut wie eine PR.
00:14:16: Eine PR-Agentur ist effizienter, weil sie das ausschließlich macht.
00:14:20: Weil es in der Regel schon Kontakte hat.
00:14:22: Wir haben ja bestimmte Branchen.
00:14:23: also zum Beispiel sind wir spezialisiert unter anderem auf den Maschinenbau und auf Robotik Und da sind wir natürlich wesentlich effizierter als jetzt und kostengünstiger dadurch als wenn ein Unternehmen jetzt jemand einstellt.
00:14:37: Also wir können PR kostet Geld aber wir sehen sicherlich in der Regel deutlich unter dem, was eine spezialisierte Fachkraft im Unternehmen mit allen Sozialleistungen und so weiter drum herum kostet.
00:14:53: Oder machen kann man es?
00:14:54: Ja!
00:14:55: Und was verändert jetzt KI in dem Ganzen?
00:14:58: Das ist natürlich eine hochinteressante Frage.
00:15:01: KI verändert nichts und alles in der PR Nichts, weil die Kommunikation immer so funktioniert wie sie schon vor hundertfünfzigtausend oder dreihunderttausenden Jahren funktioniert hat.
00:15:12: Ja ich habe einen Sender und ein Empfänger.
00:15:15: Und der Empfenger macht die Nachricht.
00:15:16: Das ist also das Kommunikationsmodell nach Fritz von Thun.
00:15:20: Der Empfiger verändert die Nachrichten und der Sender muss es so schreiben dass es der Empfinder so interpretiert wie es der Sende haben will.
00:15:29: Klar!
00:15:29: Das macht Sinn.
00:15:32: Das ist das eine, dass bleibt gleich.
00:15:34: da ändert sich KI nicht.
00:15:35: als aber KI maßgeblich vor allem für die technische Fachpresse Arbeit verändert und der schreibe ich tatsächlich auch gerade ein Buch und jetzt erscheint ein White Paper zu diesem Thema.
00:15:44: Es ist so.
00:15:44: KI braucht relevante Inhalte Die.
00:15:49: die KI reagiert nicht auf Klicks und auf wie soll ich sagen was heißt es?
00:15:57: Wie nennt sich das Wort, fällt mir jetzt gerade nicht ein.
00:15:59: Was relevant?
00:16:00: Nicht relevant sondern was macht Social Media die erzeugt... Ich nenn es mal Rauschen aber weil ich das richtige Wort nicht finde darauf reagiert KI nicht.
00:16:10: KI recherchiert selber glaubwürdige fundierte Inhalte zu einem bestimmten Thema also Brandschutz zum Beispiel.
00:16:18: Ich kann ein launiges Video veröffentlichen auf YouTube und es hat fünfhunderttausend Klicks Aber das erfasst YouTube, sorry, das erfasst KI nicht.
00:16:29: Weil es auf relevante Inhalte geht.
00:16:32: Das heißt jetzt mit KI wird die technische Fachpressearbeit eigentlich zu einem der stärksten verbündeten in der Kommunikation von Unternehmen.
00:16:43: mit der KI durch die KI und es wird auch langsam erkannt steigt die Notwendigkeit und die Relevanz von PR enorm.
00:16:52: Warum?
00:16:54: Die Recherchen ganz anders funktionieren.
00:16:55: Es geht es nicht mehr über Google, ich krieg keine Links vorgeschlagen sondern es geht eben über JGPT und Co.
00:17:02: Und die Recherche spucken Texte aus an.
00:17:06: diese Texte werden zusammengestellt durch Texte ja, textgeneriert Text Und eine KI kann nur finden, was im Netz ist.
00:17:13: Was im Internet ist und diese Inhalte die stellt technische Fachbräußer Arbeit seit eh und je zur Verfügung.
00:17:21: jetzt wird es aber entscheidend weil die Recherchen der Kunden der potenziellen Kunden findet nur noch im internet statt.
00:17:28: die gucken ja fast nichts anderes mehr an.
00:17:30: das heißt Was nicht im Netz ist, wird nicht gefunden.
00:17:33: Die Sichtbarkeit ist... Entschuldigung, warum PR so wichtig ist?
00:17:38: Im Zeitalter von KI ist gar nicht mal das ich Artikel platziere die eine Mordsreichweite haben schon aber sie müssen vor allem so geschrieben sein dass sie von KI als relevant erkannt werden.
00:17:52: und dann finden potenzielle Kunden mein Produkt oder meine Lösung aufbereitet im Internet.
00:17:58: Das heißt Ich werde sichtbar bei der Recherche durch die potenziellen Kunden.
00:18:03: Und wenn ich das nicht habe, dann bin ich selbst sehr erfolgreich.
00:18:08: Als erfolgreiche Firma heute werde ich in zwei, drei Jahren oder nicht mehr gefunden und damit Geschäft verlieren vielleicht sogar untergehen.
00:18:16: Das heißt im Zeitalter der KI wird technische Fachpressearbeit zukunftsrelevant.
00:18:22: Gut gepitscht!
00:18:23: Also wenn das Buch rauskommt...
00:18:24: Das hab' ich.
00:18:25: ...das wird gut verkauft.
00:18:26: Ich glaube auch.
00:18:28: Und deine Dienstleistung natürlich gleich mit?
00:18:31: glaube ich, hoffe ich zumindest.
00:18:33: Eine deiner Leistungen oder das was du tust haben wir eben schon gesagt sind ein Dutzend Bücher die du jetzt gerade geschrieben hast.
00:18:39: Das ist ja sogar ein Kinder- und Jugendbuch geschrieben?
00:18:42: Richtig!
00:18:42: Und zwar das was Du vorhin erwähnt hast.
00:18:44: Ich wünschte es mich...ich müsste nicht schlafen.
00:18:46: Das is'n Buch von Keith Haring.
00:18:48: Das nimm ich nen Zitat von KeithHaring dem Pop Art Künstler der jetzt bereits schon wieder in Vergessenheit gerät.
00:18:53: aber als ich dieses Buch schreiben durfte es war ne Auftragsarbeit vom Brestl Verlag War Keith Herring grad gestorben und ein super Hype.
00:19:03: Du bist ja ein Mensch, du suchst ja auch immer nach neuen Möglichkeiten.
00:19:06: Und irgendwie ... Du hast immer verrückte Ideen!
00:19:11: Du hast mir schon mal ein paar Tipps gegeben, denen bin ich auch gefolgt.
00:19:14: Jetzt bin ich gespannt was du noch auf Lager hast?
00:19:17: Also es ist so... Ich glaube, also wir haben ja über Powernapping gesprochen.
00:19:22: Stimmt!
00:19:23: Also Powernaipping und sagen mal mal Tipps zum besseren Schlaf sind zwei unterschiedliche Dinge.
00:19:28: ich kann dir mal so wie ich mit insgesamt mit schlafen umgehen bin auch ein Mensch der jahrelang also ich habe sozusagen ein exzentrisches Schlafverhalten möchte ich mir sagen gut oder schlecht ist etwas was sich abgewöhnt hat.
