HC012 Vollgas gegen die Betonwand: Warum dich harter Fleiß komplett zerlegt | Gast: Edgar Rodehack & Jan Fischback
Shownotes
In dieser Episode von HARD CALLS sprechen die Organisationsberater und Agile Coaches Edgar Rodehack und Jan Fischbach über den Moment, in dem ehrgeiziger Arbeitseifer ungebremst auf betonharte Konzernstrukturen prallt. Edgar teilt radikal ehrlich seine eigene Burnout-Erfahrung und erklärt, warum der Versuch, systemische Probleme durch persönliche Mehrarbeit zu kompensieren, ein absoluter Totalschaden ist.
Das erwartet dich in dieser Folge:
Die Fleiß-Falle: Warum junge Führungskräfte den Fehler panisch bei sich selbst suchen, anstatt das toxische Umfeld zu hinterfragen.
Der Mythos des allwissenden Managers: Warum die Erwartung, jede Schraube im Unternehmen selbst anziehen zu müssen, dich unweigerlich ruiniert.
Struktur vor Psychologie: Warum Alibi-Achtsamkeitskurse und „Wegatmen“ keine kaputten Systeme reparieren können.
„Take it to the team“: Wie echte Entlastung im Chefsessel funktioniert, wenn du aufhörst, alle Antworten vorzugeben, und die Fragen endlich ans Team zurückgibst.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hard
00:00:00: Calls, der
00:00:01: Podcast über Entscheidungen die wirklich zählen.
00:00:05: Ja also, Edgar fang mal an was war so?
00:00:07: Was war ursprünglich mein Lebenstraum?
00:00:08: Was wolltest du mal werden?
00:00:10: Also ganz als Kind wollte ich Hubschrauber-Pilot werden und fast geboren ja.
00:00:16: aber ich hab das schonmal erzählt.
00:00:18: Ich finde eigentlich schon dass ich ein bisschen was vom Hubschauber-Pilot habe so wie ich mir vorgestellt habe.
00:00:22: klar nicht das coole irgendwie in dieser Maschine zu sitzen und hoch und runter zu fliegen usw.
00:00:28: Aber was ich mache, ich fliege hoch.
00:00:31: Ich hab den Überblick... ...ich schwebe bei Menschen ein die mich zur Hilfe rufen sozusagen.
00:00:37: Versuch so gut wie es geht zu helfen und bin dann auch schon wieder weg.
00:00:42: Und das schreibt eigentlich meine Arbeit recht gut.
00:00:46: Das ist ein bisschen bitter weil man immer nur so kurze Momente hat eigentlich wo man mit Teams arbeitet worunter ich ein bisschen leide weil ich nämlich schon echt ein Teamplayer bin Und ich wirklich eigentlich auch gerne mit dem Team gerne Erfolge feiern würde, aber soweit kommt es meistens nicht.
00:01:03: Weil weil ich eben immer in der Zeitweise geholt werde und die Champions League gewinnen sie dann alleine und dann kann ich mir das im Fernsehen anschauen wie mein Team was sich eine beide begleitet hat an den Pokal hoch reißt ist aber auch okay.
00:01:16: Ich wollte
00:01:16: sagen dass das größte Kompliment
00:01:19: Ja, also das finde ich schon auch.
00:01:20: Das ist es schon aber ich würde halt auch gerne mal mit dabei sein bei der Meisterfire so zu sagen.
00:01:24: Ist ja dann schon ganz schön!
00:01:25: Ah Ecker, der Erfolg würde uns zu Kopf steigen.
00:01:28: Wahrscheinlich, wahrscheinlich.
00:01:30: Also tatsächlich sehe ich das schon ein bisschen.
00:01:34: insofern habe ich meinen Traum schon ein bißchen erfüllt.
00:01:39: Aber das war natürlich... Das war natürlich nicht mein wirklicher beruflicher Wunsch.
00:01:45: Ich wollte eigentlich mal, wirklich im Verlag eine verantwortungsvolle Position bekleiden.
00:01:52: Das war so mein Ziel eben um dann... weil ich bin ein Mensch der gerne liest und das ist so Kunst und so ist wirklich mein Ding eigentlich.
00:02:04: Ich mache auch sehr viel Musik.
00:02:06: also diese Arbeit, Kunst zu gestalten und dazu gehört ja Literatur auch dazu.
00:02:13: Dieses ganze Business hat mich total fasziniert und faszineert mir heute noch diesen kreativen Akt zu begleiten und zwar so dass man es eben auch noch verkaufen kann.
00:02:23: Das ist etwas was mich sehr faszinert hat lange und macht's eigentlich heute noch obwohl mich das Business heutzutage ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht hat, muss ich auch sagen und nach wie vor auch sehr enttäuscht.
00:02:36: Also eigentlich immer mehr.
00:02:37: wenn ich ganz ehrlich bin kann ich ja nachher ein bisschen was dazu sagen.
00:02:41: Hängt natürlich auch damit zusammen dass ich meine Vorstellung davon wie das zu laufen hat nicht so umsetzen konnte wie ich mir das gewünscht habe.
00:02:51: Und das hat teilweise mit mir zu tun natürlich, mit der Art und Weise.
00:02:54: Das schätze ich mal wie ich das wollte aber natürlich auch teilweise damit dass die Strukturen die ich davor gefunden habe doch recht stark waren und es halt auch nicht annehmen wollten.
00:03:04: so meine Ideen.
00:03:06: Lass uns mal da tiefer rein.
00:03:07: also wir sind in Jahr...
00:03:11: Ja gut wenn wir so anfangen ganz am Anfang, ich war mal Buchhändler gelernt, das war Anfang der neunziger Jahre und habe dann Germanistik studiert.
00:03:21: Und während beim Germanistisch Studium habe ich schon beim Verlag angefangen zu arbeiten, das waren die ganz ersten Anfänge sozusagen.
00:03:34: Und dann richtig losgegangen ist es, nachdem ich aus Irland zurückgekommen bin.
00:03:38: In Irland habe ich einfach eigentlich nur Englisch lernen wollen und da hab' ich auch und daneben hab' ja ziemlich viel gefeiert.
00:03:49: und da mich zurückgekommen und hab' dann wirklich... Ich habe meinen Berufs-Einstieg gemacht und das war in dem Jahr zwei Tausend drei.
00:03:55: Da habe ich für eine große Verlagsgruppe angefangen zu arbeiten als Projektleiter was er außergewöhnlich war, weil Verlage sehr strikt und silohaft organisiert sind.
00:04:05: Und die das eigentlich gar nicht gewöhnt sind, dass es übergeordnete Projekte gibt.
00:04:09: Insofern war das eigentlich eine ungewöhnliche Position, die ich da hatte.
00:04:13: Das hat mir allerdings viel Spaß gemacht, weil ich halt übergreifend über alle Verlage- und Silos hinweg agieren konnte.
00:04:20: Das ist so ein bisschen mein Spielfeld gewesen.
00:04:23: Das heißt damals dann hohe Euphorie?
00:04:26: Absolut!
00:04:26: Was hoch motiviert und wars bereit... Das
00:04:31: war eine lustige Zeit, Edgar.
00:04:32: Wir haben uns ja auch kennengelernt?
00:04:35: Genau!
00:04:36: Und zwar in der Firma... Also das ist so eine klassische Situation gewesen.
00:04:43: Die Verlage hat gesagt, gut dann machen wir es halt und ein übergreifendes Projekt.
00:04:47: Sondern die Frage, wo stellen wir denn den Menschen an?
00:04:50: Dann hat man mich in die Firma verräumt, wo er Jan gearbeitet hatte.
00:04:54: Räumt?!
00:04:55: Da habe ich ihm eine Firma veräumten.
00:04:58: Na ja, da angedockt halt.
00:04:59: Das war dann so wo ich halt mein Personal gemacht wurde und wo ich meine Kohle herbekommen habe.
00:05:04: aber ich war ein sehr freier Radikaler sozusagen und musste aber weil diese Firma eben für die wir da gearbeitet haben das war so ein Start-up, so ein internes.
00:05:15: Die waren eben anders als das, was ich so in den Verlagen kennengelernt habe.
00:05:20: Deine Aufgabe war etwas Neues zu machen und da war auch der Jan ganz gut aufgehoben weil der Jan nämlich so ... weißt du ja Jessica?
00:05:27: Du kennst den Jan jetzt inzwischen auch ganz gut!
00:05:29: Der Jan braucht es natürlich auch dass er immer wieder was Neues macht und das fand ich wahnsinnig toll damals weil wir halt einfach auch Bock hatten gemeinsam auch Dinge zu machen die die vorher noch gar nie gedacht wurden und uns auszudenken, wie können wir es denn umsetzen?
00:05:45: Und wie kriegen wir das alles
00:05:46: hin?".
00:05:47: Das war genau wie du sagst Jessica.
00:05:48: Es war wirklich sehr euphorisch... Also ich war natürlich auch jung!
00:05:53: Wir waren jung,
00:05:55: d.h.,
00:05:55: ich habe mich natürlich auch gefreut dass jemand verstanden hat, ah der Rodehack, er hat gute Ideen und dem hören wir jetzt mal zu.
00:06:07: Du kriegst halt einen Ritterschlag dadurch, dass du sie natürlich die Bauch pinselt und denkst dir so endlich hat's mal niemand erkannt.
00:06:16: Auch schon zu früh in meiner Karriere das wir es drauf haben.
00:06:20: Klingt dir das auch so
00:06:21: Jan?
00:06:22: Ja, ist war schon eine geile Zeit.
00:06:24: also ich hatte erst im Studium habe ich bei der Unternehmensberatung gearbeitet.
00:06:28: mein Chef ging dann weg und gingen dann in diese besagte Verlachsgruppe haben mich dann ein Jahr später gefragt, ob ich nicht rüberkommen will.
00:06:34: Und ich wollte nicht sozusagen in den Süden ziehen zu Edgar nach München oder woanders, sondern bin auch nach Hamburg gegangen.
00:06:44: und das war schon eine Aufbruchszeit weil als ich angefangen habe da waren wir zwölf Leute in der Firma und als ich ging waren wir über siebzig.
00:06:52: Das heißt, es gab eigentlich ständig irgendwelche Dinge zu tun oder Probleme zu lösen die diese Firma noch nicht erlebt hatte.
00:06:57: Also die war schon lange am Markt eigentlich was ein bisschen interne IT-Dienstleister.
00:07:02: und jetzt hat man versucht für diese ganze Verlagsgruppe mehr Leistungen da zu bündeln um die Qualität zu erhöhen oder auch im Kosten zu sparen oder um besseres Angebot zu machen.
00:07:15: Wir mussten immer einen Prozess erfinden das bisher noch nicht gab Edgar und ich, unser lieber Kollege Michael Frisch.
00:07:22: Wir waren zu dritter die jungen Wilden.
00:07:25: Wir mussten uns ständig neuen Herausforderungen stellen und natürlich ständig an, dass irgendwas nicht ginge!
00:07:30: Und da hatten wir unsere Vorstellungen im Kopf wie das zu laufen hatte... Und da haben wir natürlich nicht mit der Realität gerechnet, die zurückschlägt.
00:07:39: Unsere Erwartung und unsere Vorstellung wie das zu funktionieren hat passt natürlich überhaupt nicht zu den gewachsenen Strukturen, die dazu unserem Lehrmeister wurden.
00:07:47: Also eine Sache war dann natürlich schon auch wichtig... Das war nicht Zufall, dass wir uns in dieser Firma getroffen haben auch mit diesem Auftrag.
00:07:58: Weil es ist ja bekannt... Also vielleicht sollte ich das dazu sagen?
00:08:02: Ich bin system theoretisch geschult sozusagen, das ist meine Basis und von daher weiß man oder kann man das erklären, dass manche Dinge, manche Veränderungen aus einem System heraus nicht möglich sind.
00:08:19: Was die davor hatten, war schon schlau in... Also das konnten die Verlage aus sich heraus nicht leisten.
00:08:25: Deswegen also aus unterschiedlichen Gründen aber eben weil das halt system theoretisch sozusagen kann man das belegen dass es halt oder zumindest sehr schwierig ist.
00:08:33: deswegen wurde da eben so diese diese Firma genommen und wurde für unmögliche Aufträge sozusagen hergenommen.