00:19:41: und das ist schon der tip eins.
00:19:43: wenn ich mein schlaf verhalten angucke dann empfehle ich es nicht zu problematisieren.
00:19:48: Ich nehme es hin.
00:19:50: Ich bin zum Beispiel zur Zeit, oder ich habe eine Phase in der ich bin einfach zwischen halb neun und neun Morgen abends totmüde... ...ich bin einfach totmütig!
00:19:58: Was mache ich?
00:19:59: Ja, ich gehe ins Bett.
00:20:01: Wenn ich dann um vier Uhr aufstehe oder einen drei- oder aufwache, dann zähle ich ein, zwei, drei... Dann hab' ich sechsundhalb Stunden oder fünf Stunden und das ist doch geil, das reicht doch für den erwachsenen Menschen.
00:20:11: Und ob ich am drei wach werde oder um sieben ist völlig irrelevant.
00:20:15: eigentlich ja Es ist das erste Sprachschlafverhalten.
00:20:19: Nicht problematisieren, sondern einfach mal angucken und schauen was es ist wie im Buddhismus.
00:20:25: Ich gucke hin!
00:20:26: Ich guck nur hin und bewerte nicht.
00:20:28: Das ist schon der Schritt eins.
00:20:30: Dann ist es so, ich schaue Tipp zwei beim Schlafen.
00:20:36: Was machst du damit?
00:20:37: Was machst Du mit der gewonnenen Zeit?
00:20:39: zum Beispiel in der Phase hast du nur vier Stunden Schläge oder nur fünf?
00:20:43: Und morgens um drei, ich wach oft auf zwischen morgens also drei zwischen drei und vier.
00:20:50: Jetzt bin ich nicht mehr so aktiv weil ich gelernt habe das zwischen drei-und-vier.
00:20:54: wenn man da Kaffee trinkt setzt man Cortisol frei und das sorgt für Bauchfett.
00:21:00: Ich hab jetzt bin ich übertrieben... Das
00:21:03: will ja keiner?
00:21:04: Das will keiner!
00:21:05: Weil es ist viszerales Fett und grundsätzlich hat mir der Optik gar nichts zu tun.
00:21:09: Es ist einfach sehr ungesund Und tatsächlich sei ich das nicht mehr mache, so früh Kaffee zu trinken ist mein Bauchfett praktisch gegen null gegangen und leider stehe ich aber halt nicht mehr um vier auf.
00:21:22: Das war den Kaffe hab' ich gebraucht!
00:21:26: Da muss man sich dann entscheiden was ist mir jetzt wichtiger?
00:21:30: Naja, also ich liege zum Beispiel im Betz gibt ja auch den Ruhezustand oder ich lese oder ich schlummer noch mal ein Praktisch nie macht, es ist nach Fünf oder Dreißig aufstehen.
00:21:42: Also zwischen Fünf und Fünferdreißig stehe ich immer auf und bin dann auch immer frisch!
00:21:47: Und dann trinke ich Kaffee allerdings nicht ohne vorher ein Glas Zitronensaft auf nüchternen Magen getrunken zu haben und eine Medjool Dattel gegessen habe bevor ich den ersten Schluck Kaffe trink.
00:22:00: Weil dann trinkt man ähnlich auf nütterne Magen und alles ist ganz wunderbar.
00:22:03: Das war der Tipp zwei also hinnehmen was is Und Tipp drei ist, wenn die Schlafqualität wirklich ganz schwierig wird.
00:22:16: Also ich habe irgendwann mal Schildkröten und Kraniche auf der Straße stehen sehen ja, aber ich gewusst jetzt muss ich zum Arzt!
00:22:25: Ich hab also überdimensionierte so dreimeter Schild kröten über die Straße laufen sehen natürlich als Schatten nicht so richtig.
00:22:32: Wer sagt das dir nicht da war Gerd?
00:22:34: Das ist wieder nicht so stimmt, wir sehen ja viel nicht.
00:22:37: Dennoch habe ich mir gedacht, ich sehe die Schildkröten aber den nächsten Lkw vielleicht nicht und deswegen bin ich da tatsächlich zum Arzt gegangen und es war nur ein einziges Mal.
00:22:49: Ja das sind so die drei Tipps für den Schlaf.
00:22:56: dann einfach zb Träume aufschreiben, Träime auswerten Wenn man träumt wenn man sehr wenig schläft dann reduzieren sich die Träumen.
00:23:05: Ich nehme meine Träume immer als Botschaften und ich habe auch schon Lebensentscheidungen nach meinen Träumen gefällt.
00:23:12: Mich von Leuten getrennt oder andere Entscheidungen getroffen, wo ich einfach gedacht habe, wow das ist jetzt so massiv dem gehe ich nach oder da muss ich... Das ist ein Warnraum oder sowas in der Art und das hab' ich dann auch gemacht.
00:23:25: Und dann werden Träime und Schlafverhalten plötzlich verbündete und nicht mehr Gegner.
00:23:32: Dein Schlaf ist dein Freund, liebe deinen Symptom wie dich selbst.
00:23:35: Sag Lacan!
00:23:37: Hast du da auch irgendwie was in der Schlafroutine quasi vor dem Einschlafen verändert für dich?
00:23:46: Nein nicht wirklich ich gehe nur konsequent.
00:23:49: einer beginnenden Müdigkeit gehe ich nach.
00:23:52: Ich habe mein Handy im Badezimmer also nicht im gleichen Raum.
00:23:56: Das schaue ich ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr an.
00:24:00: Insofern doch, also bin ich mir jetzt zu überlegen.
00:24:03: Und ich lese grundsätzlich noch ein paar Seiten bevor es Licht ausmacht immer.
00:24:08: Perfekt!
00:24:09: Jetzt bist du ja relativ viel beschäftigt und das heißt aber auch, du musst ja dann schon auch konsequent sein und diszipliniert so sagen, jetzt warst du das für heute richtig?
00:24:21: Hast du das immer schon so gemacht oder...
00:24:24: Leider nicht, erstens habe ich sehr kontemplative Phasen.
00:24:31: Ich habe mir also auch Jahre des etwas sich gehen lassen gegönnt.
00:24:37: Ich bin so ein Typ, das wird mein ganzes Leben prägen und ich hoffe dass es auch dem für den Tod zutrifft.
00:24:44: bei mir kommt alles auf den letzten Drücker.
00:24:46: Also ich bin eigentlich in allem seltsamerweise spätzünder Und manchmal lasse ich die Dinge... Es gibt Phasen in denen ich tatsächlich, ich nenn's jetzt mal Kontemplation gab Phasen, in denen ich nicht so überfleißig oder so viel beschäftigt war.
00:25:04: Und dann nach diesen Phasern – das war vor allem zwischen vierzig und fünfzig interessanterweise – danach habe ich extrem aufgeholt und
00:25:13: nachgeholt.".
00:25:14: Super!
00:25:15: Also wie viele Bücher hast du im Sommer eigentlich jetzt gerade veröffentlicht?
00:25:18: Das weiß ich gar nicht aber es werden zehn sein schätze ich mal.
00:25:24: Das kommt ein bisschen darauf an, wie man zählt.
00:25:26: Ich habe auch zwei Bücher geschrieben, die niemand richtig beachtet, obwohl sie am besten verkauft wurden.
00:25:35: Das heißt «Die schönsten Weltuntergänge».
00:25:41: Da ging es tatsächlich um Weltenuntergange, weil es war ja wieder mal einer angestanden vor ein paar Jahren und dann «Die Schönsten Weihnachtsgeschenke für Männer».
00:25:51: Diese zwei Bücher, die habe ich auch
00:25:54: geschrieben.
00:25:54: Zielgruppe Frauen oder?
00:25:56: Wie bitte?
00:25:57: Einfach
00:25:57: Zielgruppen Frauen...
00:25:58: Ja gewissermaßen, ja gewissem Maßen.
00:26:01: Was
00:26:01: ist der schönste Meinersgeschenke gekommen herausgeht?
00:26:05: Das weiß ich jetzt nicht, das weiß ich nicht mehr ehrlich gesagt.
00:26:09: Kein einziges Geschenk mehr aus deinem Buch!
00:26:13: Nein, das ist schon so lange her und es war eine Art Auftragsarbeit Und das habe ich so echt aus dem Ärmel geschüttelt, weil es einfach kolossal Spaß gemacht hat.
00:26:23: und nee, das weiß nichts mehr.
00:26:26: Sicher irgendwas technisches oder keine Ahnung.
00:26:30: Du hast so viele Bücher geschrieben und dein letztes Buch?
00:26:38: Das letzte Buch, das habe ich ja hier liegen.
00:26:39: Da war nicht ein Winschi-Prinzip rausgekommen.
00:26:42: Ich glaube, es waren zwanzig vierundzwanzig.
00:26:43: Nee!
00:26:44: Erste Auflage?
00:26:45: Zwanzig fünf und
00:26:45: zwanzzig.
00:26:46: Vierundzwanzeig zwei und vormundzwannzig Nummer
00:26:48: eins.
00:26:48: Richtig!
00:26:49: Vierunzwanziger war Victoria, ein liebes Romäntchen.
00:26:55: Da habe ich mal mich in einer Kurzform geübt.
00:26:57: Das hatte nur neunzig Seiten oder so.
00:27:00: Und die zwei Gesichter der Mona Lisa... Da habe ich vor weggenommen, was ich ja dann später als Stiftungsvorstand und Galerist erlebt hab.
00:27:11: Nämlich da geht es tatsächlich um die Mona Lisa und um den Hype, um dieses Gemälde – und das ist ein grimmie und ein temporreiches und wirklich spannendes
00:27:21: Buch!
00:27:24: Was führt dazu, dass du diese Ideen entwickelst, die du dann jener schreibst?
00:27:29: Also das ist, ich habe vorhin gesagt Texte entstehen durch Texte und bei mir kommen Ideen durch Worte.
00:27:34: Ich höre einen Satz also zum Beispiel hab' ich geschrieben wie Großvater den Krieg verlor.
00:27:38: ja da habe ich meine Meine Familiengeschichte aufgearbeitet.
00:27:42: Das der Drang dazu des Buch überhaupt zu schreiben ist entstanden Durch Spaziergänge mit meinem Grossvater.
00:27:49: Da war ich selber fünf Jahre alt ungefähr Und es war der Vater von meinem Vater Otto.
00:27:56: Und auf diesen Spaziergängen, da war ich auf der Höhe seiner Mandeltasche mit der Nase und in dieser Mandeltasche war Schokolade drin.
00:28:03: Deswegen ist das was ganz Entscheidendes.
00:28:07: Der hat auf diesen spazier gingen, wie das halt diese Stalingrad-Generation so gemacht hat, hat er vom Krieg erzählt.
00:28:16: Meine beiden großen Väter haben eine Kriege überlebt.
00:28:21: Mein Opa war Schlosser und war in einer Spezialeinheit, mein anderer Opa Füßiger und war bei der Raketenentwicklung nicht direkt an der Front für die Überlebenschancen.
00:28:33: Trotzdem haben sie natürlich schlimme Sachen erlebt als vor allem meinen Opa Ferle.
00:28:38: Er hat diesen fünfjährigen Knaben – so heißt er auch der Held des Buches – diese Geschichten aufs Auge gedrückt Und die haben gearbeitet.
00:28:46: Ja, ich war immer schon sehr fantasievoller Junge und war dann ein fantasievroller junger Mann und dann ein nicht mehr ganz so junger Mann und diese Geschichten habe ich verfolgt bis ich siechsundvierzig war.
00:28:56: Dann hab' ich gedacht, kurz die Türken sozusagen, das schreibe ich mir jetzt von der Seele... Der Anlass war, dass ich festgestellt hab', Sie hießen beide Otto.
00:29:07: Sie hatten beide blauen Augen!
00:29:09: Beide heirateten sie einen Mädchen namens Gertruth.
00:29:13: Das sind meine Großväter und so ging es los.
00:29:15: Und damit gings weiter und weiter bis dann das ganze Buch geschrieben war.
00:29:20: Also hast du auch ein bisschen Generationenarbeit gemacht einerseits für deine Generation, andererseits noch natürlich für dich, weil man selbst verarbeitet?
00:29:30: Ja also diejenigen die Eltern haben Und also die Kriegsjahrgänge waren, egal ob jetzt als Säugling oder meine Eltern war sieben Jahre lang.
00:29:42: Das waren ganz klassische Kriegskinder und diese Die Kinder von diesen Kindern sind die sogenannten Kriegsenkel.
00:29:49: Und die gelten auch noch als direkt betroffen, sie haben genauso zu verarbeiten wie die Kriegskinder und wie die eigentliche Kriegsgeneration.
00:29:58: Das habe ich für meine Familie – also für eine schwäbische Familie kommt auch Schwäbisch gesprochen in den Buch.
00:30:05: Ich übersetze es dann jeweils.
00:30:07: Das hab' ich sozusagen für meine Family gemacht.
00:30:10: Sehr schön!
00:30:11: Was ist dein Lieblingsbuch aus all denen?
00:30:15: Das ist eine sehr gute Frage.
00:30:17: Also tatsächlich finde ich wie Großvater den Krieg verlor, sehr gelungen.
00:30:22: Mir gefällt aber auch Mona Lisa und Victoria.
00:30:24: also das ist schwer.
00:30:26: Das ist so wie man die Mutter fragt, welches deiner Kinder magst du denn am liebsten?
00:30:31: Sie wird sich winden!
00:30:32: Sie hat eins, aber sie wird sich winden.
00:30:39: Also warum schreibst du eigentlich noch Bücher, wenn doch eigentlich gar keiner mehr Bücher liest?
00:30:45: Ja das ist halt ein großer Druckschluss.