00:08:40: Und da muss man natürlich auch ein spezielles Personal braucht man dann natürlich und klar dass man da eher jüngere Mitarbeiter, dass es hilft.
00:08:50: Weil die haben halt noch keine so Routinen wie ... Die
00:08:53: wissen
00:08:55: nicht das es nicht geht.
00:08:56: Genau!
00:08:57: Das Problem an der Geschichte ist... Die Ideen, die wir hatten, die mag ja sein, dass nicht alle immer super gut waren.
00:09:07: Quatsch!
00:09:08: Kinderquatsche?
00:09:09: Ja, die ein oder andere kann vielleicht irgendwie nur fünf und achtie Prozent irgendwie gut gewesen sein.
00:09:15: Kann ja sein.
00:09:17: Allerdings Wir hatten einen strategischen Nachteil nämlich, also ich zumindest wenn ich das mal so sagen darf.
00:09:23: Ich möchte jetzt nicht nur von Jan sprechen.
00:09:24: der Jan ist generell ein bisschen schlauer als ich.
00:09:26: aber was ich halt oder was wir einfach nicht hatten war diese Machtstrukturen auch und auch ich war auch einfach das waren total blinder Fleck für mich.
00:09:37: ich habe das einfach nicht bedacht Also zumindest nicht so wie ich es hätte bedenken müssen, das war gut.
00:09:42: Ich wusste wir haben das Becking von dem ganz obersten Chef der Verlagsgruppe ohne dass wäre gar nichts gegangen.
00:09:49: aber dann darunter wenn's darum ging über die Projekte zu sprechen und da irgendwie voranzukommen.
00:09:55: da wurden wir doch ganz gerne mal in der Telefonzelle schwindelig gespielt von den alten Hasen, weil die ja gesagt haben.
00:10:03: Ja, kommt ruhig und wir schauen dann mal ob wir das umsetzen.
00:10:08: Genau!
00:10:12: Wenn es wenigstens so offensichtlich gewesen wäre.
00:10:14: aber die haben das halt auf eine Art und Weise gemacht wo... Das Teil, das wir noch gar nicht genärgt haben.
00:10:20: Wir haben den auch ein bisschen unrecht getan.
00:10:22: ja also ich weiß noch wir haben bei einer Strategiesitzung abends da gesessen und wir waren natürlich auch gebaupinselt dass wir auch zu dem kreis gehörten der sich an der strategieentwicklung beteiligen darf Und die weiss so dass wir da abends mit dem chef gerogen haben.
00:10:34: ja nun gibt uns doch mehr macht dass wir das endlich durchsetzen können und so und Der war schlau genug uns diese mach nichts So.
00:10:44: Also wir mussten halt überzeugen und nicht sozusagen, Quaorda de Mufti irgendwas machen.
00:10:49: Wir hatten eh schon genug Freiheit.
00:10:52: Aber wir haben natürlich nicht berücksichtigt was da in dem Laden schon alles passierte.
00:10:57: Und was sie da auch aufgebaut haben.
00:10:59: Das heißt zumindest mir fehlt so ein bisschen die Empathie mich da reinzufinden, das habe ich dann hinterher schon gelernt.
00:11:05: ja also gerade deshalb auch Wenn man mit Menschen da arbeitet, muss man sich mit ihren Biografien beschäftigen.
00:11:12: Wenn man irgendwie Ergebnisse haben will und muss sie fragen kann zu mir helfen.
00:11:17: Und also nur mit einer Anweisung reinzukommen so machst du es jetzt so.
00:11:21: das kann ja vielleicht einmal funktionieren aber dass ist nicht nachhaltig.
00:11:26: ehrlich gesagt wir haben ich habe eine Ingenieurs Ausbildung auch ich hab keine Managementausbildung und sagen alle Leute die
00:11:32: ich
00:11:32: vielleicht aus dem aus dem BWL-Studium gekannt hätte oder die BWF studiert haben.
00:11:37: Die haben gesagt, ehrlich gesagt, wir haben auch keinen Management.
00:11:39: Das
00:11:39: gibt es ja auch nicht.
00:11:40: Es gibt
00:11:41: die
00:11:41: nicht!
00:11:42: Aber ich kenne das ja auch noch.
00:11:46: Ich war immer irgendwie überall die Jungs zu uns weiter und da fällt mir jetzt gerade eine Situation ein als ich noch beim Energieversorger war und da sollte ich quasi an der Posteingang Analyse durchführen und schauen was man optimieren kann.
00:12:04: Die Nummer war eigentlich ganz einfach, es gab eine Covertiermaschine die wurde aber nicht genutzt.
00:12:08: also es wurde händisch mit dem Daumen zweimal über jeden Brief genau diese Nummer.
00:12:15: das heißt es hat natürlich erstens seit ihr nach einem Tag den Daumen wohnt und zum zweiten haben wir natürlich ewig gebraucht.
00:12:21: wir
00:12:21: hatten
00:12:22: vier Leute um alle Briefe zu falten.
00:12:28: Also hab ich das ausgearbeitet, was wir sparen können.
00:12:32: Wenn wir jetzt einfach diese Kovertiermaschine nutzen und habe das natürlich nicht an meine Vorgesetzte weitergetragen erst mal, sondern ich dachte doch, wir sind doch hier im Team, da können wir ja schon besprechen... ...und hab das mit meinen drei kurz vor der Rente stehenden Teammitgliedern geteilt.
00:12:48: Das kam überhaupt nicht gut an!
00:12:51: Nicht
00:12:51: so gut?
00:12:51: Ja, weil wieso das denn?
00:12:54: Da verstehe ich
00:12:54: gar nicht.
00:12:54: Ich auch nicht.
00:12:55: Man hat bestimmt froh, dass ihr weniger zu tun habt
00:12:59: Dann haben wir ab elf nichts mehr zu tun.
00:13:03: Das ist ja Worst Case, weil die waren bereit ... Die letzten Jahre da einfach noch abzusetzen und das ist eine ähnliche Situation, die ihr jetzt da hattet.
00:13:11: Ich kann das super nachempfinden wenn man dann einfach denkt ich weiß jetzt alles.
00:13:15: Ich weiß jetzt auch was mich jetzt einfach noch hier besser machen kann?
00:13:17: Und es müssen wir jetzt einfach nur umsetzen!
00:13:19: Okay und ihr wart in genau diese Situation und seid... So ist es
00:13:23: genau.
00:13:24: Jetzt muss ich sagen, ich war ja im Projektleiter... das war wirklich sehr verrückt!
00:13:28: Ich habe einerseits eine Handvoll Verlage sozusagen koordinieren müssen auf Verlagseite und auf der anderen Seite hatte ich aber auch noch einen großen Kunden.
00:13:36: Das heißt, es war ein riesengroßes Projekt wo es wirklich wahnsinnig viele Interessen gab die unter einen Hut zu bringen waren.
00:13:44: also sowohl zumal Ich meine, das ist die einfachste Sicht.
00:13:47: Einmal Verlagseite, Handelseite aber auch innerhalb der Verlage gab es natürlich auch noch hunderte von Interessen wie du dir vorstellen kannst und ich habe jetzt vielleicht mein Licht ein bisschen unter den Schäfeln gestellt.
00:13:59: also mir war das alles schon klar und wir haben das Projekt dann auch zum erfolgreichen Abschluss gebracht.
00:14:08: Ich war schon diplomatisch genug, das hinzubekommen.
00:14:12: Trotzdem war es wahnsinnig anstrengend und ich habe mir sehr viele Konflikte gegönnt... Also unwitzend, sage ich jetzt mal.
00:14:26: Weil ich viel zu einfaches Weltbild hatte auch.
00:14:28: Also Jan hat gerade gesagt, ich war Ingenieur und bin kein Ingenieur aber meine Welt ist trotzdem so.
00:14:34: wenn ich ein Projekt habe dann denke ich in Prozessen.
00:14:36: Ich denke in Abläufen und das ist meine Sicht der Dinge und ich hab halt dann natürlich schon gemerkt ja gut ich muss die politischen Interessen mit bedenken usw.. Aber das allererste ist immer, was haben denn die Leute?
00:14:50: Es ist doch vollkommen klar.
00:14:51: Da hat doch jeder etwas davon.
00:14:53: wenn wir das so machen wie wird es sie gerade in unserer Prozessdokumentation hier aufgemalt haben?
00:14:58: und so einfach ist es halt nicht.
00:15:01: Das ist leider die Erfahrung die ich machen musste.
00:15:04: Auf der anderen Seite wie gesagt haben ja viele Dinge wirklich auch gut umsetzen können nur dann irgendwann mit der Zeit kam halt so ein.
00:15:13: also zumindest bei mir Das ist dann eine andere Geschichte.
00:15:16: Nach dem Projekt bin ich rausgegangen aus dem Projektgeschäft, aus dem Großen.
00:15:21: Ich habe für einen Verlag gearbeitet und hab nach einigen Stationen für eine andere Verlagsgruppe was Ähnliches machen wollen, ein paar Jahre später mit mehr Erfahrung.
00:15:32: Interessanterweise bin ich halt da gescheitert auch aber eben an den Strukturen.
00:15:38: Da habe ich eigentlich das wiederholen wollen, was ich damals gemacht habe als erstes Großprojekt Und auch mit demselben Elan, ehrlich gesagt.
00:15:48: Aber da waren halt einfach nochmal die Strukturen noch mal anders und da bin ich... hat die Euphorie alleine dann und die Erfahrung, die ich bis dahin gemacht habe, leider nicht mehr ausgereicht.
00:15:57: Da hab' ich dann ziemlich gescheitert, ehrlich zu sagen.
00:16:00: Also persönlich!
00:16:01: Die Abteilung, da war der Auftrag eine Abteilungen aufzubauen.
00:16:05: Die habe ich dann auch aufgebaut.
00:16:06: aber ich persönlich bin auf der Strecke geblieben und das war natürlich schon hart.
00:16:12: Ich weiß noch nicht, welche Bilder wir im Kopf haben von Führung und Teamleitung.
00:16:16: Und Teams ... Es gibt ja diese Fernsehteams, das A-Team.
00:16:20: Ja?
00:16:20: Kann einem Kappenkrank auf der Brücke mit seinem Team, wo ganz viele Rollen vergeben werden.
00:16:25: Aber das echte Leben hat halt andere Teams!
00:16:27: So... Und sind das überhaupt
00:16:28: Teams?!
00:16:29: Und ich weiß nicht, Jessica, du wirst auch so ein Teamerfahrungen gehabt haben, wo du wahrscheinlich dachtest, in meinem Kopf war dieses Team aber anders oder hatte eine andere Vorstellung Und das dauert, glaube ich, eine Weile bis wir so lernen was gute Teams sind.
00:16:42: Genau!
00:16:43: Was war das erste Team für dich?
00:16:44: Wo du sagst ist das ein geiles Team?
00:16:46: Das erste geile Team.
00:16:50: Nicht alle auf einmal.
00:16:52: Nein, ich muss gerade überlegen.
00:16:53: also jetzt besagte Energieversorger da waren wir in unserem Marketing dabei.
00:16:59: es wird natürlich weiß jetzt nicht mit jedem Wow aber das war schon und das ist ja immer auch jetzt den größeren Unternehmen hast ja irgendwie ein paar Leute Das sind so die jungen Wilden, die immer reißen wollen und da hatten wir ein paar von.
00:17:15: Und unter diesen jungen wilden das war schon ... Da hatten wir eine echt coole Dynamik weil wir einfach so... Wir wollten Stromverträge verkaufen also wirklich nicht mal ein geiles Produkt!
00:17:26: Null
00:17:27: Ja.
00:17:28: Aber wir dann so, ja, jetzt machen wir SED-Strom draus und dann hatten wir tatsächlich die Lizenzrechte von SED gekauft und haben in Hamburg Promo gemacht und standen vor den Baumärkten und haben gesagt, ey, wir haben einen geilen Stromvertrag und die Kunden haben gesagt aber der ist doch doppelt so teuer wie mein aktuelles.
00:17:46: Und wir so,ja!
00:17:47: Aber wenn du jetzt abstehst kriegst du noch eine Käufelbox dazu.
00:17:55: Es war irgendwie ein geiles Produkt, was uns begeistert hat.