00:30:47: Also das erstens mal Werdenbücher gelesen.
00:30:49: wir haben ja auch eine extreme Zeit hinter uns in der man nicht so raus konnte.
00:30:55: es haben die Verlage und Buchhandlungen sehr gute Geschäfte gemacht.
00:30:58: die Leute lesen durchaus und es gibt auch Untersuchungen dass vor allem Ich glaube, es ist also schon die GEN Z, aber auch die Generation Alpha hat genug vom Digitalen.
00:31:10: Da gibt's auf der einen Seite natürlich die Digital Junkies und auf der anderen Seite gibt sie wieder Lesen.
00:31:17: Mein letzter Besucher, der Frankfurter Buchmeisse ist jetzt vielleicht drei Jahre her oder so.
00:31:21: Da hat man auch gesehen es gab bestimmte Gen Alpha Verlage.
00:31:26: da sind die jungen Leute schlange gestanden.
00:31:30: Es stimmt nicht.
00:31:32: die Leserschaft nimmt langsam aber sehr langsam und unter Umstände in der ganz jungen Generation nimmt sie wieder zu.
00:31:39: Außerdem ist es so, wie der Satz und ging im Morgen die Welt unter so pflanzt ich heute noch einen Baum.
00:31:45: Das ist bei mir mit dem Buch... Ich schreibe ja die Bücher nicht unbedingt also schon auch aber nicht unbedingt wegen der Leserinnen und Lesern, wegen der Laserschaft sondern weil ich selber das brauche um klarzukommen, klar zu bleiben und was ihm einfach riesigen Spaß macht.
00:32:00: und wenn's selbstens keine Läser mehr gäbe, ich würde sie trotzdem schreiben.
00:32:05: Du hast jetzt, zwanzig-zwanzig nochmal neuen Verlag gegründet.
00:32:09: Was
00:32:09: war da der Anlass?
00:32:11: Naja das ist eigentlich ich hatte ja zwei tausend zwölftes große Vergnügen den Louisodor Verlag Gründen zu dürfen.
00:32:18: Das war ein Projekt von einem sehr betuchten Menschen Bernd Louisoder.
00:32:24: Da haben wir so richtig viel Geld gehabt und konnten uns so richtig austoben als Verlag.
00:32:29: Dann ist er Bernd Luisodor leider gestorben ohne den Verlag abgesichert zu haben weil es sehr plötzlich ging.
00:32:37: Da war eine Lücke zum einen und zum anderen gab es Anfragen.
00:32:40: Wir haben also aus einem Kunden-Dunstkreis ein Projekt übernehmen können, für das haben wir den Verlag gegründet und jetzt ist er da!
00:32:54: Und was ist so dein Ziel mit dem Verlag?
00:32:57: Das ist so, dieser Verlag ist explizit ein Auftragsverlag.
00:33:02: Also wenn wir selber einen Projekt haben zum Beispiel mein Buch jetzt das Da Vinci-Prinzip dann machen wir es für Stiftung und Galerie KKV in Leipzig.
00:33:13: Wenn der potenzielle künste Künstlerinnen und Künstl ausstellt, machen wir die Kataloge dann.
00:33:20: Es läuft auch über den Verlag weil wenn man einen Verlag hat, hat man eine ISPNummer oder ISB-Nummer Buch auch verkaufen, den Katalog verkaufen.
00:33:29: Also so reagieren wir als Verlag momentan auf Anfrage
00:33:34: sozusagen."
00:33:35: Okay, spannend!
00:33:36: Wenn du jetzt quasi in der Anfrage... also andersrum gefragt, wie beurteilst du ob jemand potent genug ist um ein Buch mit deinem Verlag zu veröffentlichen?
00:33:46: Ich habe es ja schon mal durch Screening geschafft und das ist ja schon
00:33:50: einmal gut.
00:33:56: Ja, aber wie beurteilt sie das?
00:33:58: Also es ist so.
00:34:00: Ich im Gegensatz zu vielen Verlegern gucke ich mir immer den Text an und brauche kein Exposé.
00:34:07: Ich lese soviel, dass ich brauche umzusehen.
00:34:10: Es wird taub oder es bleibt taub, sagen wir mal.
00:34:14: Oder es entzündet sich was.
00:34:16: Und ich meine, ich bin ja jetzt wirklich ein Vielleser.
00:34:18: Ich habe germanistisch studiert.
00:34:20: seit ich zwanzig bin beschäftige mich unter der Woche mit Büchern, mit Texten Und da hat sich natürlich eine bestimmte Sicherheit, was mein eigenen Geschmack anbelangt herauskristallisiert und ich glaube auch ein gewisses Qualitätsgefühl oder Empfinden.
00:34:35: Auf gut Deutsch schief macht es ganz subjektiv!
00:34:39: Ja gut, aber das ist ja subjektiv aus einer Erfahrungswert.
00:34:43: Weil du natürlich auch weißt was kann man aus einem Buch noch machen?
00:34:47: Ich weiß ja selber als ich das erste Buch geschrieben habe und mich Lektoren abgelehnt haben und gesagt haben sorry aber die Scheiße kann ich nicht lesen.
00:34:56: Da kam es so!
00:34:58: Das
00:34:59: würde ich nicht sagen.
00:35:00: Ja, aber schon ähnlich.
00:35:02: Die Duwürde ist sehr eloquent.
00:35:03: natürlich verpacken... ...aber in dem Fall war es jetzt nicht so.
00:35:07: Aber heute weiß sie schon was die meinten.
00:35:10: Wenn man da mal ein paar Bücher geschrieben hat dann merkt man auch okay bei einem ersten Mal hat's weder über die Zieggruppe Gedanken gemacht der rote Faden vielleicht im eigenen Kopf aber nicht auf den Blatt Papier.
00:35:22: Aber was wären so die Tipps, wenn jemand jetzt noch nie ein Buch geschrieben hat?
00:35:26: Was wären so diese fünf Tipps wo du sagen würdest das sollte man einfach beherzigen.
00:35:31: Also ich würde mal sagen Leidenschaften.
00:35:33: Mit KI-Hilfe
00:35:34: oder?
00:35:34: Nein, nein!
00:35:36: Das kann man also.
00:35:38: das Entscheidende ist wer gut schreiben kann der kann KI nützen.
00:35:41: Ich nutze KI ja jetzt nicht gerade für ein Buch aber für Artikel und so weiter.
00:35:46: da bleibt dann unter Umstände nicht viel übrig von dem was KI anbietet.
00:35:50: Aber ich sage ja Worte Texte entstehen durch Texte.
00:35:52: Ja dass es schon eine große Hilfe.
00:35:55: also zum Beispiel Wenn man so will, ist mein erster Tipp.
00:35:59: Fasse deine Gedanken zusammen und tippe sie in KI ein ja?
00:36:03: Und arbeite dann mit dem Ergebnis was dabei rauskommt wenn man die Kraft hat also wenn diese Person die Kraft hatte sich von dem geschriebenen auch zu lösen Wobei das nicht bedeutet, dass man das unbedingt ganz anders schreiben muss.