00:17:59: Sondern irgendwie so eine Sache glauben und das lag natürlich aber auch in den Marketingleiteren weil der sehr starker Visionär war und dann immer irgendwie gut begeistern konnte für etwas bis wir es selbst geglaubt haben dass das ne gute Idee ist.
00:18:16: Aber die stärkeren Visionäre hatten wir auch mit Hans und Pitt zum Beispiel Edgar Das
00:18:20: stimmt definitiv Und eigentlich auch Tatsächlich auch mit dem Chef von der Verlagsgruppe.
00:18:27: Der hatte das auch gut im Blick, ehrlich gesagt.
00:18:30: Da habe ich mich schon wiedergefunden und der hat dann eben auch uns gute Chefs gegeben.
00:18:34: so sehe ich das zumindest.
00:18:35: wahrscheinlich sagen die Chefs sie haben sich gute Leute geholt aber Ich finde wir sind gut versorgt worden mit Chefs.
00:18:45: Und es ist aber eigentlich auch der springende Punkt weil Es geht schon auch darum dass du Menschen, mit denen du Zusammenarbeit das natürlich ein Common Ground hast.
00:18:55: Also musst du natürlich schon den zumindest überwiegend denselben Spirit haben und dich eben auch auf einen Ziel irgendwie verständigen können.
00:19:06: Das finde ich ist schon wichtig!
00:19:07: Und es sind ja leider keine ausgesprochenen Dinge, sondern es wird nie so explizit, sondern das ergibt sich halt so... Wenn du mich jetzt fragen würdest könnte man das reproduzieren von damals.
00:19:24: Wäre schwer, oder Jan?
00:19:25: Also ich meine klar, man könnte den Versuchsaufbau nochmal ähnlich versuchen zu gestalten aber ob es denselben Effekt hätte weiß ich nicht.
00:19:34: Okay also für mich sagen wir wäre nicht so Haare.
00:19:41: Na ja gut, ich sag mal Edgar ist jetzt auch
00:19:42: nicht so gut.
00:19:43: Ja genau!
00:19:44: Also letzte Woche auf unserer Konkurrenz für die Hörer, die das nicht wissen und uns auch nicht sehen... Er hat keine Haare mehr und ein Kollege kam rein und sagt uns lange nicht gesehen, sagte Mensch ihr seid aber ganz schön grau geworden.
00:19:56: Ja wenn er ganz nüchtern sagt geht so.
00:20:04: Also was sind denn für euch Merkmale oder von so einer guten Situation?
00:20:10: Ist das der gute Chef?
00:20:11: ist es die Situation?
00:20:12: ist das Produkt oder offensichtlich nicht?
00:20:14: Ja, Jessica hat ja gerade gesagt.
00:20:16: Also es ging ja sehr stark mit dem Marketingchef zu sammeln oder?
00:20:20: Das fandest du gut?
00:20:21: was der ...
00:20:23: Ich würd's nur gern... das ist jetzt nicht abschließend gemeint weil ich glaube dass es immer irgendwo ein Visionär geben der halt komplett gut verkaufen kann was wir hier machen wollen und warum.
00:20:38: Das wichtigste ist, jetzt denken wir alle okay.
00:20:40: Wir haben verstanden warum wir das hier machen?
00:20:41: Jetzt rennen wir!
00:20:44: Aber und das glaube ich... das ist das Problem wenn jemand rein visionär ist und es darunter niemanden gibt der das quasi strategisch treiben kann weil dann sind immer Visionen und wer Vision hat hat große Visionen.
00:21:00: Und dazu gehören viele Ideen und die sind ganz selten durchdacht bis ins letzte Detail, sodass sie umsetzbar sind.
00:21:08: Und dann musst du ja wirklich schon Experten haben die genau wissen was sie wollen.
00:21:12: also du willst jetzt sagen ich bin jetzt der Visionär und ich möchte jetzt zum Mond fliegen.
00:21:17: okay so.
00:21:18: und jetzt habe ich da eine Truppe von Menschen die begeistert je heilt sich da jeden Tag an und sagt wir können das schaffen wir können es schaffen ist gut schon mal geschafft.
00:21:25: So jetzt gehen wir alle in die Garage und geben Gas machen.
00:21:28: vierzehn Stunden am tag versuchen wir eine Rakete zu bauen aber wir haben niemanden an der Hand der uns sagt Das bedeutet einfach, die Mannschaft ist müde irgendwann und denkt sich Mensch das geht überhaupt gar nicht.
00:21:44: Man kann eigentlich gar nicht so hoch fliegen!
00:21:46: Und dann sind sie sauer und haben keinen Bock mehr.
00:21:48: Und das glaube ich ist das Thema.
00:21:50: wenn nun rein visionären Kopf hast
00:21:57: Ja, das ist so ein bisschen auch die Idee von dem Teamrat.
00:21:59: Das es in jedem Team irgendwie unterschiedliche Leute aufbraucht um Ideen nach vorne zu bringen und der eine spinnt die Ideen und der braucht aber genau den, der gegenüber sitzt und sagt ich setz das jetzt auch um, der selber hat aber wieder keine Ideen usw.
00:22:12: Also so ne Mischung... also wenn ich an meine guten Teams denke würde ich immer sagen da wann?
00:22:19: In gewisser Hinsicht haben wir alle sehr ähnlich getickt was so unseren Ehrgeiz angeht, aber in anderer Sicht waren wir alle komplett unterschiedlich und konnten auch unterschiedliche Instrumente spielen.
00:22:29: Und das hat es auch ergänzt, das war natürlich auch schwierig weil man sich immer wieder in den anderen hineinversetzen musste.
00:22:34: Weil gerade in kleinen Teams musst du zum Beispiel den Job vom Anderen übernehmen können wenn der nicht da ist.
00:22:40: Und dann sitzt du denkst wie hätte er das noch gemacht?
00:22:42: Wie war das jetzt noch so?
00:22:44: Fällt dir dann schwer?
00:22:46: Ich habe irgendwie ein Störgefühl.
00:22:48: ich möchte ja sehr ein Podcast und kein Seminar an der Uni Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob die unsere Annahmen richtig sind oder beziehungsweise... Ich möchte mal versuchen so zu fassen.
00:23:01: Ähm... Ich glaube es ist gar nicht gut wenn wir Teams haben, die zu hundert Prozent sich dieser einen Sache mit Haut und Haar verpflichten.
00:23:14: Ich glaube das ist für manche Situationen für Teams, ist das vielleicht gut?
00:23:18: Wenn man sagt so hey Leute jetzt durchziehen hier die nächste Woche damit wir das geschafft haben dann ist es gut.
00:23:24: Aber was wir halt nicht vergessen dürfen ist, wir müssen ja auch den Betrieb dann organisieren.
00:23:31: Und das ist für Menschen wie mich damals auf alle Fälle – das kann ich auf alle fälle sagen – aber wahrscheinlich gilt es auch ein bisschen für einen Jan so wie ich ihn kenne oder für Visionäre insgesamt die sagen halt... Geile Idee, geil!
00:23:44: Und die haben die Idee noch gar nicht, wie du richtig sagst Jessica, noch gar nichts zu Ende gedacht.
00:23:49: Wissen schon ist eine geile Idee und das machen sie dann schon und sind schon wieder bei der nächsten geilen Idee.
00:23:57: Das ist ein bisschen so die Schwierigkeit.
00:23:58: Das heißt wir brauchen eigentlich mal Teams... also gut es ist jetzt schon wieder sehr rationalisiert und das hat mein Business.
00:24:04: aber Wir müssen schon daran denken dass wir dann auch diese Ideen wenn sie da einmal fertig sind Leuten übergeben die halt dann permanent zum Mond fliegen.
00:24:13: Der hat
00:24:13: ja so eine richtige Spaßbremse, oder?
00:24:15: Man muss da bis zu seins Ende denken jetzt!
00:24:21: Also du willst grad sagen dass wir uns schon überlegen wollen wie wir noch irgendwie mit Sauerstoff uns versorgen können wenn wir dann auf dem Mond sind.
00:24:27: Das wäre
00:24:28: z.B.
00:24:28: hilfreich zumindest für die Leute die da einsteigen.
00:24:30: ehrlich gesagt also ich bleibe am Boden.
00:24:32: aber für die die da hochfliegen
00:24:38: Ziel waren wir auch hinfliegen, sondern
00:24:40: atmen können.
00:24:41: Genau.
00:24:41: Ach zurück müssen wir auch noch!
00:24:43: Hier war das tatsächlich auf dem Rücksblick auf den gleichen Platz und nein, da ist ein neue Flupdicket.
00:24:48: Ich sage es deswegen weil ich glaube dass mir das ganz gut gelungen ist in diesem Projekt damals eigentlich die Leute mitzunehmen.
00:24:56: Das war mir damals schon bewusst.
00:24:57: aber das ist natürlich immer die Gefahr wenn du was Neues machst, dass du das vergisst Abwert ist, wenn dann die Experten, die das machen müssen.
00:25:07: Wenn die dann die Hand geben und sagen so, aber wenn wir das machen, dann haben wir dann hinten raus diese und jenes von mir.
00:25:14: Da bedenken Träger schon wieder.
00:25:16: Stehen auf der Bremse und wollen wieder nicht.
00:25:21: Das ist echt wichtig dass man sich das für gegenwärtig.
00:25:24: Das gehört halt mit dazu.
00:25:25: bei dem ganzen im Coaching heißt es Öko Check und den davon im ganzen Projekt dann da nicht vergessen.
00:25:33: Okay, jetzt haben wir den Visionär.
00:25:34: Wir haben die unterschiedlichen Leute.
00:25:36: Was gehört für euch noch zum guten Team dazu?
00:25:39: Geld!
00:25:40: Geld?!
00:25:41: Ja, man müsste es ja irgendwie finanzieren.
00:25:43: und aber mit Geld meine ich auch dass also eigentlich mein ich Business Case Also weil einfach irgendwie eine geile Idee umsetzen Die Vereinen irgendwie toll ist und wie andere sagen Lame oder können wir nicht die brauchen weiß ich nicht.
00:25:57: das finde ich ein bisschen schlecht.
00:26:01: Ich finde, das ist schon wichtig.
00:26:02: Also eigentlich könnte ich sagen wir brauchen ein Warum und dieses Warum muss vielleicht nicht jeder irgendwie ganz toll finden.
00:26:09: aber zumindest verständlich muss es sein dass ich sage okay meins wäre es nicht aber gut wenn das das warum ist für unsere Firma dann mach' ich's halt.
00:26:16: Ja also ich denke auch wenn du jetzt ewig an was rumbaust und hast keine Ahnung wie du damit jemals Geld verdienen willst einem Startup Investoren irgendwie wird eng ja oder generell sind jetzt um die finanzielle Schwierigkeiten Dann wirds halt auch irgendwie nicht mehr lustig.
00:26:30: Also ich hab das schon verstanden.
00:26:32: Geld jetzt nicht im Sinne von hohe Gehälter, sondern genug Geld da um die Ideen, die dann halt umzusetzen sind auch wirklich ins Leben zu rufen.
00:26:40: So
00:26:40: ist es und ich habe auch nichts gegen hohe gehälter also... Nein!
00:26:44: Ich auch.
00:26:48: Wenn ich an die Teams denke den ich gerne viel gearbeitet habe war's auch immer so dass wir viel Zeit miteinander verbracht haben oder uns auch häufig gesehen haben.
00:26:59: Also das finde ich auch wichtig, dass man sich halt wirklich begegnet und gegenseitig befruchtet.
00:27:04: Und da einfach ein Austausch hat der konstruktives und wertschöpfend.
00:27:11: Ja also ich habe ja auch mal einen Buch geschrieben über Online-Meetings und wie man das alles ganz teuer machen kann usw.
00:27:15: Ich glaube dann natürlich daran... Also ich hatte absolut keinen Bock mehr von Montag bis Sonnerstag beim Kunden abzuhängen an irgendeinem Hotel und so wollte ich alles nicht mehr machen.
00:27:25: aber ich bin auch völlig eurer Meinung.
00:27:28: Es muss irgendwie, musst du dich mal sehen irgendwo abends hingehen und mal über was anderes reden.
00:27:35: Gerade so in den SAP-Umfeldern.
00:27:37: Ich glaube ich habe letzte Woche schon geschwärmt.
00:27:39: wenn Ronny und Fabian das jetzt hören, die feiern mich auch!
00:27:41: Ich feier sie natürlich also mein Manufacturing Exclusion Team, also richtig Shopfloor Team
00:27:46: usw.,
00:27:48: weil wir gut über gute Teams reden da... würde ich das immer noch mal als Beispiel nehmen.
00:27:53: Und da ist es halt wie gesagt, dass es nicht nur ... Wir haben viel Zeit miteinander verbracht!
00:27:56: Viele Goal Lives und ich meine das Ehe drei Schichtensystem
00:27:59: usw.,
00:28:00: aber auch Commitment im Sinne von wir wissen genau wenn wir das jetzt nicht durchziehen dann brennt sie ja So, ja und das ist halt auch so ein Thema.
00:28:12: Das habe ich eigentlich von meinem Papa gelernt.
00:28:14: der war Bergmann und da hat immer das Thema Kameradschaft ganz oben gebracht weil er gesagt hat wir gehen zusammen runter und wir gehen zu Samen hoch.
00:28:24: Egal was passiert.
00:28:26: und wenn ihr heute irgendwie Situationen von damals erzählt also ich meine waren hier sehr engen Raum ohne Toiletten Aber das ist ja, ich meine du bist zusammen auf engstem Raum und du hast eine Aufgabe die es zu erfüllen.
00:28:42: Und danach gehst du wieder zurück.
00:28:44: Ich mein eigentlich kann man keinen besseren Leitfaden haben um dafür zu sorgen dass das Team gut funktioniert.
00:28:52: Ja
00:28:55: Es
00:28:55: finde ich total nachvollziehbar und Commitment würde ich sagen hatten wir damals schon jahren und zwar so unausgesprochen Nur eine Geschichte.
00:29:05: Ich habe also da diesen ... ähm, ich hab da diesen Schock bekommen und dann hieß es ja rufen sie mal jetzt in Hamburg an bei den Kollegen und melden sich mal bei Herrn Frisch.
00:29:18: das weiß noch der war der erste.
00:29:19: Bei Michael Frisch habe ich mich gemeldet zuerst und... ich weiß gar nicht ob ich das irgendwie so erzählen darf.
00:29:25: wir haben mit Michael... Wir
00:29:26: sind doch unter uns oder?
00:29:28: Das
00:29:28: hört doch keiner zu!
00:29:29: Hört er keine zu!
00:29:31: Jedenfalls Habe ich gedacht, gut rufe ich an.
00:29:37: Der kann ihnen helfen.
00:29:38: und dann habe ich da angerufen.
00:29:40: das witzige war Ich hab erst mal gedacht die haben mich verwählt weil der Michael frisch muss man wissen kommt aus aus der Nähe von Nürnberg Und hat einen entsprechend prägnanten Dialekt Fränkisch.
00:29:52: Also ich habe jetzt in Hamburg angerufen und ja bist du richtig und so weiter.
00:29:58: Und dieses, weil Commitment hieß und das war der allererste Kontakt den ich hatte.
00:30:05: Der Michael wusste nicht wer ich bin aber er wusste ich habe einen Auftrag und der Michael war committed dazu was auch immer die HGV für ein Auftrag bekommt von welcher Seite auch immer sich zumindest anzuhören und dann eben zu unterstützen.
00:30:20: Das ist das Commitement was wir da hatten und das gilt ganz genauso auch für den Jan.
00:30:26: Da gab es einfach die Situation, dass ich mit einem Problem gekommen bin und da jemand gesagt hat so es gibt mich nichts an.
00:30:36: Klar, wir hatten alle viel zu tun.
00:30:38: vielleicht hat man mal gehört du ich kann jetzt gerade nicht aber man hat sich trotzdem geholfen.
00:30:42: und das ist einfach schon eben das was auch unter gutem Team Leben und Teamwork verstehe dass man sich halt committed, als Team zu arbeiten und sich auch verantwortlich machen zu lassen.
00:30:54: Auch und verantwortliche sein für das Gesamtergebnis.
00:30:58: Egal in welchem Silo ich jetzt hier sitze oder in welchen Aufgaben bereiche ich hier sitse.
00:31:02: Dass man zumindest ja dieses Verständnis und diese Commitment hat.
00:31:06: Jetzt wird da ein bisschen bei größer der Organisation wird desto weniger wird klar für wen arbeite ich eigentlich?
00:31:12: Und dann leidet dieses Commitement unter einem kleinen Team Wissen eigentlich alle, was auf dem Spiel steht oder wenn Dinge nicht funktionieren oder kaputt sind und deswegen hängt sie auch wieder rein.
00:31:24: Weil der jetzt hat ja das an meinen Feierabend im Zeichenwitzfall, der da dran glauben muss.
00:31:28: Da hab ich keinen Bock drauf.
00:31:30: Wenn ich das aber durch Strukturen verwässere und dann sagen wir mal zehn Leute brauche um Problems zu lösen wo ich sonst eine Person gebraucht hätte... verwässert so ein bisschen die Verantwortung und dann kann ich natürlich nichts mehr leisten.
00:31:43: Und ich glaube dabei sind sich halt viele auch die Zähne aus an solchen Strukturen, die irgendwie nicht mehr für Commitment geeignet
00:31:50: sind.".
00:31:50: Und genau so ist es mir dann ergangen.
00:31:52: also ich habe dieses Projekt dann für die andere Verlagsgruppe das hab' ich wirklich mit sehr gerne angenommen weil ich wusste ich kann das auch weil ich hatte ja schon bewiesen, dass ich es kann.
00:32:03: Es war irgendwie hart und wahrscheinlich war das auch nicht besonders gesund was ich alles gemacht habe, keine Ahnung die Stunden ich da gearbeitet hab waren sicher auch übertrieben und so.
00:32:10: aber ich wusste ja schaffe.
00:32:13: Und ich habe es aber dort nicht geschafft, also wie gesagt die Abteilung habe ich schon hingestellt, aber mit einem übermäßigen Einsatz von mir selbst und zwar nicht deswegen weil ich das alles alleine machen wollte sondern weil weil ich die Rahmenbedingungen hatte, weil das einfach eine andere Kultur da war und da mich doch ehrlich gesagt allein gelassen gefühlt und ich war auch allein gelassend und ich hab mich aber so lokal zu der Aufgabe verhalten dass sie gesagt haben wenn ich einen Job mache, dann mache ich ihn auch und dann gebe ich vorher nicht auf.
00:32:45: Und das war der Fehler!
00:32:45: Ich hätte einfach erkennen müssen dass die eigentlich die Rahmenbedingungen für so ein neues Projekt einfach nicht gegeben sind und deswegen hätte ich eigentlich Reißleide ziehen müssen und sagen müssen Schade!
00:32:58: Ich hatte gehofft, dass die Kultur so ist wie ich sie brauche persönlich auch weil ich bin Teamplayer wie gesagt aber eben auch für dieses Projekt.
00:33:08: Also wie soll man ein unterfinanziertes noch dazu Projekt nur mit einem Superman stemmen?
00:33:15: Das geht nicht, also das ist eine verrückte Aufgabe und deswegen war der Fehler in ich gemacht habe.
00:33:22: Es wäre ja ein Hard Call gewesen damals quasi von selbst die Hand zu heben und zu sagen es schafft sich mehr oder nicht.
00:33:28: unter diesen Bedingungen hast du aber nicht und das hat er für dich körperlich und mental vieler Auswirkung.
00:33:36: Ja, ja genau.
00:33:37: Also psychisch und dann würde ich noch seelisch auch dazu fügen.
00:33:41: Wobei dieses Thema natürlich echt sehr komplexes und weitest fällt ist es auch klar das kann man sicher nicht nur an der Arbeit aufhängen aber da hat es natürlich seinen Ursprünglern gehabt dieses Problem also da hat sich die Krise halt dann total manifestiert und daran haben wir natürlich auch sehr viele Dinge ablesen Wie gesagt, nur dort zu verorten.
00:34:03: Aber sehr viel ist davon und wenn wir hier über Team sprechen wollen oder die Lehren, die ich daraus gezogen habe für gutes Teamwork Ich glaube meine Ansätze, die hätten per se schon gut funktionieren können.
00:34:18: Ich war halt bloß im falschen Milieu muss man einfach sagen.
00:34:20: also dadurch ist das nicht zum Fliegen gekommen.
00:34:23: Die Abteilung gibt es immer noch.
00:34:25: Die läuft auch noch.
00:34:27: Aber so, wie ich das führen wollte und so reibungslos, glaube ich läuft sie halt nicht.
00:34:33: Also trotzdem kann man sagen, sie läuft noch.
00:34:35: also insofern ist alles so gesehen gut gelaufen zumindest für die Abteilung und die Verlagsgruppe.
00:34:40: Für mich war es halt ein bisschen bitter.
00:34:43: Wir fanden also zwei Punkte auf Edgar, die interessant finde.
00:34:46: Erst mal eine junge Führungskraft würde er immer erst einmal an sich zweifeln als an der Situation.
00:34:52: Die würde ja sagen Ja Ich bin schlechte Projektmanagerin, ich bin schlechter Teamleiter Die würden es ja immer auf sich beziehen und die alten Hasen wissen ja schon, wie der Hase läuft sozusagen.
00:35:02: Die würden sagen, ah mal ruhig, lass mal die Covertiermaschine in den Ecke einstauen.
00:35:09: Das ist der eine Punkt und deswegen müssen wir auch diese Geschichten erzählen für die jungen Führungskräfte, die uns hier nachfolgen.
00:35:17: Und der andere Punkt ist also ich hätte keine Sprache gehabt um auch zu drücken dass das Umfeld das Problem
00:35:24: Also,
00:35:25: ich würde sagen ja der und der ist schwierig oder die Frau hilft mir nicht oder so.
00:35:29: Genau.
00:35:30: Aber
00:35:31: ich hätte niemals gesagt dieses Umfeld anders gestalten damit das hier funktioniert.
00:35:36: Ja
00:35:38: genau es war bei mir natürlich genauso.
00:35:40: also sowohl dass ich die Fehler bei mir gesucht habe weil wenn was nicht läuft dann dann ist es so tief in uns drin also nicht bloß in mir sondern glaube ich auch in uns allen weil ich glaube dass wir alle so auch erzogen werden Dass wir halt erstmal die Lösung auch bei uns, also sowohl verorten wir das Problem bei uns als dann natürlich auch die Lösung.
00:36:01: Weil wenn ich irgendwie mit meinem Chef nicht klar komme was habe ich gemacht?
00:36:05: Ich hab mir privat einen Coach gesucht der mir Tools oder Hilfestellungen geben soll damit ich mit meinem chef klarkommen dass Es natürlich auch an meinem Chef liegen könnte, oder dass es an dem Miteinander liegen könnte.
00:36:19: Das ist mir gar nicht in Sinn gekommen ehrlich gesagt.
00:36:21: Mehr muss er dir legen ja?
00:36:22: Das war bei der Grundschule so... Mama!
00:36:24: Der Herr Steiner hat mehr einen Hinterkopf gehauen.
00:36:27: Ja da wirst du verdient haben.
00:36:29: So ist das.
00:36:30: mein Beispiel ist das was ich auch letzte Woche auf dem Scrumyer gesagt habe wenn Wenn ich irgendwie Latein oder irgendeinen Fach nicht blicke und das ist bei mir öfter mal vorgekommen, Mathe zum Beispiel war bei mir so ein Ding.
00:36:44: Mein Lieblingsfach?
00:36:46: Dann hieß es natürlich nicht, ja das liegt daran dass du vielleicht noch gerade irgendwie zu jung bist um gewisse mathematischen Dinge einfach noch nicht erfassen zu können.
00:36:56: Man weiß ja heute zu sagen, dass das Gehirn irgendwie räumliches Vorstellungsvermögen braucht und manche mathematische Dinge zu verstehen zum Beispiel oder dass der Lehrer vielleicht irgendwie das auch einfach nicht gut erklären kann oder dass es irgendwie irgendwelche anderen Dinge da für zuständig sind, dass ich deshalb gar nicht blicke.
00:37:13: nein die Antwort ist immer gleich ja setz dich halt hin und lernt es.
00:37:18: Und so lernen wir, dass wir das Problem sind – gerade auch im Management.
00:37:23: Also wenn man sich mal überlegt wie die Managementrolle eigentlich definiert ist?