00:36:18: Man kann es auch übernehmen oder halt sehr nah dran arbeiten aber man braucht den Abstand um zu sehen.
00:36:25: ist es wirklich meins?
00:36:26: Oder muss ich's verwerfen?
00:36:27: Ich verwärfe sie in der Regel!
00:36:29: Aber das hilft trotzdem.
00:36:30: Das ist jetzt schon mal so.
00:36:31: ein Tipp dann ist es so...ich selber suche mir immer an...das kommt jetzt darauf an.
00:36:39: also Poesie und Roman Teil ich im Entstehungsprozess mit ein, zwei, drei Leuten die den ich wirklich vertraue.
00:36:51: Und was bedeutet Vertrauen?
00:36:53: Ich muss diese Menschen müssen mir die Meinung sagen können aber höflich bleiben wenn die Leute nicht höflig bleiben.
00:37:01: deswegen finde ich Lektoren.
00:37:03: die Werke zerreißen finde ich völlig verantwortungslos.
00:37:07: Wir wissen auch, dieser Klassiker Harry Potter wurde zweiunddreßigmal abgelehnt.
00:37:11: also liebe Lektoren und Lektorinnen Respekt vor der Arbeit die sich da Menschen machen.
00:37:16: er kann nicht nur sagen ja und deswegen suche mir da Menschen weil im Grunde jede Kommunikation und schreiben ist kommunikation.
00:37:27: ihr habt das Gegenüber braucht Also der Text, das ist Rezeptionsästhetik aller Kunst an zur Schule.
00:37:34: Der Text macht ein Leser nicht ein Schreiber und wenn ich kein Leser habe bleibt der Text stumm.
00:37:39: Erst wenn ich ihn jemand vorlese oder wenn jemand liest und sagt hey du so und so erst dann wird es einen Text.
00:37:45: Das heißt wie auch ein Tipp ob ich fünf zusammen kriege weiß ich nicht.
00:37:48: aber das wäre jetzt der zweite Tipp.
00:37:50: such dir jemand mit dem du diesen Text durcharbeiten kannst er vergnügen hat an deiner Arbeit mit dem Text, das ist ganz wichtig.
00:38:00: Aber das ist eigentlich das Allerwichtigste?
00:38:02: Schreib ihn fertig!
00:38:04: Das habe ich nicht immer geschafft.
00:38:05: Ich habe schon auch meine Skripte.
00:38:07: die sind noch nicht fertig.
00:38:09: Schreibe ihn fertig auf Teufel und komm raus.
00:38:13: Fertig!
00:38:15: Wenn du den Weg abkürzt, wenn du statt Hundertfünfzig seit nur siebzig schreibst, schreibe ihm fertig.
00:38:20: Der letzte Punkt macht aus einem Buch... eigentlich ein oder aus einem Text etwas, aus dem er dann was machen kann.
00:38:26: Das ist ganz das ist allerwichtigste überhaupt!
00:38:29: Das wären drei Tipps.
00:38:31: Dann Arbeite lass machfertigt.
00:38:34: Das heißt nicht nur schreiben sondern hör auf damit.
00:38:38: Lern am nächsten Text.
00:38:39: Verbesser nicht fünfzehn Jahre lang deinen einzigen Roman, sondern schreib in der Zeit fünf Romane und ent- oder zehn und entwickel dich.
00:38:47: Ganz wichtig auch immer neue Projekte anfangen abschließen lernen.
00:38:53: Ich habe mal von niemandem gehört, der hat gesagt man mehrere Bücher schreibt.
00:38:57: Dann hat man in einem Buch noch nicht... Hat man einfach nicht alles niedergeschrieben was man zu sagen hatte?
00:39:02: Also du würdest sagen nee kommt einfach veröffentlichen und veröffentlichten.
00:39:06: Ja ja, veröffnet unbedingt!
00:39:08: Und was würde ich so sagen?
00:39:10: jetzt ist es ja kann's ja aber auch wenn wir jetzt einfach nur veröffentlich sind machts jetzt aber keinerlei PR, keinerlei Marketing.
00:39:17: dann gibt's ja Leute die bunkern in ihrem Kellerbücher.
00:39:21: Red von hier.
00:39:23: Ja, ich habe natürlich auch noch ein paar von vielen und allen nicht.
00:39:29: Aber es gibt Bücher die sich gehen nicht so gut oder das dauert... Das ist egal!
00:39:37: Das spielt keine Rolle.
00:39:38: Das eine ist Markt und das andere ist der Schaffensprozess und das Buch erstellen.
00:39:44: Und mit manchen Büchern hat man Glück Viele Bücher werden gemacht und man weiß nicht, warum das eigentlich so ist.
00:39:51: Es gibt auch erfolgreiche Bücher die sehr gut sind natürlich viele aber ganz viel ist einfach Marketing.
00:39:57: Ich habe ja Verlagsbr gemacht ich kenne ja die Verlage und wie es funktioniert.
00:40:03: da ist meine Empfehlung macht kleine Auflagen.
00:40:06: Ja, das ist ein guter Aspekt.
00:40:09: Gibt's irgendwelche Sachen, irgendwelchen Bücher, die du einfach von vorn an ablehnen würdest?
00:40:13: Die du nie über deinen Verlag veröffentlichen würdest?
00:40:17: Ja, die gibt's.
00:40:21: Also wie soll ich sagen?
00:40:22: Zum Beispiel wenn sie eine bestimmte Gewaltverherrlichung zum Beispiel... Da gibt es jetzt auch natürlich Genres.
00:40:36: Wenn das eine bestimmten... Aber das ist echt schwierig!
00:40:39: Das muss ich wirklich sagen.
00:40:40: Gewalt ist schwierig.
00:40:42: Was ich überhaupt nicht leiden kann, das ist eine bestimmde Form von Frauenfeindlichkeit.
00:40:46: tatsächlich Und ich bin jetzt da kein, wie soll ich sagen?
00:40:49: Kein Engel.
00:40:50: Aber und es gibt auch schaurebedingt einen bestimmten Umgang in den Büchern mit dem anderen Geschlecht – mit Männern und mit Frauen aber auch das muss irgendwo ertragbar bleiben sozusagen.
00:41:04: Also da hätte ich zum Beispiel Schwierigkeiten...
00:41:07: Jen lest du in deinen Bücheren?
00:41:08: Nein!
00:41:10: Ich gender überhaupt nicht.
00:41:13: Ich sage Künstlerinnen und Künstlern, zum Beispiel wenn ich eine Ansprache halte.
00:41:17: Wenn wir eine Vernissage haben und ich als Gastgeber oder als Galerist begrüße ich dann spreche ich von Künstlerin und Künstler oder meine Damen und Herren oder so irgendwas.
00:41:26: aber ich gendern nicht weil oder nur bis zu einem bestimmten Grad Weil die Grammatik ist die Gramatik
00:41:38: Gut Punkt ja da ist es nix hinzuzufügen.
00:41:43: Also Gewalt, nicht sondern den Frauenfeindlichkeit wollen wir auch nichts mehr zu tun haben.
00:41:48: So unbedingt.
00:41:50: Politische Themen?
00:41:51: Politik ist immer!
00:41:53: Wir können gar nix unpolitisch.
00:41:55: also was wir hier machen das Politik.
00:41:57: wir schließen ständig indem wir so locker miteinander plaudern bestimmte Dinge aus und inkludieren andere ganz seit verständlich.
00:42:04: jeder der uns zuhört merkt unsere werte Basis auch wenn die nicht in Worte ausgedrückt wird.
00:42:10: Die Leute spürt auch, dass wir eine ordentliche Überschneidung in unserer Wertebasis haben.
00:42:17: Sonst würde das nicht funktionieren.
00:42:18: Das ist alles Politik und der Mensch ist ein Homo-Politikus.
00:42:23: Was mich nicht interessiert ist Parteienpolitik auch bestimmte Phasen, Ideologien oder Moden die Politik momentan zuhaufbietet.
00:42:39: Interessiert mich auch nicht weil das ich in zwanzig Jahren oder fünf Jahre schon wieder anders ist nicht so mein Ding.
00:42:47: wenn ich auch zum Beispiel schreibe dann suche ich immer das menschlich allzumenschliche also dass eigentlich das gültig menschliche das ist das was interessantes.
00:42:56: Das hat schon Goethe beschrieben, das hat Shakespeare herausgearbeitet.
00:43:00: Das findet man bei Homer und das ist die menschliche Konstante.
00:43:05: Das finde ich interessant.
00:43:06: Und wir wissen ja der Mensch findet nichts interessanter als den Menschen!
00:43:10: Und das sollte das Thema sein.
00:43:12: Aber pro menschliche Aspekt und alles was dazu gehört, was würdest du Jugendlichen empfehlen?
00:43:17: Die ja irgendwie... Guck mal!
00:43:18: Du hast es als Germanistik studiert.
00:43:20: Klar in der Schule irgendwie bei einem Abi hat man noch so ein paar Dinge die man lesen darf wo man vielleicht immer noch bisschen was drüber schreibt und sich mal hineinversetzt.
00:43:29: aber was würdest du Jugendliche empfehle wie man nochmal quasi an Literatur, an Germanistika wirklich rankommt?
00:43:36: Also ich würde erst die erste Empfehlung lesen, nur was dir Spaß macht.
00:43:40: Ganz wichtig!
00:43:41: Es ist völlig egal ob das Kataromane sind oder Katiforde oder Schülvern.
00:43:47: ja, was ich zum Beispiel als vierzehnjähriger verschl...oder als zwölfjähriger Verschlungen habe.
00:43:51: Das völlig wird schließt, was dir Spass macht und er unterhaltet.
00:43:55: wenn du jetzt in einem Buch- oder Bildungsfernenhaushalt aufwächst Nimm jede Chance, an Informationen heranzukommen.
00:44:03: Was gibt es in der Welt?
00:44:04: Das betrifft alles und das betrifgt Reisen, Kultur, Menschen, andere Geschlecht und Bücher.
00:44:12: Guck, dass du Anregungen kriegst aber lehst nur, was dir Spaß macht.
00:44:15: Das ist immer das Allerwichtigste!
00:44:17: Ja, das ist ein guter Aspekt.
00:44:19: Es gibt ja, wenn auch so früher in der Schule mal ein paar Leute gehabt haben, die gesagt haben, ich bin nicht so die Leseratorin oder ich mag das noch so.
00:44:26: Aber es war meistens auch aus einem Aspekt... dass sie so geklappt hat auf Anhieb, was vielleicht ein bisschen Schwierigkeiten hatte.
00:44:33: Vielleicht wurde man mal vorgeführt oder ein bisschen gestottert beim Lesen und hat dann für sich entschieden ich bin keine Leseratte.
00:44:42: Aber genau ist aber ein guter Aspekt weil wenn man ein bisschen mehr Spaß daran hat dann fällt es auch leichter und dran bleiben.
00:44:48: Ja und auch Geduld mit sich selber.
00:44:50: Also ich zum Beispiel, als eine frühe Phase des Lesens gab es so mit zwölf, vierzehn habe dann aber jahrelang wie besessen Gitarre gespielt oder eine Band gehabt ja also diese klassische Konzertgitarre aber auch dieses berühmte Dorfband geschrappelt und war dann Jahre das Musikmachen Zweck vom Lesen und dann hat sich natürlich diese Bandklassisch verkracht.
00:45:15: Ich hab mein Gitarrenlehrer wechseln müssen weil ich zum Studium gegangen bin, der war nicht mehr gut.
00:45:20: Dann habe ich mich entscheiden müssen, studiere ich Germanistik und Philosophie oder Musik und ich habe mich eben nicht für Musik
00:45:26: entschieden.".
00:45:26: Und dann war es Lesen wieder da!
00:45:29: Das ist dann auch geblieben.
00:45:31: aber natürlich gibt es Phasen wenn man eine Agentur neu gründet ja?
00:45:34: Da liest man abends nicht zehn Romane sondern hat mal andere Sachen im Kopf, andere Sorgen auch.
00:45:40: und dann kommt die Lesephase wieder.
00:45:41: also Geduld mit sich selber das gibt ja keinen Zwang.
00:45:45: lesen muss Spaß machen.
00:45:47: Weil jetzt hast du Bücher geschrieben, du hast einen Verlag und mit dreieinertausend Sachen gemacht gegründet.
00:45:52: Du hast Mitarbeiter.
00:45:53: Jetzt hast du auch ein Buch über Führung geschrieben.
00:45:56: Wir haben es ja eben schon angesprochen.
00:45:57: Und da ich ja... wir kennen uns ja nicht nur so sondern ich war ja auch mal deine Kundin und hab selbst erlebt wie schön die Stimmung bei euch ist und wie toll sich eure Zusammenarbeit anfühlt.
00:46:10: Und das hast du im Buch drüber geschrieben.
00:46:11: was kannst du mal so ein bisschen anreißen um was es da geht und was so deine Tipps sind?
00:46:15: Ich kann sogar vorlesen.
00:46:17: Ja, also es geht im Dasta Vinci-Prinzip um erprobte Kunstgriffe für lebendige Teams und menschliche Führung.
00:46:23: Und das meine ich auch tatsächlich so.
00:46:25: Da schlägt vielleicht auch eine alte humanistische Grundlebenseinstellung durch aber ich halte überhaupt nichts davon Menschen auszubeuten.
00:46:35: Ich weiß nicht warum das so Mode ist und warum die ganze Welt macht Es ist nichts Schöneres als mit Menschen, die in sich selbst ruhen.
00:46:43: Soweit man das als Arbeitgeber jetzt beeinflussen kann, die ihr Potenzial entfalten können und über Lob- und Anerkennung geführt werden und nicht über Angst und Tadell.
00:46:57: Und dann macht es das Arbeiten einfach wirklich Spaß!