00:37:27: Das ist der allwissende Mensch über alle Prozesse und der muss zu jeder Zeit genau wissen wo gerade in welcher Situation welche Schräubchen gerade irgendwie schief reingetreten wird.
00:37:37: Also das ist die Vorstellung davon was wir von Management haben.
00:37:42: Das ist natürlich verrückt heutzutage bei den komplexen Aufgaben, die wir zu bewältigen haben im Teammanagement.
00:37:47: Ist es absoluter Wahnsinn so was zu denken?
00:37:50: Muss
00:37:50: man nur länger arbeiten länger.
00:37:52: Ja länger genau und ich muss mich noch mehr reinfinden.
00:37:55: Ich muss die Dokumentation hier noch lesen und eben das ist ja genau das was sich was der Jan auch sagt.
00:38:00: also damit mit solchen Weltbildern gehen wir durch die welt Und das habe ich dann tatsächlich gemacht.
00:38:06: ich habe dann länger gearbeitet und und damit verschärfe ich ein Problem Und zwar ein großes Problem.
00:38:12: Ein großes Problem ist dann noch größer, wie geworden.
00:38:16: Du hast ja... Burnout ist ja immer so ein bisschen inflationär aktuell genutzt, wie ich finde?
00:38:21: Der hat gesagt, dass sie Burnout hatte!
00:38:27: Das erste Mal, wir sprechen schon seit einer dreiviertel Stunde und jetzt ist das Wort endlich gefallen.
00:38:32: Ja es war ein Burnout.
00:38:33: Es war wirklich ein ausgewachsener Burnout genau.
00:38:40: Also wenn stell dir vor Also ich meine unter dem Strich, wenn man es mal so einen Punkt bringen möchte.
00:38:46: Du warst am Arsch!
00:38:48: So
00:38:48: also zu viel von allem Zu wenig dafür erreicht.
00:38:52: Fünfhundertmal gegen die Wand gerannt um sich dann hinzusetzen und zu sagen Ich kann nicht mehr
00:38:57: Genau Und ich wollte das nicht sagen ich kann nicht mir Es hat mir meinen Körper gesagt Bis zum Schluss habe ich gesagt Nein das geht schon noch.
00:39:08: Ja jetzt mal ausschlafen und dann am Montag bin ich wieder da Ja.
00:39:14: Und dann bist du nicht mehr aufgetaucht?
00:39:17: Nee, dann bin ich am Montag nicht mehr hingegangen.
00:39:19: Würdest du rückblickend sagen dass das auch was mit dir gemacht hat weil du quasi gescheitert bist in dem Moment für dich?
00:39:27: Ja klar!
00:39:29: Also ich habe mich so verhalten weil scheitern keine Option ist.
00:39:36: Das ist für mich ganz schwierig.
00:39:39: zu scheittern und auch das ist jetzt nicht nur alleine mein Problem Hatte ich damals gedacht, dass sich der einzige Winner dieses Problem hat.
00:39:47: Aber es ist ja nicht nur... also wie soll ich das sagen?
00:39:55: Das hatte ich mir auch auf die Fahne geschrieben!
00:39:56: Ich bin niemanden der aufgibt.
00:39:59: Wenn ich was mache dann mach' ich's.
00:40:01: Wenn ich echt wäre, dann und solche Geschichten sagt man sich ja auch.
00:40:04: Und in meiner Laufbahn habe ich tatsächlich immer dieses Feedback bekommen.
00:40:09: Mensch toll!
00:40:10: Also wenn das einer kann... Dann können es doch nur die Jungs von der HGV damals in Hamburg unter Jan oder Michael oder Edgar machen das schon.
00:40:21: Das ist ja toll, wenn man das hört.
00:40:23: Das sagt man dann auch.
00:40:25: Wenn man an Spürigkeiten kommt, will man es nicht fassen, dass man an so einer Spürigkeit ist.
00:40:30: Das kann doch nicht sein.
00:40:31: Ich werde doch diesen Nuss knacken
00:40:32: können.".
00:40:34: Hat doch bislang immer geklappt?
00:40:35: Ja, Edgar, du hast mir irgendwann mal erzählt ... Da haben wir über Leistungsdruck gesprochen.
00:40:39: und dann hast du gesagt, wenn ich ehrlich bin hat wahrscheinlich keiner hinter mir gestanden und gesagt, Edgar du musst das noch fertig machen.
00:40:46: Du warst so in deinem Kopf, dass das natürlich ganz dazu gehört.
00:40:51: Und wahrscheinlich hat auch keiner gesagt, das muss bis morgen fertig sein.
00:40:54: aber du hast gedacht es muss bis Morgen fertig sein.
00:40:56: So ist
00:40:57: es ja.
00:40:57: Dann
00:40:58: konnte ich ganz gut andocken.
00:41:00: Also bei uns in der Familie war auch mal ein hoher Arbeitsethos.
00:41:03: Wer Feiern kann, kann auch arbeiten und so.
00:41:05: Und Schnupfen soll lang kein gutes Haus zu bleiben und so... Das fand ich noch mal interessant.
00:41:11: Habe ich lange drüber nachgedacht dieses, wo kommt diese Gefühle her?
00:41:14: Dass wir da immer hohe Leistung abgeben müssen.
00:41:18: Wo objektiv wahrscheinlich wenn wir mit dem Mikrofon hinterher gelaufen wäre hätten wir wahrscheinlich zurückgespult und keiner hätte das gesagt.
00:41:24: Und das finde ich sehr interessant!
00:41:27: Steve McConnell, glaube ich.
00:41:30: Der hat auch mal ein Buch über Software-Schätzung geschrieben und hat auch gesagt die Entwickler sind ganz oft sehr voreilig mit ihren Schätzungen geben viel zu optimistische Schätzung ab weil sie denken Sie müssten so gute Zahlen da legen.
00:41:43: also das ist nicht nur Polim von Jan oder von Edgar das scheint wohl vielleicht bei Wissensarbeitern häufiger aufzutreten.
00:41:50: Ja
00:41:50: es geht nur genau nur bei euch beiden.
00:41:52: Bei mir ist nie so
00:41:54: Aber ich meine, es ist so cool mit Jessica wäre.
00:41:58: Ich bin gespannt!
00:42:01: So
00:42:01: viel von meiner Aktion am Sonntag ne?
00:42:04: Ja, wir sprechen ja von Hard Calls.
00:42:07: Das ist ja die... Also jetzt in meiner Situation, das hat zur Genesung also zum Gesundwerden dazugehört dass sich diese Frage kläre wie kommt's eigentlich dazu und was tue ich im Zukunft?
00:42:17: wann ziehe ich in Zukunft an die Reißleine wenn ich wieder gesund bin?
00:42:21: Also welches Verhältnis habe ich zur Leistung?
00:42:22: Das ist total wichtig in meinem Fall gewesen, gesund zu werden.
00:42:26: Ich glaube das gilt auch für alle Menschen die in ähnlichen Situationen waren wie ich mit einer sehr ausgewachsenen Schöpfungsdetression.
00:42:35: und gleichzeitig würde ich aber sagen es ist wirklich auch eine Kernfrage die Menschen zu klären haben Selbstführung oder auch Führungsarbeit machen wollen.
00:42:46: Wir sprechen oft von gesunder Führung und ich würde sagen, gesunde Führungen ist die, die diese Frage geklärt hat.
00:42:55: Und zwar möchte ich jetzt gar nicht personenbezogen nur alleine verstanden wissen sondern auch für die ganze Unternehmung.
00:43:03: also in welcher Unternehnung arbeiten wir?
00:43:06: In welchem Umfeld arbeiten wir?
00:43:07: was ist für uns Leistung?
00:43:11: Inzwischen bild ich mir ein, dass sich das relativ gut einschätzen kann.
00:43:14: Wenn mich ein Kunde anruft oder ich in eine Firma komme, welches Verhältnis die ungefähr zu dem Thema haben?
00:43:21: Das kann man dann relativ leicht ablesen wenn man dann mal weiß wo man hinschauen muss.
00:43:26: Und Leistung ist ja wahnsinnig individuell!
00:43:29: Also auch erstens wie viel kann ich leisten, wie viele will ich leisten und was ist für mich Leistungen?
00:43:35: Also das ist ja, wenn man jetzt... also es kann jeder für sich machen und ich kann's jetzt für mich einmal machen.
00:43:40: Ich erkläre jetzt wie im Andersfass ich bisher in meinen jungen Laden gemacht habe.
00:43:44: Dann wird jemand anders sagen, krass was du schon erreicht hast!
00:43:47: So dann rede ich mit einer achtzehnjährigen danach die hat gerade ihre dritte Company verkauft.
00:43:52: Die würd' ihr sagen?
00:43:54: Und das ist deshalb, es ist ja auch Erfolg, Leistung.
00:44:00: Was mache ich?
00:44:01: Was ist das Ergebnis davon?
00:44:03: Ist ja wahnsinnig individuell!
00:44:04: Deshalb kann man glaube ich auch das nie für allgemein und man muss es für sich selbst verstanden haben wie viel kann nicht.
00:44:10: Das stimmt.
00:44:12: Das würde ich dir bei Pflichten... Für mich ist Leistungen damit verbunden nicht nur mit dem Ergebnis also weil du gesagt hast ja drei Firmen verkauft oder so sondern Die Leistung, die ich erbracht habe in meiner angestellten Laufbahn war eigentlich nicht gut.
00:44:32: Weil sie zu einem sehr hohen persönlichen Preis... Erkauft wurde.
00:44:37: ich habe halt sehr viel mehr energie reingegeben als mir gut getan hat.
00:44:40: Eine gute leistung ist nachhaltig.
00:44:42: das heißt Das ergebnis mag vielleicht nicht ganz so gut sein aber Ich hab dafür gesorgt dass es mir, dass sich auch weiter leisten kann wenn Wenn ihr versteht was ich meine also das sind so die leeren die ich da draus gezogen habe aber bleibt dabei Es müssen Die leute klären für sich und Für die anderen auch.
00:44:59: wenn du ein team hast Was ständig aufs gas tritt dann könnt zur guten live zur guten Führung dazugehören, dass du sagst hey Freunde ich freue mich so sehr das ihr so euphorisch zu Werke geht.
00:45:12: Ihr macht es trotzdem eine Pause weil ihr gerade dabei seid einfach zu viel Gas zu geben.
00:45:18: wir brauchen euch auch noch nächstes ja oder nächste Woche oder nächsten Monat.
00:45:23: Das kann auch...
00:45:25: Also es gibt ja Sicherungsmechanismen in den Unternehmen, gerade in Größeren die vielleicht einen Betriebsrat haben oder wo Leute in der Gewerkschaft sind.
00:45:32: Die kümmern sich schon da, dass man Arbeitszeiten einhält und das bestimmte Regeln eingehalten werden.
00:45:39: Aber ich habe das damals immer als Beschränkung erfunden.
00:45:42: Ich hab gedacht, jetzt ist ein Acht schon hoch aber ich würde gerne dieses Thema noch abschließen.
00:45:45: also ich habe einfach Bock darauf.
00:45:47: Da gewöhnt sie dich natürlich daran am ersten Tag ein bisschen eine Stunde länger da, dann bist du zwei Stunden länger da.
00:45:53: Bist du bis zehn Uhr da?
00:45:55: Dann bist du bis zweieur da?
00:45:56: Du bist bis fünf Uhr
00:46:00: da?".
00:46:00: Das reißt mit der Zeit ein und ich weiß gar nicht was ein vernünftiges Maß ist.
00:46:08: Wenn ich jetzt die jungen Mitarbeiterin hätte und der arbeitet gerade bis zum Umfallen, wo greif ich da ein?
00:46:20: Ich weiß, es ist schwierig.
00:46:21: Es ist für einen selber auch schwierig weil das ist ja auch ein geiles Gefühl.
00:46:24: und als Chef wenn du ein leistungsfähigen Mitarbeiter der mutmaßlich im Saft steht und halt sagt hey ich war letzte Nacht noch für drei Stunden da hab die Präsentation noch fertig gemacht hier ist sie.
00:46:38: Da sage ich als Chef wahrscheinlich auch danke und freue mich darüber über so'n leistungspfägen- und leistenswilligem Mitarbeitenden.
00:46:49: Ich sage nicht, dass es eine einfache Antwort gibt.