00:47:01: Hast du das mal andersrum erlebt?
00:47:02: Also dass du beschissen geführt wurdest...
00:47:07: Also es ist so, ich war nie angestellt.
00:47:13: Ich war eine kurze Zeit bei dieser Verlagsagentur aber da war ich fester freier und war sehr schnell, habe ich mir als fester Freier eine gewisse Rolle erarbeitet und hatte auch nicht den klassischen disziplinarischen Vorgesetzten gehabt.
00:47:31: Danach habe ich dann meine eigene Firma gegründet Gründe, warum ich das so gemacht habe.
00:47:38: Ich bin nicht so gern... ...ich bin lieber Chef, sagen wir mal so und deswegen hab' ich das in dem Sinne nicht erlebt.
00:47:48: also ich war nie in einer Situation wo man mich hat quälen können und ich hatte das Gefühl, ich komme da nicht raus.
00:47:53: Das habe ich nie erlebt.
00:47:55: Ja.
00:47:55: Hattest du aber gleichzeitig auch mal Situationen wo du Mitarbeiter hattest, wo du quasi für dich gedacht hast, du gehst den richtigen Weg?
00:48:02: Aber es hat überhaupt nicht funktioniert?
00:48:05: Das ist nicht oft vorkommen, aber natürlich in den fünf und zwanzig Jahren Agentur muss ich mich von einzelnen Leuten trennen.
00:48:12: Manche sind ja schon von Anfang an da, aber man muss sich von Leuten trenne.
00:48:16: Es ist auch so... Ich habe mir auch überlegt zusammen mit meiner Kollegin, mit der Melle Giet wann funktioniert menschliche Team- und Unternehmensführung?
00:48:28: Das erfordert natürlich auch eine gewisse Reife der Kolleginnen und Kollegen.
00:48:34: Also wenn man einen Rappauken hat oder jemand, der einfach nicht... Es gibt Menschen die brauchen eine straffe Führung.
00:48:41: Sehr straffe Führungen haben dann auch ein Recht drauf.
00:48:44: Das ist etwas was ich nicht bieten will und wenn jemand in der Verfassung aus Versehen zu uns kommt passt es nicht weil ich auf bestimmte autoritäre Strukturen einfach keine Lust habe.
00:48:58: Das hat mit Kreativität und Kommunikation nichts zu tun.
00:49:02: Aber das hab' ich schon erlebt klar Und als mir das zum ersten Mal passiert ist, war ich auch sehr verzweifelt und habe auch an mir selbst gezweiflet.
00:49:10: Heute erkenne ich es, prüfe mich immer noch wenn es Probleme gibt aber da ziehe ich dann Konsequenzen und warte nicht mehr so lange, hab' nicht mehr tiefe Selbstzweifel.
00:49:24: Genau!
00:49:25: Das kenne ich, haben wir uns ja schon ein paar mal ausgetauscht über die Situation, ne?
00:49:28: Weil denkst du, was habe ich jetzt irgendwie falsch gemacht?
00:49:30: oder wo ist das auch?
00:49:32: Wo ist die Stimmung gekippt?
00:49:33: Das ist ja auch immer so das Ding.
00:49:36: Anfang sehr, ich bin dabei und irgendwann auf sein Recht behanen und ich bin hier aber angestellt und mir steht zu.
00:49:45: Ja richtig!
00:49:45: Das ist überhaupt ein ganz schwieriger Satz.
00:49:48: Ich bin hier nur Angestellter.
00:49:50: Das passt natürlich zur bestimmten Art von Team... nicht, wobei ich sagen muss auch ein menschlich oder lebendig geführtes Team und menschliche Führung braucht natürlich Regeln.
00:50:04: Also zum Beispiel wollte ich mal habe ich mal eine tolle Idee gehabt, jeder kann so viel Urlaub machen wie er will.
00:50:11: Ja, und ich hab gedacht wow wie geil alle gerade sich freuen überhaupt nicht.
00:50:15: Weil die sich sagen dann traut sich keiner mehr Urlaub zu machen.
00:50:18: ja das ist richtig und das habe ich auch sofort eingesehen.
00:50:21: das heißt wir haben schon wir haben Arbeitszeiten an dem er sich halten muss Wir haben eine Urlaube Wir haben Urlaubstage also diese normalen Regeln die zu einem funktionierenden Betrieb gehören die haben wir.
00:50:35: aber zum Beispiel kontrolliere ich nicht die Urlaubstage.
00:50:41: Wenn ich hier im Team jemanden habe, der mich um ein zwei drei täglichen bescheißt dann muss ich sagen das stimmt was nicht.
00:50:49: Also hattest du schon mal oder?
00:50:51: Nein hatte ich noch nicht.
00:50:52: also ich kontrolliere nicht.
00:50:54: ich krieg es aber natürlich manchmal mit.
00:50:56: ja also ich gucke einfach mal zufälligerweise auf eine weil es einen anlass gibt auf die urlaubsliste und hat noch nie nicht gestimmt.
00:51:03: okay das ist so super.
00:51:05: ja
00:51:06: wenn du wen für wen würdest du das buch jetzt empfehlen?
00:51:09: also es
00:51:11: Eigentlich für alle, wirklich für alle die mit Teams oder aber mit Kolleginnen und Kollegen zu tun haben.
00:51:20: Das sind Tipps drin, die man wirklich immer im Umgang brauchen kann.
00:51:28: Aber speziell ist es natürlich sobald nur zwei, drei, also sozusagen eine gewisse Person, wie sagt man, Personalverantwortung hat.
00:51:36: Und was ich auch gemerkt habe – Ich bin auch darauf gekommen das Buch zu schreiben weil es zum Beispiel auf Link in der Intensive Diskussion, eine sehr intensive Diskussion gibt zum Thema Führung und wie problematisch das für viele ist oder wie problemativ das anfühlt.
00:51:53: Und da muss ich sagen, also das Buch kann jemand lesen der zwei oder drei Menschen unter sich hat.
00:52:02: Oder das CEO von den Weltkonzernen.
00:52:05: Super!
00:52:06: Du hast ja mit all deinen Ideen und was du so machst würde man sagen, der Tag ist gefüllt?
00:52:13: Jetzt bist du aber relativ oft in Leipzig.
00:52:15: Du hast es eben auch schon ein bisschen angeschnitten.
00:52:17: Was machst denn du da alles?
00:52:19: Also es ist tatsächlich so dass ich nicht das Gefühl habe, dass ich so viel mache.
00:52:23: Also ich habe eigentlich nur Probleme mit Terminführung.
00:52:31: Dabei nicht mal mit den Terminen selber, sondern ich bin nicht so gut im Kalender verwalten.
00:52:36: Da hab ich auch Hilfe und Unterstützung gemacht.
00:52:38: trotzdem.
00:52:38: Sollte ich dir dann mal meinen Buch geben?
00:52:40: Kalendertatris?
00:52:41: Ja genau richtig das wäre was!