00:46:52: Aber wir müssen darüber sprechen und wir müssen einfach auch situativ da wirklich immer uns die Frage stellen, ist das gerade sinnvoll und notwendig oder gibt es nicht auch noch was anderes neben den geschäftlichen Projekten?
00:47:06: Oder nehmen die Projekte, die wir haben?
00:47:07: Ist vielleicht auch die Pause jetzt wichtiger als jetzt noch die Weiterarbeit an den Projekts?
00:47:14: Das haben wir, also im Selbstsystemmanagement ist es wichtig genauso auch wie im Management von Teams glaube ich.
00:47:20: Und natürlich und das ist aber wirklich kein Zufall neigen wir dazu natürlich die Pausen runter zu priorisieren weil wir nämlich... und das is wirklich kein Zufall!
00:47:31: Die Leistungsgesellschaft kommt dann nicht von irgendwo her sondern wir leiden alle kollektiv unter Kalvinismus.
00:47:37: Wir glauben dass das Seelenheil
00:47:39: Ich nicht, ich bin katholisch.
00:47:42: Das sind die allerschlimmsten, sag ich noch.
00:47:45: Der Katholik weiß es ist jetzt Jut!
00:47:47: Der Kalbinist sagt, wenn ich jetzt noch was mehr mache, dann komm' ich nicht in den Himmel.
00:47:52: Ja genau.
00:47:55: Oh Mann... Aber Gerd glaubst du das dein Selbstmanagement erst klappen muss bevor ich wirklich gut ein Team führen kann?
00:48:04: Oder kann ich für mich selbst zwar keine Pause finden aber meinem Team die schon auferlegen?
00:48:13: Letzteres klappt nicht, das glaube ich nicht dran.
00:48:16: Ich habe drei Kinder und einen Erziehung geglaubt als ich bekommen habe.
00:48:26: Genauso ist es mit den Führen von Teams genauso.
00:48:30: Du kannst viel sagen aber der Spruch ist wahr, predige den Leuten Liebe und sie werden predigen lernen.
00:48:37: Genau so mit Pausen.
00:48:38: also wenn du pausenverordnest selber nicht machst dann ist das, was du tust, das Signal an das Team.
00:48:47: Und die werden im besten Fall sagen, Chef wir verstehen nicht, was Du sagst?
00:48:51: Du sagts, du soll ein Pausen machen und machst aber selber keine!
00:48:54: Was isst denn
00:48:54: jetzt?!
00:48:55: Das ist der Idealfall... Aber darüber wird er meistens nicht gesprochen, sondern sie sehen, der Chef sagt zwar gehen Sie mal nach Hause bleibt aber selber sitzen, dann ist es das Signal ich bleibe aussitzen.
00:49:06: Ja so bisschen schwierig.
00:49:10: also.
00:49:10: ich habe zwei Erfahrungen dich interessant finde in dem Bezug im Sinne von individueller Leistungsfähigkeit.
00:49:17: Also ich habe zum Beispiel, bevor ich studiert hab musste ich in der Werkstatt lernen einfach mit Werkzeug umzugeben und wenn ich da war ein technische Werkstatte und da muss ich immer meinen Plan machen also eine Stückliste, ich musste den Schaltplan zeichnen und gehäuse Layout usw.
00:49:35: Und erst dann hat mir mein Meister erlaubt dass ich mir das Material hole.
00:49:39: so wenn ich damit großen fingern irgendwie an den materiell schublade gegangen wird nimm mir mal alles mit ja dann hätte ich kurz später die hand meines meisters im nacken gehabt und sagt was machst du denn da?
00:49:49: sagen wir her.
00:49:51: also das habe ich schon gemerkt.
00:49:52: wenn man so ein bisschen vorbereitet dann ist also lieber viel vorbereiten gute kurze durchführungszeit als umgekehrt zweimal abschneiden immer noch zu kurz ist irgendwie doof.
00:50:04: Wer in der Werkstatt gearbeitet hat mit echtem Material, der weiß, dass es sich in manchen Stellen doch sehr gut lohnt, sich vorzubereiten.
00:50:10: Dass die Ergebnisse heißen und die Ergebnissen auch gut sind.
00:50:15: In der Dienstleistungswelt ist das irgendwie verloren gegangen wenn du nicht mehr an physische Dinge dran gehen musst oder wenn ... Das ist ja irgendwie Zeit- und Software, die immer gefühlt unendlich verfügbar aber ist natürlich auch nicht.
00:50:27: Deswegen planen wir viel weniger.
00:50:30: Und der zweite Punkt ist, und den habe ich das erste Mal in Scrum Teams erlebt.
00:50:33: Ist dass ein Team zusammen ein Problem schneller löst?
00:50:37: Selbst wenn es nur einer angeht als wenn sich das alleine angegangen wäre!
00:50:42: Wenn du diese Erfahrung aber nicht hast dann denkst natürlich... Ich bin hier der größte Ich bin der beste hier, der es alleine hinkriegt und die anderen Lutscher sind natürlich ganz nett.
00:50:52: Und ich höre auch gerne meinen Pausen mit den rum aber eigentlich bin ich derjenige das am besten hinkräft.
00:50:57: Das war für mich das erste Mal neu dass wir gesagt haben okay besprechen kurz was wir machen wollen und wie wir vorgehen... ...und dann ist auf einmal dieses Problem schnell gelöst oder?
00:51:05: Wir haben manchmal so auch in der Vorbereitung vom Scrum-Devo mit Peter und Alisa und JP und Moni sitzen.
00:51:12: Da haben wir manchmal so Aufgaben gehabt, wo keiner Bock drauf hatte.
00:51:16: Dann haben wir gesagt, komm jetzt pern wir einfach mal!
00:51:18: Und dann haben wir halt ein Thema was wir gefühlt seit Wochen vor uns hin schämen in der Stunde irgendwie gelöst weil wir zusammen das gemacht haben.
00:51:25: War wahrscheinlich auch nicht kompliziert aber irgendwie war so ein Ding im Kopf dass wir das nicht angepackt haben und ich finde diese Erfahrung die musst du natürlich einmal gemacht haben um einem Team zu vertrauen und zu sagen ich kann es auch mit meinem team lösen muss das nicht allein lösen.
00:51:39: wenn dir diese erfahrung fehlt dann denkst du immer dass hängt alles von dir
00:51:43: genau.
00:51:43: Es gibt einen satz den habe ich eben aus dem agilen kontext gelernt und genau die geschichte die du erzählst take it to the team ist eigentlich die grundlage dazu.
00:51:57: Das setze ich ganz oft ein in Gesprächen mit meinen Klienten.
00:52:00: Also wenn mir eine Führungskraft sagt, ja... Ich weiß nicht wie ich das machen soll!
00:52:04: Ich habe mir da schon so viele Gedanken gemacht mit dem Team sowieso oder so machen und dann sage ich ja es ist schon mal mit einem Team gesprochen Und dass es Wahnsinn was Menschen da wirklich zurückhaltend sind, diese Frage ins Team zu geben Eine Sache die das Team selber betrifft Mit dem Team zu besprechen ist für viele Führungskräfte eine große Sache.
00:52:27: Ja, aber du hast es ja eben gesagt.
00:52:28: Was ist so?
00:52:29: die Erwartungshaltung an Manager?
00:52:30: Weiß alles kann alles... kann jede Schraube anziehen und quasi eine Fragestellung mit ins Team zu nehmen.
00:52:35: Da ist ja, ich müsste jetzt quasi fast zugeben dass sich das nicht wahr ist
00:52:39: oder
00:52:39: keine perfekte Lösung habt.
00:52:41: Das ist glaube ich genau der Grund oder oft der Grund warum das Menschen nicht machen und das finde ich wahnsinnig bedrückend weil es ja also das Weltbild dahinter ist sehr maschinenhaft.
00:52:51: Also wir denken es gibt eine Instanz zum Beispiel Manager die den Schallplan von vom Teamwork macht.
00:53:01: Wenn es eine Änderung gibt, dann gibt's eine Verlautbarung.
00:53:03: Ein Update.
00:53:05: So machen wir das.
00:53:07: Die sagen verstanden beim ersten Mal oder fragen gar nicht nach warum sondern sagen verstanden und dann gehen wir davon aus dass es funktioniert.
00:53:18: bis komplizierten Umfeldern, mag das ja mal vielleicht sogar funktioniert haben?
00:53:23: Keine Ahnung.
00:53:24: Bei Henry Ford bei seiner ersten Fabrik oder so auch nicht.
00:53:27: Ihr anschüttelt schon den Kopf.
00:53:29: Ja nachgelesen ganz sicher!
00:53:31: Aber dieses Bild ist viel zu einfach und das merken die Führungskräfte inklusive mir dass so einfach die Welt nicht.
00:53:40: Und da, und weil du es vorhin gefragt hast kann die Führungskraft auch ohne so ein Selbstmanagement oder so eine selbstgewahrsamkeit möchte ich das mal innen.
00:53:47: Also ohne die Erkenntnis dass es einfach notwendig ist sich selbst gut zu kennen um andere zu führen, kann deine Führungskraft zur Führungen werden.
00:53:58: Meine Antwort ist ja wir sehen's ja myriadenfach aber es ist sicher nicht gut Weil Du einfach mit einer Aufgabe vertraut wirst Die Dich überfordern muss erst mal, weil es gibt ja auch noch überhaupt keine Hilfestellungen meistens.
00:54:14: Meistens werden ja Menschen aus einem guten Tun raus zur Führungskraft befördert ohne anzuerkennen dass das was sie bislang gemacht haben was ganz anderes ist als Teamführung oder Management.
00:54:25: Unser Kollege Ingo Keilenbach hätte jetzt gesagt du verlierst einen guten Vertriebler und kriegst einen schlechten Vertriebschef Als
00:54:32: ofterfall zumindest.
00:54:34: Und dann fängt ein Prozess an, der sehr schmerzhaft für viele Beteiligte ist vor allem für die Menschen, die in diese Position kommen weil sie das natürlich schnell merken.
00:54:43: und dann fängst du an eine Fassade aufzubauen.
00:54:46: Das war bei mir natürlich auch nichts anderes und es ist ja wahnsinnig anstrengend wenn du immer jedem zeigen musst Ne ne ich habe alles im Griff und innerlich merkste Scheiße!
00:55:00: Ich hab's nicht im Griff Und dann hast du es vielleicht sogar auch nicht im Griff.
00:55:04: und dann fängt so eine Negativspirale an, die dich halt oft in solche Erschöpfungszustände bringt.
00:55:11: Die mich hat auch ereilt haben.
00:55:14: Jan, du wolltest das sagen?
00:55:15: Ich habe eine Frage an euch.
00:55:16: Ist das ein typisches Männerding?
00:55:21: Also meine Antwort ist also viele Männer sind Führungskräfte oder wir sind halt mit vielen Männern als Führerskräfte sozusagen meinerzeit als auch sozialisiert worden.
00:55:31: Aber ich kann auch Männer, die super gut mit dem Team arbeiten und viele Sachen ins Team geben können.
00:55:37: Also Frank, wenn du das hörst hier... Ich sage den Nachnamen nicht weil das vielleicht peinlich wäre, aber Frank ist einer meiner Kunden.
00:55:46: Und der ist wirklich der netteste Mann, den ich jemals im ganzen Leben getroffen habe.
00:55:51: Der ist so einfühlsam, der kann das so gut kommunizieren.
00:55:53: was er auch vom Team braucht maßt sich das auch nicht an, Entscheidungen für das Team zu treffen.
00:56:00: Die eben nicht zustehen und sagt ja, das klären wir jetzt hier zusammen.
00:56:03: Also es gibt doch ganz viele Männer die auf jeden Fall nicht in dieses Muster passen.
00:56:11: Ja wie ist das bei den Frauen?
00:56:13: Das würde mich interessieren dass du das sagst Jessica.
00:56:16: Das ist eigentlich bei den Freunden los!
00:56:18: Nein, ich glaube das ist überhaupt gar nichts mit dem Geschlecht zu tun hat sondern echt immer situationsbedingtes.
00:56:25: Also in welcher Verfassung bin ich selbst gerade?
00:56:27: Wie viel kann ich zum Beispiel mir auch selbst eingestehen was gerade bei mir nicht funktioniert?
00:56:32: also das ist ja auch ein Punkt und in welter Umgebung bin ich so?