00:52:44: Aber sonst bin ich eigentlich, fühle mich nicht überlastet.
00:52:49: Zurück zu kommen auf die Frage Leipzig.
00:52:50: Ich bin tatsächlich viel in Leipzig, weil ich noch Vorstandsvorsitzender einer Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur bin, nämlich die Luise- oder Pfefferkornstiftung.
00:52:59: Das Stiftungsgeschäft ist die Fördering von zwei Künstlern Peter und Axel Pfefferkorn zum einen und zum anderen.
00:53:06: die Förderung von jünger Kunst und Kultur.
00:53:09: Und unser Stiftungszweck wird realisiert in Leipzig durch eine Galerie, durch die Galerie KK V. Die hat den Galeriebetrieb aufgenommen am zwanzigsten März, zwanziv fünfundzwanzig also vor etwas mehr als einem Jahr und wir sind da sehr fleißig.
00:53:23: Wir haben sehr viele Ausstellungen und die muss man organisieren.
00:53:28: Wir machen ein Team vor Ort aber ich bin zum Teil dreimal im Monat in Leibzig meistens zweimal Und zweimal zwei, drei Tage und dann muss man das Team organisieren.
00:53:40: Man muss mit Künstlerinnen und Künstlern sprechen, man muss künstler recherchieren usw.
00:53:47: Das ist so meine Aufgabe sozusagen schon als Galerist dort tätig zu sein.
00:53:54: Es macht
00:53:54: irre Spaß!
00:53:55: Ich
00:53:55: glaube ich dir also auch immer wenn wir sprechen oder davon erzählen Ich kann mich an die Anfänger
00:54:00: erinnern.
00:54:02: Und ja, das ist so schön wenn man begeistert ist und so wie du eben gesagt hast.
00:54:05: also es gibt immer eine Konstante PR aber es gibt neue Dinge die du dann
00:54:09: richtig ganz genau.
00:54:10: natürlich haben wir das große Vergnüge.
00:54:12: auch Wir sind schon auf technische Fachpresse Arbeit spezialisiert Aber wir machen die PR die Kommunikation auch für die Galerie.
00:54:20: Das ist sozusagen ein Rückgriff auf das, was ich mit der Verlagsbrille machen durfte.
00:54:27: Und jetzt machen wir eine intensive bunte Kommunikation auch für die KK-Fünf.
00:54:32: Das ist Instagram, das ist Video.
00:54:35: Das sind klassische Fachpreisarbeiterinnen, aber PR und Kataloge machen usw.. Das gehört alles dazu Darf, das war ausdrücklicher Wunsch auch des Gründers, des Stifters selber.
00:54:50: Das darf meine Agentur machen und es ist natürlich auch eine ganz tolle Sache unten ein schönes Gegengewicht zu dieser technischen Seite die ich auch mag.
00:54:59: aber zwischen schönes Gegengewicht
00:55:01: Ja Ich habe noch eine letzte Sache Und zwar hab' ich von dir gelernt dass ein Wikipedia Eintrag Auch so ein paar Tücken mit sich bringt.
00:55:12: Du hast natürlich einen Aber Warum sollte man nicht unüberlegt einerstellen?
00:55:22: Also ich habe ihn zuerst erstellt und dann hab' ich mir Hilfe geholt.
00:55:25: Und jetzt ist das so, wie ich mir's vorstelle.
00:55:27: Es habe ich den Wikipedia Eintrag gemacht, so eine Zeit in der Wikipedia würde ich mal sagen noch nicht so reglementiert war.
00:55:36: Da konnte man selber noch was reinhecken.
00:55:38: Dann haben die das natürlich geprüft, es gab sie immer schon... Aber vielleicht waren sie großzügiger oder vielleicht war ich auch nicht so schlecht.
00:55:44: Das weiß ich jetzt gar nicht, aber man soll... Es ist so was da drin steht, steht praktisch für immer drinnen.
00:55:49: Wikipedia wird nicht mehr gelöscht.
00:55:54: Es gibt ein Verfahren das kommt fast schon im Gericht im juristischen Verfahren gleich Und man sollte sich wirklich, wirklich genau überlegen und auch mit Experten zusammen was man da rein tut.
00:56:08: Wir haben einen sehr guten Experten der das auch den Mein Wikipedia Eintracht jetzt auf einen aktuellen Stand gebracht hat.
00:56:15: also ist schon ein Weile her.
00:56:16: aber vielleicht ja oder so weil was da drin steht, steht drinnen und es kommt bei mir jetzt auch wenn wir mich googeln bin ich relativ habe ich so einen prominenten Google Klassik, sonst irgendwas auftritt und so.
00:56:31: Und da steht halt alles dann drin.
00:56:34: Okay also erstmal überlegen und erst mal nochmal kurz bei euch anrufen bevor man denkt... Dringend!
00:56:38: Ich hätte auch gerne einen
00:56:40: dringenden.
00:56:41: Also heute würde ich sagen, ähm ...ich bin sehr glücklich mit meinem WGP der Eintrag aber ich glaube ich würde ihn nicht mehr machen.
00:56:48: Weil?
00:56:51: Naja weil er ist so gelöst von einem selbst.
00:56:55: Man hat eigentlich die Entwicklung oder das hat man nicht richtig in der Hand Und wenn wir redaktionell was dran machen, muss wird es gleich richtig teuer.
00:57:05: Weil das eben eine Experte dann macht.
00:57:07: Ansonsten funktioniert's nicht.
00:57:09: Also ist quasi nicht wie bei TikTok alles ein?
00:57:12: Nein!
00:57:13: Sekundenlang... also ich war noch bei TikTok und habe auch kein TikTok Account aber ich glaube dass es sowieso funktioniert.
00:57:20: Ich hab' auch keinen TikTok Account.
00:57:21: Ich bin nur auf Insta, aber so richtig aktiv bin ich auf LinkedIn und das einfach auch mein
00:57:28: Kanal.
00:57:29: Ja, also da alle die jetzt mit dir zusammenarbeiten wollen weil sie ein Buch veröffentlichen wollen das nicht von über Gewalt Frauen Feindlichkeit und anderen dem handelt.
00:57:41: Die Unterstützer mal PR brauchen, die Schlaftipps brauchen, um die einfach mal übers Leben philosophieren wollen und einen WGBDA-Eintag wollen
00:57:51: oder einen Coach brauchen ich bin zertifizierter Business Coach oder NLP Master also man kann mir einfach auch mein Gespräch führen.
00:57:57: einfach so
00:57:58: Das kannst du bestätigen.
00:58:00: Du hast immer gute Aspekte
00:58:01: und
00:58:02: andere, die man gut übernehmen kann.
00:58:07: Es war mir
00:58:07: ein Fest!
00:58:09: Mir auch hat so was von Spaß gemacht.
00:58:11: Vielen Dank dir und ich freue mich für uns wieder in München wahrscheinlich sehen.
00:58:15: In München schätze ich auch.
00:58:17: Jessica vielen Dank für die Einladung.
00:58:19: Danke dir.
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