00:56:37: Ich bin mir sicher dass ich mich in irgendwelchen Führungsrollen schon richtig beschissen benommen habe weil ich selbst gerade gestresst war, weil es mir alles zu viel war.
00:56:47: Und du hast eben so schön gesagt, das sind alle Lutscher und ich weiß eher am besten ... Du gedacht hast einfach aus einer nicht-so guten Lage in deinem eigenen Leben gerade oder in der Situation, dass du gedacht hast was?
00:57:01: Da mach' ich's selbst!
00:57:03: Hast du's jetzt gleich fertig?
00:57:04: Nee, alles klar, da mach' Ich's selbst.
00:57:07: Das ist ja eine Trotzreaktion und dann kann man sich ja nicht von frei sprechen Und ich glaube, das betrifft Männer und Frauen.
00:57:14: Das Thema abgeben allgemein an Aufgaben oder delegieren können ist auch ein Thema – wie viel Kontrolle brauche ich gerade?
00:57:22: Je weniger Kontrolle ich jetzt brauche, weil ich immer darauf vertraue dass mein Team mich unterstützt.
00:57:28: Das zu weniger muss ich das auch kontrollieren.
00:57:30: Sicherlich hat man dann immer mal wieder Erfahrungen wo man vertraut hat und es dann in die Hose gegangen, könnt ihr auch Bücher drüber schreiben.
00:57:36: Max der den Podcast schneidet wird dir sagen du willst immer über alles Bücher schreiben?
00:57:40: Das stimmt auch!
00:57:41: Aber dann schicke sie ja an.
00:57:42: Jan und Jan sagt nein.
00:57:44: Ich
00:57:45: hab nicht reingesagt.
00:57:48: Du hast Jaen gesagt.
00:57:54: Jaen ist ja mein Ding, ne?
00:57:56: Hat ich euch das erzählt?
00:57:57: beim Scrum Day mit meiner Nein-Jag... Nein?
00:58:01: Jaen sagen?
00:58:04: Mit Nein sagen?
00:58:06: Also meine Schwestern hatten mir das vor Kurzem erklärt.
00:58:10: Ich kann
00:58:11: nicht so gut Nein sagen wenn mich jemand nett um was bittet.
00:58:15: So, meine Schwester schon!
00:58:17: Und sie hat mir das jetzt folgendermaßen erklärt, wenn sie es hört wird sie wahrscheinlich lachen.
00:58:20: Meine Schöße heißt Natalie und es fängt ja mit N an.
00:58:23: Deshalb kann ich nie Nein sagen!
00:58:25: Ich bin ja Jessica deshalb sage ich Jain.
00:58:29: Deshalb hatte ich mir schon überlegt ob mich mir vielleicht einen zweiten Namen zulegen sollte mit einem N einfach um das besser durchziehen zu können.
00:58:37: Sollte dich Nora nennen?
00:58:39: Ja,
00:58:39: das finde ich passt.
00:58:40: Nooo!
00:58:43: Ja, das Nein sagen ist so eine Sache.
00:58:45: So aber um nochmal auf die Frage zurückzukommen betrifft glaube ich Männer und Frauen gleichermaßen wobei es natürlich was eben von Sozialisierung gesprochen schon so ist dass Männer wahrscheinlich allgemein die Stärkaren sein sollen und Frauen sind oft, das habe ich von Gregor gelernt Die fleißigeren und ich glaube Es ist auch so wir sind ein bisschen so bientchenmäßig unterwegs Und deshalb erledigen wir schnell Trauma Aufgaben bevor wir die delegieren weil dann sind sie ja auch erledigt.
00:59:11: Ich glaube, das letzte stimmt auf alle Fälle.
00:59:14: Das hat mir meine Lebenserfahrung.
00:59:15: Da wäre ich mal ganz schön die Forschung anzuschauen weil ich möchte eine Lanze brechen für die Männer da auch.
00:59:25: Ich glaube da gibt es nämlich auch wahnsinnig viele Männer, die das machen.
00:59:27: aber Männer sind insgesamt ein bisschen aggressiv machtorientierter als Frauen.
00:59:35: Das heißt, es wirkt dann oft so und das ist ja bei manchen Männern tatsächlich so dass die halt eher so ihr Machtspielchen machen und weniger Randklotzen sozusagen was auch ein wichtiger Teil von Organisationen ist darf man schon nicht vergessen.
00:59:48: also wir brauchen schon auch macht orientierte Menschen weil sonst kommen auch nicht weiter.
00:59:52: aber ich würde gerne mal darauf zurückkommen weil ich finde die... Ich würde das gern einmal verstehen Frauen einfühlsamer sind und deswegen mehr sich auch trauen, zu Teams zu gehen.
01:00:08: Und mit den Teams das auszuhandeln?
01:00:12: Das ist der Hintergrund der Frage oder?
01:00:17: Weiß ich gar nicht ob das jetzt eine Bewertung von bestimmten Qualitäten ist.
01:00:23: Mir fällt es halt besonders bei Männern auf dass sie das erst sehr spät tun.
01:00:26: Meistens wenn die deutlich lebenserfahrer sind als wenn sie jung sind.
01:00:31: Ich habe bei der Unternehmensberatung gearbeitet und da sind dann die Frauen, wenn sie in Elternzeit gegangen sind, meistens Teilzeit wiedergekommen.
01:00:42: Die waren natürlich super gut organisiert.
01:00:44: Wenn ich da vorbeiking, um ein Schwätzchen zu halten, dann sagten die nach einer Kurzzeit so, ja das ist aber auch gut, die muss es hier dreizehn Uhr vor der Kita stehen zack-zack und mussten sich einfach schnell angefühlen auch Dinge abzugeben.
01:00:55: Weil sonst hätten sie sich nicht um ihre Kinder kümmern können.
01:01:00: Da war die Prioritäten ganz eindeutig gesetzt.
01:01:03: Und da ist es irgendwie... Vielleicht müssen Männer in Teilzeit mal gehen.
01:01:08: Also dieser Punkt, ich glaube es gehen auch relativ viele Männer heutzutage in Teilzett, das ist auch ganz gut.
01:01:13: Es dürfen wahrscheinlich noch mehr sein... Also ich hätte jetzt die Antwort darauf wäre für mich gewesen, also bin bei der Jessica sozusagen.
01:01:22: Ich glaube das machen Männer und Frauen ähnlich oft oder nicht oft und zwar genau aus den selben Gründen weil sie sich keine Blöße geben wollen und da könnte es vielleicht sein dass die Männer da ein bisschen mehr drauf achten sozusagen.
01:01:34: Das kann sein aber das Bild des Managers bleibt sowohl bei den Frauen wie bei dem Männern gleiche.
01:01:41: aus meiner Sicht einfach lernen.
01:01:45: Im Kindergarten geht es los, in der Schule gehts weiter im Studium und für den Weiterbildungen wird das auch so gehandhabt.
01:01:53: Weil's... Das ist halt das vorherrschende Organisationsschema, was wir folgen und das sorgt eben auch dafür dass es keine Ausbildung gibt, dass man denkt, das ist ein bisschen genieberhaftet.
01:02:05: Führung ist etwas, was man halt können muss.
01:02:08: Der hat eine Aura oder kann das gut?
01:02:10: Und der andere kann es nicht.
01:02:10: so gut Ist halt so.
01:02:12: Und das ist ja, dass es das nicht.
01:02:15: genau das nicht stimmt wissen wir ja besonders gut.
01:02:17: aber da restlich obwohl wir tagtäglich erleben und zwar sowohl als Führungskraft also auch jemand der mit einer schlechten Führungskraft arbeiten muss warum heißt er nicht umsonst man verlässt nicht die Unternehmung sondern man verläss' die Führungen Kraft wenn man kündigt.
01:02:36: Mir ist es ein bisschen bei meinen Kindern aufgefallen.
01:02:38: Die haben anderes Verhältnis zu ihren Lehrern gehabt, also da waren ja dann auch wieder irgendwie noch viele Jahre dazwischen zwischen der Zeit wo ich in die Schule gegangen bin und wo sie in die Schule gegangen sind.
01:02:47: Und die haben sehr kollegiales Verhältniss zu ihren Lehrer gehabt.
01:02:53: Und das mir so aufgefallen dass sich meine Lehrer bis auf wenige Ausnahmen wahrscheinlich gar nicht als Menschen gesehen habe.
01:02:59: Also die sind irgendwie morgens in dieser Schule aufgetaucht und keine Ahnung, um dreizehn Uhr war der Schule Feierabend.
01:03:06: Dann sind sie wieder verschwunden.
01:03:07: Und dass sie auch Leben hatten, dass sie Kinder hatten, Sorge und Nöte und Hobbys hatten – das war mir total fremd!
01:03:16: Das habe ich so bei meinen Kindern gesehen, dass die ganz anders mit denen interagieren und die als Mensch wahrgenommen haben viel stärker, als ich das vielleicht als Schüler damals gemacht hätte.
01:03:29: Was heißt es?
01:03:30: Du hast Hoffnung, dass sich da was ändert.
01:03:36: Ich glaube schon, das sich da etwas ändert!
01:03:39: Wir könnten natürlich trotzdem ein bisschen gerne an den Rahmenbedingungen arbeiten, da hätte ich nichts dagegen.
01:03:45: Ich weiß nicht, ob du die noch an den Filmen mein wunderbarer Arbeitsplatz erinnerst.
01:03:48: Da gab's ein Interview mit einem indischen Chef von einem großen IT-Konzern Und er sagte, natürlich ändert sich was in der Führung.
01:03:57: Weil sie sich ja das auch Verhältnis der Menschen untereinander geändert hat.
01:04:01: Während sein Opa noch irgendwie von seinem Opa zurechtgewiesen wurde, sagte er, wir sind heute in den Generationen ganz anders miteinander oben und hauen nicht mehr auf dem Tisch und müssen bestimmte Dinge durchziehen so.
01:04:15: Das wird sich irgendwann auch in der führung widerspiegeln in den Unternehmen.
01:04:19: Daher glaube ich schon dass da etwas passiert.
01:04:23: Aber es ist natürlich sehr leicht, den Alte-Muster zurückzufallen.
01:04:25: Ja...
01:04:26: Was empfehlen wir denn jetzt quasi den Teamleiter Führungskräften die komplett Generation zu übergreifende Teams haben?
01:04:36: Also da ist jetzt irgendwie Gertrud da sitzen, Gertrud ist zweiundsechzig.
01:04:41: Jetzt ist Anna noch reingekommen, Anna ist gerade aus dem Studium gekommen und haut erst mal ihrem Chef kurz an die Schultern sagt ey was geht ab?
01:04:51: So, weil sie das bei ihrem Lehrer auch gemacht hat.
01:04:55: Wie kann ich damit umgehen?
01:05:00: Gar nicht nach Hause gehen!
01:05:04: Ich glaube gar nicht dass es so ein riesen Thema für diese Teams ist.
01:05:10: Das müsst ihr mir sagen also die Teams die ich getroffen habe oder Edgar da du weißt wir hatten einen großen Kunden wo wir sehr viele Trainings gegeben haben, wo wirklich sehr unterschiedliche Leute auch altersmäßig in diesen Gruppen waren Und da haben wir wirklich nie gespürt, dass das Alter und die Betriebsverurigkeit dieses Team zurückgeworfen hätte oder für konflikte, unnötige, hofflickte Kinder sorgt.
01:05:35: Aber es ist wichtig irgendwie einen Raum zu schaffen um das zu artikulieren.
01:05:41: Also es gibt bestimmt noch die Situation, wo dann der Gertroth, der Anna sagt hier ist vielleicht nicht so gut für den Martin.
01:05:46: Er macht das mal nicht so oft und wo auch die Anna.
01:05:49: denn der Gerdroth sagt komm Gertrot wir probieren das jetzt mal eben aus!
01:05:52: Wir machen das mal eben schnell ich bring dir auch einen Kaffee.
01:05:54: so ja dass sie voneinander lernen Funktioniert natürlich nicht, wenn die alle völlig unter Dampf und Feuer sind.
01:06:00: Wenn da ständig Stress ist dann habe ich natürlich auch keine Muße jetzt ja einer zum dritten Mal zu erklären wie das geht.
01:06:07: oder rollt schon auch die Augen mit.
01:06:09: Gertroth sagt ne meine ich sofort.
01:06:11: Ich glaube der Stressfaktor sorgt viel mehr für Konflikte als wenig so unterschiedliche Biografien zusammenbringen.
01:06:18: Ja, er hebt zwei Anmerkungen dazu.
01:06:22: besagter Kunde Das hat deswegen aber auch gut funktioniert, weil wir die Ansprache entsprechend gewählt haben und weil es auch der Auftrag war.
01:06:31: Wir wussten, wir müssen da alle ins Boot holen für diesen großen Wandel, der dabei ist Und da hatte sich einfach gut getroffen dass wir die richtigen die richtige Haltung dazu hatten, weil dazu stehe ich auch nach wie vor So ein Organismus ist ja immer gemischt mit unterschiedlichen Generationen auch.
01:06:52: Und die große Kunst ist, die unter einen Hut zu bekommen und zwar so dass es halt das die Unternehmung motiviert bleibt.
01:07:00: Das Allerschlimmste was passieren kann ist, dass man sagt ja die Jungen sind die coolen und die Zukunft und die Alten kannst du vergessen.
01:07:08: Es ist aus so vielerlei Hinsichten einfach wahnsinnig dumm.
01:07:14: Ich weiß nicht gleich wo ich anfangen soll Das Projekt damals ja auch falsch gewesen, weil die Unternehmung war relativ... Alte Belegschaft hatte.
01:07:29: Und die haben wir gebraucht für diesen Wandel und die war noch wahnsinnig erfahren, das ist nämlich der große Vorteil von diesen Menschen dass sie eben keine Dummheiten machen sondern wissen ey also wenn wir diesen Umweg gehen dann weiß ich was passiert.
01:07:44: also nur so lass uns mal
01:07:46: wirklich
01:07:47: genau.
01:07:49: Also das ist wirklich wichtig und es bricht mir wirklich des Herzes gerade im Verlagsbereich krass, wie die alten älteren Mitarbeitenden kurz bevor sie in Rente gehen oft einfach wirklich schlecht behandelt werden.
01:08:06: und das finde ich mal ganz davon abgesehen dass es total unfair ist.
01:08:09: Es ist auch organisatorisch ein Wahnsinn eigentlich was man da an Wissen und Know-how mit Füßen treten ist verrückt.
01:08:18: Einmal das eine das andere.
01:08:19: was ich aber sagen wollte weil du ja gefragt hast was wir den Menschen raten da ist mir sofort durch den Kopf gegangen Liebe Leute, denkt daran das Ideal ist per Definitionen nicht erreichbar.
01:08:31: Wir sollten es anstreben.
01:08:32: natürlich wir wollen ja alle ins Paradies kommen aber der Weg ist das Ziel und nicht das Ziel.
01:08:42: das hält dich dann vielleicht davon ab, manche zwanghaften Dinge zu tun die du sonst vielleicht bereit wärst zu tun wenn du dran denkst dass das ideal wirklich erreichbar ist.
01:08:50: und dann machst du vielleicht solche dinge dass du sagst da is ein älterer der sperrt sich.
01:08:54: den muss ich jetzt weg machen.
01:08:55: Das ist das allerschlimmste was passieren kann.
01:09:01: also da würde ich raten Leute zwingt es nicht.
01:09:04: und das zweite was ich um zum abschluss zu kommen wie gesagt was ich sagen würde Wenn ihr Führungskraft machen wollt und bitte tut es, wenn ihr gut seid und da Bock drauf habt.
01:09:15: Dann macht das nicht blind sondern macht euch schlau und zwar nicht unbedingt zur Psychologie so unbedingt der Führungen Sondern macht euch Schlauzerstruktur der Fährung.
01:09:27: Das ist ein sehr viel einfacher Weg.
01:09:29: Da gibt's sehr viel mehr wirklich sehr wirksame Mittel Und dann wird die Psychologie danach auch noch folgen.
01:09:38: Wenn ihr ausgewählt werdet, eine Führungskraft zu werden oder Führungen übernehmen.
01:09:42: Dann ist es sehr wahrscheinlich das ihr auf der menschlichen psychologischen Seite schon sehr gut seid und wahrscheinlich seid ihr fachlich auch gut.
01:09:49: euch fehlen hat einfach strukturelle Handgriffe Und die sind wirklich... Man muss die Bücher suchen Die man da so gibt aber Es gibt sie und geht dann nicht blind rein.
01:10:01: Also eins haben wir eben schon mal in die Kamera gehalten.
01:10:04: Ansonsten darf man uns drei auch ansprechen.
01:10:07: Wir könnten ja jetzt noch dreieinhalb Jahre hier reden.
01:10:09: Ja,
01:10:10: das stimmt.
01:10:12: Jetzt nur der Anfang.
01:10:13: Komplizierte Woche.
01:10:17: Warte erst mal auf was die Hörer sagen.
01:10:18: wenn sie sagen Lame!
01:10:20: Dann machen wir's
01:10:22: nicht.
01:10:23: Also ich würde gerne sagen... Über eine Stunde könnte man natürlich sagen, okay aber die haben mir jetzt irgendwie auch zu dritter diskutiert.
01:10:31: Die waren ja nicht irgendwie einig und die haben ja selbst Fragen gestellt und hatten jetzt irgendwie nicht alle Antworten.
01:10:36: Und ich glaube das ist eigentlich auch für den Schlusswort wo ihr gleich anschließen könnt echt super weil es geht nämlich darum quasi alle Methoden zu kennen, die es irgendwo gibt.
01:10:46: Alle Frameworks zu kennen und einfach zu wissen so ist das in der Theorie sondern Erfahrung und das kann man ja immer nur weitergeben weil ich kann ja auch nicht... Das kann ich nicht!
01:10:56: Ich kann viele Sachen nicht aber ich kann keine Geburtshilfe Kann ich keinen Kurs zu machen, weil das habe ich noch nie empfunden und ich kann überhaupt nichts drüber sagen.
01:11:07: Wenn du jetzt deine Burnout-Erfahrung nicht hattest, also das Wort, dass ich dann getroppt hab, könntest du auch heute nicht jemandem weitergeben.
01:11:15: Das ist gegebenenfalls eine Leistungskönze.
01:11:17: Pass einfach auf, dass du nicht darüber hinausgehst!
01:11:20: Und Jan natürlich genauso, Jan muss im nächsten Podcast ein bisschen mehr über die gleiche Situation sein.
01:11:25: Aber Jan könnte mir keine Tipps zum Buch schreiben geben wenn er noch nie eins geschrieben hätte?
01:11:31: Wie seht ihr das?
01:11:34: Ja also unsere Erfahrungen prägen uns.
01:11:36: ja es gibt so einen schönen Spruch erst präge wir die Räume die wir bauen und dann prägt die Röme uns.
01:11:46: Edgar wenn du sagst guck nicht auf die Psychologie zuerst sondern auf die Struktur der Führung dass ist natürlich Wasser auf meine Mühlen.
01:11:53: Und die Erfahrungen, die wir machen qualifizieren uns nicht immer automatisch.
01:11:58: Das war ja immer dieser Mythos du musst erst zehn Jahre Auslandserfahrung haben und siebzehn Studien und MBA und schon drei Firmen gegründet haben das aber auch nicht älter als vormundzwanzig sein würde bei Jessica gerade hinhauen.
01:12:12: Das ist ja so.
01:12:13: diese Individualisierung der Leistung Genau.
01:12:18: Und nicht darauf gucken, was kann das System eigentlich leisten?
01:12:20: Bei Scram und Agility haben wir gelernt dass das System viel leistungsfähiger ist als sozusagen die Summe der individuellen Leistung wenn du das System gut gestaltest.
01:12:28: Das heißt, wir brauchen noch diese Gestaltungserfahrungen.
01:12:33: Organisation groß wird, wo er nicht das Gefühl hat, dass er was gestalten konnte.
01:12:37: Dann zweifelt der natürlich in seinen Fähigkeiten.
01:12:39: und es finde ich ganz schlimm gerade bei den jungen Führungskräften die entweder sich gar nicht erst traurige Führungskraft zu werden und die bräuchten wir jetzt eigentlich weil sie frische Ideen reinbringen und Dinge auch darstellen können Und die immer denken ja, dass so viel Arbeit diese Führungen, weil die muss ja diesen ganzen Psycho Quatsch noch mitmachen mit dem meiner eigentlichen Arbeit.
01:12:58: Und Führung ist aber selbst auch eine Arbeit und dafür kann man sich natürlich auch vorbereiten, qualifizieren.
01:13:03: Leider gibt es nur wenige Stellen wo man das machen kann.
01:13:05: Wenn wir jetzt in diesem Podcast genau diese Erfahrungen teilen... Ich weiß nicht ob ich mir meinem dreißig Jahre jüngeren Ich zugehört hätte, ob ich das verstanden hätte ehrlich gesagt?
01:13:14: Ja, das ist ein Problem!
01:13:17: Dass ich das vielleicht begriffen hätte.
01:13:19: Aber irgendwie müssen wir dazu beitragen, dass Führung eben ist nicht der einsame Held.
01:13:24: Die einsame Helde in einer Spitze die irgendwie alle Kohlen aus dem Feuer hört sondern das sind die Leute die gestalten und zusammen mit den Leuten gucken was da ist?
01:13:33: Das ist auch ein unternehmerischer Ansatz, dass man sagt was habe ich denn für Möglichkeiten und mal gucken wie weit ich mit denen komme statt irgendwie immer noch die Leute noch höher zu legen bis immer noch nicht gut bis immer nur noch nicht gute muss noch mehr leisten und das ist unmenschlich.
01:13:47: In dem Sinne wünsche ich mir eine menschliche Führung.
01:13:50: Ja,
01:13:52: das ist ein sehr schönes Schlusswort in dem es sich jetzt reinpatzen muss.
01:13:56: leider was heißt muss aber... Das
01:13:59: war ja nicht an uns erwartet.
01:14:01: Ich wollte noch sagen weil das Jenny Jessica du hast es vorhin gesagt ja wenn mich nur die Theorie kenne dann also Erfahrung ist natürlich wichtig und das stimmt auch.
01:14:10: Natürlich ist Erfahrung wichtig Aber es gibt natürlich auch wirklich gute Theorien, an denen man sich entlanghangeln kann.
01:14:18: Und da braucht man erst mal nicht die Erfahrung.
01:14:20: Also das heißt ja nicht umsonst!
01:14:22: Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie und das ist ja wahr auch wenn man weiß dass die Theorie halt auch nur ein Abbild von der Wirklichkeit ist und sich darauf vorbereitet dass die theorie auch nicht immer passt.
01:14:35: also das ist wichtig.
01:14:39: Um das auch nochmal zu sagen und es einfach noch mal zu verstärken, ich finde wirklich schön was du gerade gesagt hast Jan.
01:14:46: Hören wir doch einfach mal auf mit unserem überbordenden Leistungswillen gute Leistung zu verhindern sondern machen wir das halt einfach auch mal auf eine menschliche Art und Weise.
01:14:55: erkennen wir halt auch mal unsere Begrenzungen an Erkennen aber auch, was wir tolle Sachen da machen können innerhalb dieser Begrenzung.
01:15:04: Und das ist ja i-Wahnsinn!
01:15:06: Also bitte sind wir mal wieder irgendwie auf normalen Maß, aber eben auf einem hohem Niveau.
01:15:12: Sind wir einfach und dann reicht es auch aus.
01:15:15: Wir sind in der Lage so viel zu tun wenn wir erkennen dass wir es nicht alleine machen weil zusammen immer noch leistungsfähiger als die Summen der einzelnen Teile.
01:15:24: Und hört auf euch einzureden, dass man Strukturprobleme wegatmen kann als Einzelner?
01:15:30: Das geht nicht!
01:15:31: Wir müssen gemeinsam daran... In
01:15:32: der
01:15:34: große Tüte!
01:15:34: Genau gut so kann man es vielleicht wegatmenten, vielleicht okay.
01:15:40: Also das würde ich mal sagen also das wäre sowas was mein Fazit wäre.
01:15:45: und ja es tut mir leid Jan, dass meine Geschichte soweit im Vordergrund stand.
01:15:50: Also ich bin aber gerne dann auch wieder Wingman bei der nächsten Folge, wo du dann so mehr Subzentrum bist.
01:15:58: Das wird terminiert und ich sage euch vielen Dank für den heutigen Podcast!
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